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Warenetiketten, Regaletiketten, Barcodes und Preisschilder mit BlitzLABEL drucken. Direkt aus BlitzKasse Core oder eigenständig mit CSV/JSON. Rollenetiketten und A4-Bogen.

 

Etiketten direkt aus der Kassensoftware drucken – mit BlitzLABEL geht es auch ohne Kassensystem

 

Artikeldaten sind häufig längst in der Kasse vorhanden. Trotzdem werden Preise, Artikelnummern und EAN für Regaletiketten oder Preisschilder oft ein zweites Mal eingegeben. BlitzLABEL wurde entwickelt, um genau diesen Arbeitsschritt zu vereinfachen.

Wer nur gelegentlich ein einzelnes Preisschild druckt, kann Artikelname und Preis schnell von Hand eintippen. Bei 20, 50 oder 500 Artikeln sieht die Sache anders aus. Artikelnummer, Bezeichnung, Verkaufspreis und EAN sind meistens längst im Kassensystem vorhanden. Trotzdem werden diese Daten für Regaletiketten oder Preisschilder häufig noch einmal in Excel, Word oder einer separaten Etikettensoftware eingegeben.

Genau an dieser Stelle setzt BlitzLABEL an. Die Windows-Software wurde in erster Linie für die direkte Zusammenarbeit mit Kassensoftware auf Basis von BlitzKasse Core entwickelt. Auf Wunsch unserer Kunden kann sie aber auch vollständig ohne BlitzKasse eingesetzt werden.

Was ist BlitzLABEL?

BlitzLABEL ist eine Windows-Software zum Erstellen und Drucken von:

    • Warenetiketten
    • Regaletiketten
    • Preisschildern
    • Barcode-Etiketten
    • QR-Etiketten
    • Angebotsplakaten
    • Aktionsschildern

Dabei geht es nicht nur um das Gestalten eines einzelnen Etiketts. Der eigentliche Vorteil liegt im Arbeitsablauf:

Artikel auswählen → Vorlage auswählen → Anzahl eingeben → Druckliste zusammenstellen → gemeinsam drucken

So können beispielsweise 40 Regaletiketten, 15 kleine Preisetiketten und mehrere A4-Angebotsschilder in Ruhe vorbereitet werden, bevor der gesamte Druckauftrag gestartet wird.

Direkte Verbindung zu BlitzKasse Core

Die wichtigste Integration von BlitzLABEL ist die Verbindung zu kompatibler Kassensoftware auf Basis von BlitzKasse Core. Artikeldaten, die bereits in der Kasse gepflegt wurden, müssen dadurch nicht noch einmal angelegt werden.

BlitzLABEL kann unter anderem mit folgenden Informationen arbeiten:

  • Artikelnummer
  • Artikelbezeichnung
  • Verkaufspreis brutto und netto
  • Mehrwertsteuer
  • EAN / Barcode
  • Bestand
  • Warengruppe

Gerade bei größeren Artikelbeständen reduziert das doppelte Datenpflege und vermeidet unnötige Übertragungsfehler.

BlitzLABEL funktioniert auch ohne BlitzKasse

Die Verbindung zu BlitzKasse Core bleibt die zentrale Integration der Software. Wir haben aber immer wieder die Frage bekommen, ob BlitzLABEL auch verwendet werden kann, wenn im Betrieb eine andere Kasse oder überhaupt kein Kassensystem vorhanden ist.

Ja – BlitzLABEL kann auch eigenständig eingesetzt werden.

Im Hauptfenster stehen mehrere Datenwege direkt zur Verfügung:

Eigene Artikel · BlitzKasse API · JSON-Datei · Demo-Daten · CSV-Import

Eigene Artikel können direkt in BlitzLABEL angelegt, bearbeitet, dupliziert oder gelöscht werden. Damit eignet sich die Software auch für Unternehmen, die aktuell noch keine BlitzKasse einsetzen.

CSV statt jeden Artikel einzeln einzutippen

Für bereits vorhandene Artikellisten ist der CSV-Import besonders praktisch. Eine einfache Datei kann beispielsweise so aussehen:

Artikel-Nr.;Artikelbezeichnung;Warengruppe;EAN;Bestand;VK Brutto;MwSt.
1001;Mineralwasser 0,5 l;Getränke;4001234567890;24;1,49;19
1002;Kaffee Crema 1 kg;Lebensmittel;4012345678901;8;16,90;7
1003;USB-C Kabel 1 m;Zubehör;4023456789012;15;9,99;19

Dadurch kann BlitzLABEL auch als eigenständige Etikettendrucklösung verwendet werden, selbst wenn Artikeldaten bisher nur in Excel oder einer Warenliste vorliegen.

Muss man einen speziellen Etikettendrucker kaufen?

Nein. BlitzLABEL kann über Windows-Druckertreiber mit klassischen Etikettendruckern arbeiten, beispielsweise Geräten von Zebra, Bixolon, Brother oder Godex.

Kleine Etiketten können aber ebenso über Laser- oder Tintenstrahldrucker auf A4-Etikettenbogen ausgegeben werden.

  • linker und oberer Rand
  • horizontaler und vertikaler Abstand
  • Anzahl Spalten und Zeilen
  • Etikettenbreite und Etikettenhöhe
  • Startposition auf bereits teilweise verwendeten Etikettenbogen

Ein Druckauftrag, mehrere Drucker

In vielen Geschäften gibt es nicht nur einen Drucker. Kleine Warenetiketten gehen vielleicht an einen Etikettendrucker, schwarzweiße Angebotsschilder an einen Laserdrucker und farbige Aktionen an einen Tintenstrahldrucker.

Deshalb kann in BlitzLABEL für eine Vorlage ein empfohlener Drucker hinterlegt werden. Ist kein Drucker zugeordnet, wird der Windows-Standarddrucker verwendet.

EAN-13, Code 39, PDF417 und QR-Code

  • EAN-13
  • Code 39 / BAR39
  • PDF417
  • QR-Code

Als Datenquelle können beispielsweise EAN, Artikelnummer, Artikelbezeichnung oder freier Inhalt verwendet werden. QR- und PDF417-Codes können auch eigene Texte oder URLs enthalten.

Vom 56 × 25 mm Etikett bis zum A4-Angebot

BlitzLABEL bringt unter anderem Vorlagen bzw. Formate für 56 × 25 mm sowie Regaletiketten mit 70 × 38, 80 × 38 und 100 × 38 mm mit.

Für größere Preis- und Aktionsschilder stehen A4, A5, A6, Folio sowie B4 und B5 JIS zur Verfügung. Damit kann dieselbe Artikeldatenquelle sowohl ein kleines Produktetikett als auch ein großes Angebotsschild versorgen.

Eigene Vorlagen im visuellen Designer

Im integrierten Designer lassen sich eigene Vorlagen erstellen und bestehende Vorlagen anpassen. Artikelbezeichnung, Preis, Artikelnummer, EAN, Barcode, Bestand, Warengruppe und freie Texte können positioniert und gestaltet werden.

Vor dem eigentlichen Druck kann eine Vorschau angezeigt und ein einzelner Testdruck ausgegeben werden.

Für wen ist BlitzLABEL interessant?

Typische Einsatzbereiche sind Einzelhandel, Kiosk, Lebensmittelhandel, Getränkemarkt, Lagerverkauf, Fachhandel, Baumarkt, Bäckerei, Metzgerei oder Gastronomie – überall dort, wo Artikel ausgezeichnet, Regale beschriftet oder regelmäßig Preise geändert werden.

30 Tage ausprobieren

BlitzLABEL kann 30 Tage kostenlos getestet werden. Damit lässt sich ohne Zeitdruck prüfen, ob die eigenen Drucker, Etikettenformate und Artikeldaten zum gewünschten Arbeitsablauf passen.

Weitere Informationen zu BlitzLABEL:
https://www.blitzkasse.de/blitzlabel/      DOWNLOAD

Trinkgeld per Karte: Warum die Trinkgeldfunktion eigentlich in die Kasse gehört

# BlitzKasse Blog – Trinkgeld per Karte

 

 

 


Trinkgeld per Karte: Warum die Trinkgeldfunktion eigentlich in die Kasse gehört

Bargeld verschwindet zunehmend aus vielen Bezahlvorgängen. Damit verändert sich
auch etwas so Alltägliches wie das Trinkgeld. Was früher mit einem
„Stimmt so“ erledigt war, muss bei Kartenzahlung technisch verarbeitet werden.
Dabei stellt sich eine wichtige Frage:
Muss das EC-Terminal das Trinkgeld verwalten – oder ist die Kassensoftware dafür eigentlich der bessere Ort?

Bar oder Karte: Der Gast meint dasselbe – technisch ist es etwas anderes

Eine typische Situation:

Rechnungsbetrag
47,50 €Trinkgeld
2,50 €Gesamtzahlung
50,00 €

Bei Bargeld ist dieser Vorgang für Gast und Bedienung intuitiv.
Der Gast gibt 50 Euro und sagt „Stimmt so“.

Bei einer Kartenzahlung müssen dagegen zwei Informationen auseinandergehalten werden:
Der eigentliche Rechnungsbetrag beträgt 47,50 Euro.
Zusätzlich möchte der Gast freiwillig 2,50 Euro Trinkgeld geben.

Für die Zahlung ergibt sich trotzdem nur ein Gesamtbetrag:
50,00 Euro.

Muss das EC-Terminal eine Trinkgeldfunktion haben?

Viele moderne Kartenterminals können selbst nach Trinkgeld fragen.
Auf dem Bildschirm erscheinen dann beispielsweise Prozentwerte oder eine Möglichkeit,
einen eigenen Betrag einzugeben.

Diese Lösung ist bequem – solange das eingesetzte Terminal und die verwendete
Zahlungsintegration die benötigte Funktion unterstützen.

Allerdings können sich Funktionen je nach Terminal, Anbieter und technischer
Anbindung unterscheiden.

Warum sollte die Trinkgeldlogik vom EC-Terminal abhängen,
wenn die Kassensoftware den gesamten Geschäftsvorgang ohnehin schon kennt?

Ein Zahlungsterminal muss zunächst wissen, wie viel Geld bezahlt werden soll.

Die Kassensoftware kennt dagegen den Kontext:

  • den Rechnungsbetrag,
  • die gebuchten Positionen,
  • den aktuell angemeldeten Bediener,
  • die Zahlungsart,
  • den Beleg,
  • die Tagesauswertung
  • und weitere interne Auswertungen.

Genau deshalb kann es sinnvoll sein, die Trinkgeldlogik bereits in der Kasse
abzubilden und dem Zahlungsterminal anschließend nur noch den fertigen
Zahlbetrag zu übergeben.

Die Kasse rechnet – das Terminal kassiert

Rechnung
48,00 €Trinkgeld
5,00 €Zu bezahlen
53,00 €

Kennt das Kassensystem den Trinkgeldbetrag bereits, kann der technische Ablauf
sehr einfach aussehen:

Die Kasse weiß:
48,00 Euro Rechnung plus 5,00 Euro Trinkgeld.

Das angebundene EC-Terminal erhält – sofern die verwendete Schnittstelle diesen
Ablauf unterstützt – lediglich:
53,00 Euro bezahlen.

Die Aufgabenteilung:
Kassensoftware = Geschäftsvorgang, Trinkgeldlogik und Auswertung.
EC-Terminal = Durchführung der Zahlung.

Damit muss die eigentliche Trinkgeldfunktion nicht zwingend im
Zahlungsterminal selbst stecken.

Trinkgeld in Prozent oder als fester Betrag?

Auch bei der Auswahl gibt es unterschiedliche Gewohnheiten.

Variante 1: Prozentwerte

5 %
10 %
15 %
Kein Trinkgeld

Prozentwerte können besonders bei höheren Rechnungsbeträgen sinnvoll sein.

Variante 2: Feste Beträge

2 €
5 €
10 €
Kein Trinkgeld

In einem Café, Bistro oder Imbiss können feste Beträge dagegen übersichtlicher sein.

Entscheidend ist nicht, welche Variante allgemein „besser“ ist.
Entscheidend ist, dass ein Betrieb die für seinen Alltag passende Logik verwenden kann.

Wie kann eine Kassensoftware Trinkgeld technisch erfassen?

Eine Möglichkeit besteht darin, Trinkgeld innerhalb der Kassensoftware
technisch über einen speziellen internen Artikel mit variablem Betrag abzubilden.

Dieser Trinkgeldartikel muss nicht auf der normalen Artikelauswahl erscheinen.
Er kann intern einer eigenen Auswertungsgruppe zugeordnet werden.

Wählt der Gast beispielsweise 5 Euro Trinkgeld, ergänzt die Kasse den laufenden
Zahlungsvorgang um genau diesen Betrag.

Rechnung
48,00 €Trinkgeld
5,00 €Gesamt
53,00 €

Wichtig:
Ein „Artikel“ ist in diesem Zusammenhang zunächst eine technische Abbildung
innerhalb des Kassensystems. Daraus folgt nicht automatisch die steuerliche
Behandlung eines normalen Verkaufsartikels. Insbesondere Arbeitnehmer- und
Unternehmer-Trinkgeld müssen steuerlich unterschieden werden.

Trinkgeld kann auf dem Beleg nachvollziehbar dargestellt werden

Wird der Betrag innerhalb des Kassenvorgangs verarbeitet, kann der Beleg
Rechnung und Trinkgeld getrennt ausweisen.

Beispiel:

Speisen und Getränke: 48,00 €
Trinkgeld: 5,00 €


Gesamtzahlung: 53,00 €

Für den Kunden wird damit nachvollziehbar, warum der bezahlte Kartenbetrag
höher ist als der eigentliche Rechnungsbetrag.

Der große Vorteil: Trinkgeld wird innerhalb der Kasse auswertbar

Wenn die Trinkgeldinformation bereits im Kassensystem vorhanden ist,
kann sie auch für interne Auswertungen verwendet werden.

Wird Trinkgeld technisch einer eigenen internen Auswertungsgruppe zugeordnet,
kann im Tagesabschluss beispielsweise sichtbar gemacht werden,
welcher Trinkgeldbetrag insgesamt über das System erfasst wurde.

Beispiel einer internen Tagesauswertung:

Speisen: 3.482,40 €
Getränke: 1.965,70 €
Weitere Gruppen: 284,00 €
Erfasstes Trinkgeld: 247,50 €

Wichtig ist dabei die korrekte steuerliche und technische Zuordnung.
Eine interne Auswertungsgruppe bedeutet nicht automatisch,
dass Arbeitnehmer-Trinkgeld als steuerpflichtiger Warenumsatz behandelt werden darf.

Wie viel Trinkgeld wurde welchem Mitarbeiter zugeordnet?

Ein Kassensystem kennt im Normalfall noch eine weitere Information:
den angemeldeten Bediener.

Dadurch kann eine Software erfasste Trinkgeldbeträge technisch einem Mitarbeiter
beziehungsweise Bediener zuordnen.

Mitarbeiter A: 72,50 € Trinkgeld
Mitarbeiter B: 54,00 € Trinkgeld
Mitarbeiter C: 91,50 € Trinkgeld

Eine mitarbeiterbezogene X-Auswertung kann damit eine andere Frage beantworten
als der Tagesabschluss:

Tages-/Z-Auswertung:
Wie viel Trinkgeld wurde insgesamt über das System erfasst?
Mitarbeiter-/X-Auswertung:
Welcher Trinkgeldbetrag wurde welchem Bediener zugeordnet?

Arbeitnehmer-Trinkgeld und Unternehmer-Trinkgeld sind nicht dasselbe

Bei allen technischen Möglichkeiten darf eine grundlegende steuerliche
Unterscheidung nicht verloren gehen.

Nach § 3 Nr. 51 Einkommensteuergesetz können Trinkgelder für Arbeitnehmer
steuerfrei sein, wenn sie von Dritten freiwillig, ohne Rechtsanspruch und
zusätzlich zu dem Betrag gegeben werden, der für die Arbeitsleistung zu zahlen ist.

Das Bundesministerium der Finanzen stellt außerdem klar:
Trinkgeld an den Unternehmer ist Teil des Umsatzes und zu erfassen.

Arbeitnehmer-Trinkgeld muss dagegen grundsätzlich nicht über das Kassensystem
erfasst werden. Wird Arbeitnehmer-Trinkgeld in den Geldbestand der Kasse
aufgenommen, muss die Kassensturzfähigkeit technisch oder organisatorisch
sichergestellt bleiben.

Auch umsatzsteuerlich unterscheidet die Finanzverwaltung:
Freiwillige Trinkgelder an das Bedienungspersonal zählen grundsätzlich nicht
zum Entgelt des Unternehmers, während freiwillig an den Unternehmer gezahlte
Beträge unter den entsprechenden Voraussetzungen zum Entgelt gehören.

Für Kassensoftware bedeutet das:
Die technische Erfassung darf Arbeitnehmer- und Unternehmer-Trinkgeld nicht
einfach steuerlich gleich behandeln.

Trinkgeld, TSE und DSFinV-K: Die Aufzeichnung muss nachvollziehbar bleiben

Die Finanzverwaltung definiert für elektronische Aufzeichnungssysteme
Anforderungen an eine nachvollziehbare und prüfbare Kassenführung.

Die DSFinV-K beschreibt dabei die standardisierte Schnittstelle für den Export
von Kassendaten im Rahmen von Außenprüfungen und Kassen-Nachschauen.

Für eine Kassensoftware ist deshalb nicht nur wichtig, einen Trinkgeldbetrag
optisch anzeigen zu können.

Entscheidend ist auch, dass die tatsächliche Art des Vorgangs intern korrekt
behandelt und bei den steuerlich relevanten Daten nicht mit einem normalen
Warenumsatz verwechselt wird.

Bleibt noch eine Frage: Wer soll das Trinkgeld auswählen?

Selbst wenn die Trinkgeldlogik in der Kasse liegt, bleibt im Alltag häufig
derselbe Ablauf:

Der Mitarbeiter fragt den Gast:

„Möchten Sie Trinkgeld geben?“

Danach nennt der Gast einen Betrag und der Mitarbeiter übernimmt ihn in die Kasse.

Das funktioniert.

Aber vielleicht ist genau dieser Ablauf inzwischen nicht mehr notwendig.

Das Kundendisplay könnte mehr als nur anzeigen

Viele Kassensysteme verwenden bereits einen zweiten Bildschirm auf der Kundenseite.
Dort werden beispielsweise Artikel, Preise, der Gesamtbetrag, Informationen
oder Werbung angezeigt.

Ein Bildschirm mit Touchfunktion eröffnet eine weitere Möglichkeit:

Der Gast könnte seine Trinkgeldentscheidung selbst treffen.

5 %
10 %
15 %
Kein Trinkgeld

Oder – je nach Konfiguration:

2 €
5 €
10 €
Kein Trinkgeld

Die Bedienung müsste dann nicht mehr selbst nach einem Betrag fragen
und diesen anschließend eingeben.

Der Gast entscheidet direkt.
Die Kasse übernimmt das Ergebnis.

Und aus einem klassischen Kundendisplay würde damit langsam etwas anderes:
ein interaktiver Bildschirm zwischen Gast und Kassensystem.

Fazit: Nicht das Terminal sollte im Mittelpunkt stehen – sondern der Vorgang

Beim digitalen Trinkgeld wird häufig zuerst gefragt:

„Kann mein EC-Terminal Trinkgeld?“

Vielleicht ist das inzwischen die falsche Frage.

Denn die Kassensoftware kennt Rechnung, Mitarbeiter, Beleg, Zahlungsart
und Auswertungen bereits.

Wenn sie auch das Trinkgeld verwaltet, kann sie den gewünschten Gesamtbetrag
anschließend an ein angebundenes Zahlungsterminal übergeben,
sofern die jeweilige Schnittstelle dies unterstützt.

Gleichzeitig bleiben Rechnung und Trinkgeld innerhalb der Software unterscheidbar
und können für die dafür vorgesehenen Auswertungen genutzt werden.

Die bessere Frage lautet deshalb vielleicht:
„Kann meine Kasse Trinkgeld richtig?“

Häufige Fragen zu Trinkgeld und Kassensystemen

Muss ein EC-Terminal eine eigene Trinkgeldfunktion besitzen?

Nicht zwingend. Wenn die Kassensoftware das Trinkgeld berechnet und die
verwendete Zahlungsschnittstelle die Übergabe des Gesamtbetrags unterstützt,
kann das Terminal einfach den fertigen Zahlbetrag erhalten.

Kann Trinkgeld per Karte bezahlt werden?

Ja. Die Kasse kann Rechnungsbetrag und Trinkgeld zu einem Gesamtzahlbetrag
zusammenführen. Intern sollte weiterhin nachvollziehbar bleiben,
welcher Teil Rechnung und welcher Teil Trinkgeld ist.

Kann das Trinkgeld in Prozent berechnet werden?

Ja. Technisch kann eine Kassensoftware beispielsweise Prozentwerte wie
5 %, 10 % oder 15 % anbieten. Alternativ sind feste Beträge wie
2 €, 5 € oder 10 € möglich.

Kann Trinkgeld einem Mitarbeiter zugeordnet werden?

Technisch ja. Kennt das Kassensystem den angemeldeten Bediener,
können erfasste Trinkgeldbeträge mit diesem Bediener verknüpft und
in entsprechenden internen Auswertungen dargestellt werden.

Ist Arbeitnehmer-Trinkgeld steuerfrei?

Freiwilliges Trinkgeld an einen Arbeitnehmer kann nach § 3 Nr. 51 EStG
steuerfrei sein, wenn es von einem Dritten ohne Rechtsanspruch und zusätzlich
zur eigentlichen Vergütung für die Arbeitsleistung gegeben wird.

Ist Unternehmer-Trinkgeld ebenfalls steuerfrei?

Nein, es gelten andere Regeln. Das Bundesministerium der Finanzen stellt klar,
dass Trinkgeld an den Unternehmer Teil des Umsatzes und zu erfassen ist.
Auch umsatzsteuerlich muss zwischen freiwilligem Trinkgeld für Arbeitnehmer
und Zahlungen an den Unternehmer unterschieden werden.

Muss Arbeitnehmer-Trinkgeld in der Kasse erfasst werden?

Nach den Informationen des Bundesministeriums der Finanzen grundsätzlich nicht.
Wird Arbeitnehmer-Trinkgeld jedoch in den Geldbestand der Kasse aufgenommen,
muss die Kassensturzfähigkeit technisch oder organisatorisch gewährleistet sein.

Was könnte ein Touch-Kundendisplay beim Trinkgeld verbessern?

Der Gast könnte die Trinkgeldauswahl selbst vornehmen, beispielsweise über
Prozentwerte, feste Beträge oder „Kein Trinkgeld“. Der Mitarbeiter müsste
die Entscheidung dann nicht für den Gast eingeben.

Offizielle Grundlagen und weiterführende Informationen

Für die steuerlichen und kassentechnischen Aussagen dieses Beitrags wurden
insbesondere amtliche Quellen verwendet:

 

52 lustige Fragen aus dem Kassen-Support | Blitz!Kasse

52 Fragen aus dem Kassen-Support, bei denen selbst die Kasse kurz nachdenken musste

Kann man eine Kasse ohne Strom einschalten? Ist Bluetooth eigentlich Internet? Und warum verlangt das Kartenterminal eine PIN, obwohl der Kunde doch ein guter Mensch ist?

Wer lange genug Kassensysteme verkauft, installiert und betreut, sammelt irgendwann Geschichten, die in keinem Handbuch stehen.

Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Kassensoftware, Computern, Bondruckern, TSE, Kartenterminals, Netzwerken und allem, was irgendwie daran angeschlossen werden kann.

Und natürlich klingelt auch bei uns regelmäßig das Telefon.

Viele Fragen unserer Kunden sind vollkommen normal. Manche sind technisch anspruchsvoll. Andere sorgen dafür, dass ein Mitarbeiter der technischen Unterstützung für ein paar Sekunden schweigend auf seinen Bildschirm schaut.

Und irgendwann haben wir angefangen, einige dieser Fragen zu sammeln.

Natürlich ohne Namen, Firmen oder Telefonnummern. Einige Formulierungen wurden etwas verkürzt oder sinngemäß wiedergegeben.

Nicht, weil wir uns über unsere Kunden lustig machen wollen.

Na gut. Vielleicht ein kleines bisschen.

Aber vor allem deshalb, weil jeder Mensch, der schon einmal im technischen Support gearbeitet hat, weiß:

Solche Geschichten kann man sich kaum ausdenken. Die schreibt meistens das echte Leben.

1. Stromversorgung – eine häufig unterschätzte Technologie

1. „Die Kasse geht nicht an. Muss die eigentlich in der Steckdose sein?“

Es wäre zumindest empfehlenswert.

Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen einen erstaunlich deutlichen Zusammenhang zwischen „Stecker steckt in der Steckdose“ und „Kasse funktioniert“.

2. „Wo ist bei der Kasse die ON-Taste?“

Am Gerät.

Meistens dort, wo der Hersteller beschlossen hat, sie möglichst unauffällig vor der Menschheit zu verstecken.

3. „Warum ist der Bildschirm schwarz, wenn ich nichts mache?“

Möglicherweise genau deshalb.

Viele Geräte verfügen über einen Energiesparmodus. Die gute Nachricht: Der Bildschirm ist wahrscheinlich nicht kaputt. Die schlechte Nachricht: Man muss ihn eventuell berühren.

4. „Kann man die Kasse auch ohne Strom einschalten?“

Ja.

In Gedanken.

Für den praktischen Betrieb empfehlen wir weiterhin elektrischen Strom.

5. „Die Kasse ist von alleine ausgegangen. Ist das ein Virus?“

Nicht unbedingt. Denkbar wären auch:

  • Stromausfall,
  • ein lockeres Netzkabel,
  • ein defektes Netzteil,
  • ein Windows-Update,
  • der Energiesparmodus,
  • oder jemand hat die Kasse selbst ausgeschaltet.

Die letzte Möglichkeit wird bei einer Fehlersuche erstaunlich häufig erst sehr spät berücksichtigt.

6. „Kann ich die Kasse neu starten, ohne dass sie dabei ausgeht?“

Leider nein.

Das Konzept eines Neustarts besitzt einen kleinen technischen Nachteil:

Das Gerät startet neu.

7. „Warum verlangt die Kasse ein Passwort? Das ist doch meine Kasse.“

Genau deshalb.

Auch bei der eigenen Wohnung lautet das Sicherheitskonzept normalerweise nicht:

„Ist meine Wohnung. Deshalb brauche ich keine Haustür.“

8. „Kann man das Passwort für immer entfernen?“

Technisch ist vieles möglich.

Interessanterweise folgt auf diese Frage einige Monate später manchmal:

„Wie konnte denn jemand in meine Kasse kommen?“

9. „Die Kasse zeigt eine Fehlermeldung. Ist das schlimm?“

Das hängt davon ab, was dort steht.

Bei:

„Papier leer“

besteht normalerweise kein Grund, Windows neu zu installieren.

10. „Kann ich weiterarbeiten, obwohl alles eingefroren ist?“

Natürlich.

Zum Beispiel im Lager.

Mit der eingefrorenen Anwendung eher nicht.

2. WLAN, Netzwerk und andere unsichtbare Kräfte

Internet hat für viele Menschen eine bemerkenswerte Eigenschaft:

Es ist einfach irgendwo da.

Das funktioniert wunderbar – bis eine Kasse angeschlossen werden soll.

11. „Die Kasse sagt: Kein Netzwerk. Aber auf meinem Handy habe ich WLAN.“

Das freut uns für das Handy.

Jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass auch die Kasse dieses WLAN kennt.

12. „Kann die Kasse ohne Internet arbeiten, aber trotzdem alles ins Internet übertragen?“

Das wäre äußerst praktisch.

Leider haben Daten weiterhin die unangenehme Eigenschaft, für eine Übertragung irgendeine Form von Verbindung zu benötigen.

13. „Internet ist da. Das Kabel ist aber nicht angeschlossen. Warum funktioniert es nicht?“

Internet irgendwo im Gebäude und Internet auf einem bestimmten Gerät sind zwei verschiedene Dinge.

Internet verteilt sich leider nicht wie der Geruch von Kaffee automatisch durch den Raum.

14. „Kann ich Internet vom Handy an die Kasse weitergeben?“

Hier kommt tatsächlich einmal eine gute Nachricht:

Ja.

Über einen mobilen Hotspot kann das – abhängig vom Gerät und der Konfiguration – durchaus funktionieren.

15. „Ist Bluetooth eigentlich auch Internet?“

Nein.

Bluetooth ist Bluetooth. WLAN ist WLAN.

Aber beides ist unsichtbar.

Daher können wir die Verwechslungsgefahr zumindest verstehen.

16. „Wo kann ich ein LAN-Kabel oder einen WLAN-Stick kaufen?“

Im Computerladen.

Im Elektronikmarkt.

Oder im Internet.

Manchmal sind technische Probleme erfreulich einfach zu lösen.

17. „Kann ich die Kasse mit dem WLAN vom Nachbarn verbinden?“

Technisch möglicherweise.

Wir würden allerdings empfehlen, vorher den Nachbarn zu fragen.

Für ein geschäftlich genutztes Kassensystem ist ein eigenes und kontrolliertes Netzwerk ohnehin die wesentlich bessere Idee.

18. „Auf dem Bildschirm steht eine IP-Adresse. Ist das meine Ammyy-ID?“

Nein.

Aber wir verstehen die Theorie.

Es sind schließlich beides Zahlen.

19. „Wird das Internet schneller, wenn ich alle Fenster schließe?“

Wenn Browserfenster gemeint sind:

Vielleicht.

Wenn die Fenster des Restaurants gemeint sind:

Eher nicht.

20. „Wenn ich nachts den Router ausschalte, sind morgens meine Daten weg?“

Normalerweise nicht.

Aber eine Sache ist dann tatsächlich weg:

das Internet.

Und am nächsten Morgen beginnt das Gespräch möglicherweise wieder bei Frage Nummer 11.

3. Kartenterminals und die geheimnisvolle Reise des Geldes

Für den Kunden sieht eine Kartenzahlung einfach aus:

Karte dranhalten. Piep. Fertig.

Zwischen diesem Piepton und dem eigenen Bankkonto befinden sich allerdings noch Banken, Zahlungsdienstleister, Netzwerke und Transaktionssysteme.

Und damit beginnt das nächste Abenteuer.

21. „Der Kunde hat die Karte drangehalten. Warum ist das Geld nicht sofort auf meinem Konto?“

Weil zwischen dem Piepton am Terminal und der Gutschrift auf dem Konto noch einige technische und bankseitige Prozesse stattfinden.

Das Kartenterminal spuckt leider keine Geldscheine aus.

Wir haben nachgesehen.

22. „Kann man mit einem Foto von der Bankkarte bezahlen?“

Nein.

Ein Foto eines 50-Euro-Scheins funktioniert als Bargeld übrigens ebenfalls eher schlecht.

23. „Der Kunde sagt: Ich habe überwiesen. Kann ich das als bezahlt buchen?“

Der Satz:

„Ich habe überwiesen.“

ist noch keine technische Zahlungsbestätigung.

Bei Zahlungen sollte klar sein, welche Zahlungsart tatsächlich verwendet wurde und ob die Zahlung tatsächlich erfolgt ist.

24. „Kann man Bargeld über das Kartenterminal bezahlen?“

Man kann einen Geldschein auf das Terminal legen.

Elektronischer wird die Zahlung dadurch allerdings nicht.

25. „Warum verlangt das Terminal eine PIN? Der Kunde ist doch ein guter Mensch.“

Einer unserer Favoriten.

Vielleicht führen Banken irgendwann eine neue Sicherheitsmethode ein:

Vertrauensprüfung aufgrund persönlicher Sympathie.

Bis dahin kann das Terminal weiterhin eine PIN verlangen.

26. „Kann ich eine Kartenzahlung stornieren, wenn der Kunde schon weg ist?“

Je nach Zahlungsdienstleister, Terminal und Status der Transaktion können Storno oder Rückerstattung möglich sein.

Man sollte jedoch sehr genau wissen:

  • welche Zahlung,
  • welcher Betrag,
  • welcher Kunde,
  • und warum die Zahlung zurückgesetzt werden soll.

Bei Geld wird aus Comedy relativ schnell Buchhaltung.

27. „Kommt das Geld bei einer Rückzahlung automatisch sofort wieder beim Kunden an?“

Nicht zwingend sofort.

Die Verarbeitung hängt unter anderem vom Zahlungsdienstleister und der Bank ab.

Geld gehört außerdem zu den Dingen, die sich erstaunlich selten freiwillig beeilen.

28. „Kann der Kunde morgen bezahlen, aber ich mache den Beleg schon heute?“

Ab diesem Punkt verlassen wir langsam den Bereich Comedy.

Geschäftsvorgänge sollten so erfasst werden, wie sie tatsächlich stattfinden.

29. „Das Kartenterminal piept. Ist es böse?“

Normalerweise nicht.

Nach der sechsten falsch eingesteckten Karte möchten wir eine gewisse emotionale Reaktion des Geräts allerdings nicht vollständig ausschließen.

30. „Wenn ich die Karte zweimal dranhalte, wird dann zweimal abgebucht?“

Nicht einfach nur deshalb.

Für eine zweite Belastung ist normalerweise auch eine zweite Zahlungstransaktion notwendig.

Das Terminal denkt nicht selbstständig:

„Ah, die Karte ist wieder da. Nehmen wir einfach nochmal 38,50 Euro.“

4. Bondrucker – ein Gerät mit eigentlich nur einer Aufgabe

Ein Bondrucker hat einen beneidenswert einfachen Beruf:

Er soll Bons drucken.

Trotzdem gehören Drucker regelmäßig zu den spannendsten Geräten im technischen Support.

31. „Der Bon kommt nicht raus. Kann es sein, dass er alle ist?“

Der Bon selbst eher nicht.

Die Papierrolle vielleicht.

32. „Wie herum kommt die Papierrolle rein?“

Eine der ewigen Fragen.

Bei Thermopapier gibt es eine beschichtete Seite. Liegt die falsche Seite am Druckkopf, erscheint auf dem Papier häufig:

nichts.

Das ist gleichzeitig Fehlerdiagnose und Lernprozess.

33. „Kann man einen Bon drucken, wenn man gar keinen Drucker hat?“

Einen digitalen Beleg kann man selbstverständlich erstellen.

Wenn etwas tatsächlich auf Papier gedruckt werden soll, verbessert ein vorhandener Drucker die Erfolgsaussichten allerdings erheblich.

34. „Der Kunde hat den Bon nicht genommen. Kann ich die Buchung deshalb löschen?“

Nein.

Ob ein Kunde den Papierbeleg mitnimmt, entscheidet nicht darüber, ob ein Verkauf stattgefunden hat.

Sonst wäre Buchhaltung ausgesprochen einfach:

Kunde lässt Bon liegen. Umsatz verschwunden.

Das Finanzamt dürfte dieses Verfahren weniger überzeugend finden.

35. „Kann man einen Bon nachträglich auf gestern datieren?“

Bei dieser Frage wird die Stimme unseres Supports normalerweise etwas ernster.

Eine Kasse ist keine Zeitmaschine.

36. „Kann man die Mehrwertsteuer aus dem Bon entfernen, ohne dass das Finanzamt es merkt?“

Nein.

Wir bieten auch kein Zusatzmodul mit dem Namen

„Finanzamt bitte wegschauen“

an.

37. „Der Bon ist zu lang. Kann man ihn kürzer machen, aber trotzdem alles drauflassen?“

Das Bonlayout lässt sich natürlich bis zu einem gewissen Grad optimieren.

Informationen benötigen allerdings Platz.

Auch eine 80-m²-Wohnung lässt sich schwer auf 25 m² verkleinern, ohne dass irgendwo etwas fehlt.

38. „Kann ich einen Bon drucken, obwohl überhaupt nichts verkauft wurde?“

Es gibt Testdrucke, Kopien und unterschiedliche Belegarten.

Eine erfundene Verkaufstransaktion ist allerdings etwas völlig anderes.

Und spätestens hier wird unser lustiger Blogartikel wieder ziemlich ernst.

39. „Während des Verkaufs ist das Papier ausgegangen. Zählt der Verkauf trotzdem?“

Ja.

Eine gespeicherte Kassentransaktion verschwindet nicht automatisch aus der Datenbank, nur weil dem Bondrucker das Papier ausgegangen ist.

Die letzten Zentimeter Thermopapier entscheiden nicht über die Existenz eines Geschäftsvorgangs.

40. „Kann ich einen Papierbon per E-Mail verschicken?“

Das Papier selbst lässt sich nur schwer durch das Internet schieben.

Einen digitalen Beleg dagegen schon.

Genau deshalb gibt es digitale Bonlösungen.

5. Artikelverwaltung – wenn die Kasse Gedanken lesen soll

Eine moderne Kassensoftware kann sehr viel:

  • Artikel verwalten,
  • Preise berechnen,
  • Warengruppen organisieren,
  • Rabatte anwenden,
  • Umsätze auswerten.

Was sie weiterhin nur eingeschränkt kann:

Gedanken lesen.

41. „Ich habe einen Artikel gelöscht. Wie bekomme ich ihn zurück, wenn ich keine Datensicherung habe?“

Genau für solche Momente wurde die Datensicherung erfunden.

Leider gehört ein Backup zu den Erfindungen, deren Bedeutung viele Menschen erst dann erkennen, wenn sie es gebraucht hätten.

42. „Kann ich einen Artikel mit einem negativen Preis verkaufen?“

Mathematisch ist das durchaus interessant.

Bei minus 10 Euro bezahlt dann allerdings nicht der Kunde Sie.

Sie bezahlen den Kunden.

Ein ungewöhnliches Geschäftsmodell.

43. „Warum kann ich den Artikel nicht verkaufen? Der Preis ist 0 Euro.“

Manche Kassensysteme vertreten tatsächlich die erstaunlich konservative Auffassung, dass ein verkaufter Artikel einen Preis besitzen sollte.

44. „Kann ich etwas verkaufen, das gar nicht in der Artikelliste steht?“

Ja.

Dafür gibt es eine ausgesprochen wirkungsvolle Methode:

Den Artikel vorher anlegen.

Diese revolutionäre Funktion nennt sich Artikelverwaltung.

45. „Warum verändert das Produktfoto nicht den Geschmack?“

Wir arbeiten noch an der technischen Schnittstelle zwischen JPEG-Dateien und menschlichen Geschmacksrezeptoren.

Der Entwicklungsstand ist derzeit überschaubar.

46. „Kann die Kasse automatisch erkennen, welchen Artikel ich verkaufen möchte?“

Kamerasysteme und künstliche Intelligenz entwickeln sich tatsächlich in diese Richtung.

In vielen Betrieben funktioniert allerdings weiterhin eine überraschend effiziente Technologie:

Auf die richtige Artikeltaste drücken.

47. „Ich habe den Artikelnamen geändert. Wissen die Kunden noch, wie er vorher hieß?“

Die Kassensoftware kann Daten speichern.

Für das Gedächtnis Ihrer Kunden können wir leider keinen technischen Support anbieten.

48. „Kann ich einen Artikel vor dem Finanzamt verstecken, aber trotzdem verkaufen?“

Nein.

Das ist weder Zweck noch Aufgabe einer ordnungsgemäßen Kassensoftware.

Und falls jemand tatsächlich so etwas vorhaben sollte, wäre die Hotline des Kassenherstellers vermutlich ohnehin ein ziemlich ungewöhnlicher Ort, um danach zu fragen.

49. „Wenn ich alle Artikel lösche, läuft die Kasse dann schneller?“

Möglicherweise.

Auch der Verkauf dürfte danach ausgesprochen schnell beendet sein.

Es gibt schließlich nichts mehr zu verkaufen.

6. Der Endgegner: TSE

Wer in Deutschland ein elektronisches Kassensystem betreibt, begegnet früher oder später drei Buchstaben:

TSE.

Und spätestens dann beginnt die nächste Runde.

50. „Warum ist das alles so teuer?“

Ein Klassiker.

Diese Frage hören wir bei:

  • Kassensoftware,
  • Hardware,
  • Bondruckern,
  • Kartenterminals,
  • TSE,
  • Einrichtung,
  • Reparaturen,
  • Ersatzteilen,
  • Technikereinsätzen,
  • und gelegentlich sogar bei einem Netzwerkkabel.

Besonders schön klingt die Frage unmittelbar nach:

„Können Sie beim Preis noch etwas machen?“

51. „Wozu brauche ich überhaupt diese TSE?“

Die Technische Sicherheitseinrichtung, kurz TSE, dient dazu, die Aufzeichnungen eines Kassensystems technisch abzusichern.

Vereinfacht gesagt sollen Kassenvorgänge nachvollziehbar und gegen nachträgliche Manipulation geschützt dokumentiert werden.

Die TSE wurde also nicht vom Kassenhersteller erfunden, damit ein freier USB-Anschluss endlich belegt ist.

52. „Kann ich die TSE nach dem Start der Kasse wieder herausziehen?“

Physisch?

Natürlich.

Ein USB-Gerät kann man herausziehen.

Die wesentlich interessantere Frage lautet:

Warum sollte man das tun?

Das erinnert ein wenig an:

„Das Auto läuft jetzt. Kann ich den Motor wieder ausbauen?“

An diesem Punkt macht ein erfahrener Supportmitarbeiter meistens eine kurze Pause.

Schaut vielleicht einmal aus dem Fenster.

Und sagt anschließend möglichst ruhig:

„Nein. Lassen Sie die TSE bitte dort, wo sie ist.“

Sind das wirklich echte Fragen?

Ja – beziehungsweise sinngemäß.

Viele dieser Situationen stammen aus unserer langjährigen Arbeit mit Kassensystemen, technischer Unterstützung und Kundenbetreuung. Manche Formulierungen wurden für diesen Beitrag gekürzt oder etwas zugespitzt.

Aber man sollte dabei eines nicht vergessen:

Was für einen Techniker selbstverständlich ist, muss für einen Gastronomen, Händler, Friseur oder Existenzgründer noch lange nicht selbstverständlich sein.

Ein Koch würde vermutlich ebenfalls lachen, wenn einer unserer Techniker ihn fragt:

„Kann ich das Steak schneller braten, wenn ich den Herd zweimal einschalte?“

Ein Elektriker dürfte bei manchen unserer Fragen zur Hauselektrik wahrscheinlich ebenfalls kurz schweigen.

Jeder hat eben sein eigenes Fachgebiet.

Der wahrscheinlich bekannteste Satz im technischen Support

Nach vielen Jahren gibt es allerdings einen Satz, den praktisch jeder Techniker kennt:

„Ich habe nichts gemacht.“

Kurze Pause.

Dann folgt:

„Also … außer dass ich vorher da irgendwas gedrückt habe.“

Deshalb beginnt eine professionelle Fehlersuche oft nicht mit komplizierter Programmierung.

Sondern mit sehr einfachen Fragen:

  • Ist das Gerät eingeschaltet?
  • Steckt das Kabel?
  • Ist Papier im Drucker?
  • Besteht eine Netzwerkverbindung?
  • Was steht genau in der Fehlermeldung?
  • Was wurde unmittelbar davor gemacht?

Erstaunlich oft findet sich die Lösung genau dort.

Technik darf kompliziert sein. Die Bedienung sollte es nicht sein.

Genau deshalb versuchen wir bei Blitz!Kasse, Kassensysteme so aufzubauen, dass der tägliche Betrieb möglichst einfach bleibt.

Ein Gastronom sollte sich um seine Gäste kümmern.

Ein Händler um seine Kunden.

Ein Friseur um seine Termine.

Und niemand sollte Netzwerkadministrator werden müssen, nur weil er morgens seine Kasse einschalten möchte.

Falls trotzdem einmal etwas nicht funktioniert, helfen erstaunlich oft ein paar einfache Regeln:

  • Nicht sofort alles löschen.
  • Nicht als Erstes Windows neu installieren.
  • Nicht gleichzeitig alle Kabel herausziehen.
  • Erst einmal lesen, was auf dem Bildschirm steht.

Denn manchmal lautet die Lösung tatsächlich nur:

„Bitte Papier einlegen.“

Fortsetzung folgt

Wir würden an dieser Stelle gerne schreiben:

„Das waren die ungewöhnlichsten Fragen, die wir je gehört haben.“

Aber das wäre vermutlich gelogen.

Denn irgendwo klingelt wahrscheinlich gerade schon wieder ein Telefon.

Und vielleicht lautet die nächste Frage:

„Wenn ich den Bondrucker ausschalte, spart er dann auch Papier?“

Wir führen die Liste weiter.

Blitz!Kasse® – Kassensysteme für Gastronomie, Handel und Dienstleistung.

Hinweis: Dieser Beitrag ist humoristisch gemeint. Die beschriebenen Situationen wurden anonymisiert, zusammengefasst und teilweise sprachlich zugespitzt. Niemand soll damit bloßgestellt werden. Selbstverständlich beantworten wir auch Fragen, deren Antwort für einen Techniker möglicherweise selbstverständlich erscheint.

„`

Z-Bericht von Mittwoch bis Mittwoch: Warum der Zeitraum im Tagesabschluss richtig sein kann

Heute ist uns wieder eine dieser Supportfragen auf den Tisch gekommen, aus denen am Ende ein ganzer Blogartikel wird.

Ein Kunde schrieb uns sinngemäß:

„Ich habe nur mittwochs geöffnet. Trotzdem zeigt meine Tagesabschlussliste beim Z-Abschluss einen Zeitraum von einem Mittwoch bis zum nächsten Mittwoch. Mein Steuerberater sagt, der Geschäftstag müsse am Mittwoch beginnen und am selben Mittwoch enden. Welche Einstellung muss geändert werden?“

Die Frage ist absolut nachvollziehbar.

Denn wenn man in einer Liste „Mittwoch – Mittwoch“ liest, kann schnell der Eindruck entstehen, die Kasse hätte daraus eine ganze Geschäftswoche gemacht.

Genau das passiert aber nicht.

Die kurze Antwort zuerst

Der angezeigte Zeitraum beschreibt nicht die Öffnungszeiten des Restaurants. Er dokumentiert die Verbindung zwischen zwei Kassenabschlüssen und die fortlaufende Belegkette.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Ein Z-Abschluss ist nicht einfach nur ein Blatt Papier mit dem Umsatz eines Tages.

Er ist Teil einer nachvollziehbaren Kette von Kassenabschlüssen und Vorgängen.

Genau deshalb interessieren bei einer Prüfung nicht nur die Summen, sondern auch die Frage:

Lassen sich die Kassenabschlüsse und die darin enthaltenen Vorgänge vollständig und nachvollziehbar aufeinander beziehen?

Ein Beispiel mit ganz einfachen Zahlen

Nehmen wir an, ein Betrieb erstellt am 04.08.2026 seinen Z-Abschluss Nr. 100.

Der letzte Vorgang dieses Abschlusses trägt beispielsweise die BON_ID 455.

Z 100
04.08.2026Der Kassenabschluss endet mit dem letzten zugeordneten Vorgang: BON_ID 455.
Ruhetage
Der Betrieb ist geschlossen. Es finden keine Verkäufe statt und es entstehen keine neuen Kassenvorgänge.
Nächster Mittwoch
Der Betrieb öffnet wieder. Die Kasse setzt die Vorgangskette fort. Nach dem vorherigen Vorgang 455 folgt beispielsweise BON_ID 456.
Z 101
Am Ende des neuen Geschäftstages wird der nächste Kassenabschluss erstellt. Angenommen, an diesem Tag wurden die Vorgänge 456 bis 567 erfasst. Dann endet Z 101 mit BON_ID 567.
Danach
Der nächste neue Vorgang setzt die Kette entsprechend fort, beispielsweise mit BON_ID 568.

Genau diese Verkettung ist der entscheidende Punkt.

Warum gibt es überhaupt Z_START_ID und Z_ENDE_ID?

In der DSFinV-K werden für einen Kassenabschluss unter anderem die Grenzen des Abschlusses beschrieben.

Vereinfacht gesagt:

  • Z_START_ID verweist auf die BON_ID des ersten Vorgangs des Kassenabschlusses
  • Z_ENDE_ID verweist auf die BON_ID des letzten Vorgangs des Kassenabschlusses
  • Z_NR kennzeichnet den Kassenabschluss selbst
  • BON_ID kennzeichnet die einzelnen Vorgänge fortlaufend und eindeutig

Damit lässt sich später nachvollziehen, welche Vorgänge zu welchem Kassenabschluss gehören.

Z-Abschluss 100

endet mit BON_ID 455

Z-Abschluss 101

beginnt mit dem nächsten Vorgang und umfasst beispielsweise BON_ID 456 bis 567

Die Finanzverwaltung kann dadurch die Kassenabschlüsse nicht nur als einzelne Summen betrachten, sondern auch prüfen, ob die dazugehörigen Vorgänge nachvollziehbar aufeinander folgen.

Und genau deshalb steht dort ein Von-bis-Zeitraum

Jetzt kommen wir zurück zur eigentlichen Kundenfrage.

Der Kunde schließt seine Kasse am Mittwoch ab.

Danach bleibt sein Restaurant mehrere Tage geschlossen.

Erst am nächsten Mittwoch arbeitet er wieder mit der Kasse und erstellt anschließend den nächsten Z-Abschluss.

Die Tagesabschlussliste kann deshalb als technischen Zeitraum anzeigen:

vorheriger Z-Abschluss → aktueller Z-Abschluss

also beispielsweise:

04.08.2026 → 11.08.2026

Das bedeutet nicht:

„Das Restaurant war vom 04.08. bis 11.08. durchgehend geöffnet.“

Und es bedeutet auch nicht:

„Sieben Geschäftstage wurden zu einem einzigen Geschäftstag zusammengefasst.“

Es bedeutet:

Der aktuelle Abschluss knüpft technisch an den vorherigen Abschluss an. Dazwischen liegt die fortlaufende Kassen- und Vorgangskette.

Ruhetage verschwinden dabei nicht – sie haben einfach keine Vorgänge

Wenn das Restaurant Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag geschlossen ist, entstehen an diesen Tagen keine Verkäufe.

Also gibt es in der Kasse auch keine zusätzlichen Verkaufsbelege, die irgendwie versteckt oder zusammengefasst werden müssten.

Der nächste reale Kassenvorgang entsteht erst dann, wenn der Betrieb wieder öffnet.

Genau deshalb ist eine zeitliche Lücke zwischen zwei Abschlüssen etwas völlig anderes als eine Lücke in der Datenkette.

Zeitliche Lücke

Der Betrieb war mehrere Tage geschlossen. Zwischen zwei Z-Abschlüssen liegen deshalb mehrere Kalendertage. Das ist zunächst kein fehlender Kassenvorgang.

Datenlücke

Ein Vorgang oder Abschluss fehlt, obwohl nach der Nummerierung oder den übrigen Daten etwas vorhanden sein müsste. Das wäre eine ganz andere Situation.

Die Z-Nummer ist ebenfalls Teil dieser Kette

Auch die Kassenabschlüsse selbst besitzen eine Z_NR.

Diese Kassenabschlussnummer ist nach der DSFinV-K aufsteigend, fortlaufend und nicht zurücksetzbar.

Kassenabschluss erster Vorgang letzter Vorgang danach
Z 100 z. B. BON_ID 400 BON_ID 455 nächster Vorgang folgt danach
Z 101 BON_ID 456 BON_ID 567 nächster Vorgang folgt danach
Z 102 BON_ID 568

Für den Prüfer entsteht dadurch ein nachvollziehbares Gesamtbild.

DSFinV-K denkt nicht in „Mittwoch muss Mittwoch enden“

Ein weiterer Punkt ist wichtig.

Die DSFinV-K sieht ausdrücklich vor, dass ein Kassenabschluss einmal am Tag, mehrmals am Tag oder auch kalendertagübergreifend erstellt werden kann.

Das ist in der Gastronomie auch logisch.

Eine Bar kann beispielsweise Freitagabend öffnen und erst Samstagmorgen schließen.

Deshalb kann die technische Logik eines Kassensystems nicht einfach lauten:

„Jeder Z-Abschluss muss zwingend innerhalb desselben Kalendertages von 00:00 bis 23:59 liegen.“

So ist die DSFinV-K nicht aufgebaut.

Warum wir diese Information in BlitzKasse sichtbar machen

Jetzt kommen wir zur eigentlichen Antwort auf: „Warum zeigt BlitzKasse das überhaupt so an?“

Weil wir die Verbindung der Abschlüsse nicht verstecken möchten.

Die Tagesabschlussliste soll erkennen lassen, wo der vorherige Kassenabschluss endete und wo der nächste Abschluss in der zeitlichen Folge steht.

Zusammen mit den Abschlussnummern und den zugeordneten Vorgängen entsteht daraus die nachvollziehbare Kette.

Das Von-bis-Datum ist kein Öffnungszeitenkalender. Es ist eine technische Orientierung innerhalb der Abschlusskette.

Was müsste ein Betrieb tun, der nur mittwochs geöffnet hat?

Eigentlich nichts Besonderes.

  • Mittwoch öffnen
  • alle Kassenvorgänge normal erfassen
  • nach Geschäftsschluss den Z-Abschluss erstellen
  • während der Ruhetage keine künstlichen Verkäufe erzeugen
  • am nächsten Öffnungstag normal weiterarbeiten
  • nach diesem Geschäftstag den nächsten Z-Abschluss erstellen

Wenn der Betrieb geschlossen ist, ist er geschlossen.

Die Tatsache, dass zwischen zwei Abschlüssen mehrere Kalendertage liegen, macht aus diesen Ruhetagen keine Geschäftstage.

Und wenn der Steuerberater trotzdem eine andere Darstellung möchte?

Natürlich kann ein Steuerberater eine Frage stellen oder eine bestimmte Darstellung wünschen.

Dann sollte aber zuerst geklärt werden, welche konkrete Vorschrift eine Änderung erfordern soll.

Denn zwischen „mir gefällt die Darstellung nicht“ und „diese Darstellung verstößt gegen eine konkrete Vorgabe“ besteht ein erheblicher Unterschied.

Wenn für einen einzelnen Betrieb eine abweichende Sonderdarstellung verlangt wird, sollte diese Anforderung schriftlich und konkret beschrieben werden. Wir können anschließend prüfen, ob eine solche Anpassung technisch und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben überhaupt möglich ist.

Was bei einer Prüfung wirklich wichtig ist

Am Ende geht es nicht darum, ob eine Liste optisch genau so aussieht, wie man sie sich persönlich vorgestellt hat.

Wichtig ist die Nachvollziehbarkeit der aufgezeichneten Kassendaten.

  • eindeutige und fortgeführte Vorgangskennzeichnungen
  • nachvollziehbare Zuordnung der Vorgänge zu Kassenabschlüssen
  • fortlaufende Z-Abschlussnummern
  • Erkennbarkeit von Beginn und Ende eines Kassenabschlusses
  • vollständige Aufbewahrung der Kassendaten
  • DSFinV-K-Export für die Prüfung

Die DSFinV-K ist genau dafür da: Kassendaten aus unterschiedlichen elektronischen Aufzeichnungssystemen in einer einheitlichen Struktur für Außenprüfungen und Kassen-Nachschauen bereitzustellen.

Warum diese Darstellung richtig ist

Der Kunde hatte mit seiner Frage völlig recht: Auf den ersten Blick sieht „Mittwoch bis Mittwoch“ tatsächlich nach einer ganzen Woche aus.

Das Missverständnis entsteht nur deshalb, weil hier zwei Dinge miteinander verwechselt werden:

Öffnungszeiten des Betriebs und technische Grenzen einer Kassenabschlusskette.

Ein Restaurant kann sechs Tage geschlossen sein. Die Datenkette der Kasse bleibt trotzdem bestehen.

Und genau darum geht es:

Z 100 endet mit einem bestimmten Vorgang. Z 101 setzt danach nachvollziehbar fort. Dazwischen darf kein Kassenvorgang einfach verschwinden.

Wenn man das einmal verstanden hat, sieht die Anzeige „Mittwoch – Mittwoch“ plötzlich gar nicht mehr so merkwürdig aus.


Gastronomie – Ein Blick von der Seite: Muss wirklich alles auf die Speisekarte?

Artikel 3 · Nun haben wir sie also „geboren“ … unsere nächste Artikelidee.

Und ehrlich gesagt haben wir über dieses Thema länger gesprochen als gedacht.

Denn wenn man uns heute fragen würde: „Was gehört eigentlich zu den wichtigsten Entscheidungen, bevor ein Gastronomiebetrieb eröffnet?“ … dann würden wir wahrscheinlich ziemlich weit oben antworten: die Speisekarte.

Vielleicht sogar ganz oben.

Das ist zumindest unsere Meinung. Und wie schon im ersten Artikel gesagt: Wir sind keine Gastronomen.

Also nehmen Sie bitte auch diese Meinung einfach als das, was sie ist: ein Blick von der Seite.

Aber eben ein Blick, der nach mehr als 25 Jahren, tausenden eingerichteten KAssensystemen und sehr, sehr vielen Gesprächen mit Gastronomen entstanden ist.

Und ausgerechnet die Speisekarte?

Ja.

Nicht zuerst die Kasse.

Nicht der Bondrucker.

Nicht die Farbe der Stühle.

Nicht einmal der schöne neue Pizzaofen.

Die Speisekarte.

Denn an ihr hängt später erstaunlich viel.

  • Was Sie einkaufen müssen
  • Wie viele Lieferanten Sie brauchen
  • Wie groß Ihr Lager werden muss
  • Was morgens vorbereitet werden muss
  • Wie viele Leute in der Küche benötigt werden
  • Wie schnell in Stoßzeiten gearbeitet werden kann
  • Wie viele Artikel später in die Kasse kommen
  • Was am Ende überhaupt Geld verdient

In einem echten Restaurant ist die Speisekarte fast schon ein kleiner Bauplan für den ganzen Betrieb.

Auf dem Papier ist eine Speisekarte erst einmal nur eine Liste mit Gerichten und Preisen.

In der Praxis entscheidet sie aber mit über Einkauf, Lager, Vorbereitung, Personal, Küchenablauf, Kassensystem und am Ende natürlich auch über die Wirtschaftlichkeit.

Genau deshalb möchten wir heute über etwas sprechen, was wir seit vielen Jahren immer wieder sehen.

„Das muss aber alles in die Kasse.“

Diesen Satz hören wir ziemlich oft.

Dann bekommen wir eine Speisekarte.

Manchmal 40 Artikel.

Manchmal 80.

Manchmal 150.

Und manchmal scrollen wir und scrollen und denken irgendwann: „Wo endet diese Karte eigentlich?“

Pizza.

Pasta.

Schnitzel.

Burger.

Salate.

Fisch.

Steaks.

Suppen.

Desserts.

Frühstück.

Cocktails.

Und irgendwo dazwischen noch drei Kindergerichte und vielleicht ein Döner.

Natürlich fragen wir dann manchmal: „Machen Sie das wirklich alles selbst?“

Die Antwort ist erstaunlich oft: „Ja. Der Koch kann alles.“

Und genau an dieser Stelle werden wir meistens ein bisschen vorsichtig.

Nicht weil wir dem Koch nichts zutrauen.

Vielleicht kann er wirklich alles.

Die wichtigere Frage ist: Kann die Küche das am Freitag um 19:30 Uhr auch alles gleichzeitig?

Eine große Speisekarte fühlt sich am Anfang sicher an

Gerade bei einer Neueröffnung verstehen wir den Gedanken sehr gut.

Man möchte keinen Gast verlieren.

Der eine möchte Pizza. Der nächste Schnitzel. Die Kinder wollen Pommes. Jemand möchte vegetarisch. Der nächste fragt nach Fisch.

Also denkt man:

„Wenn wir einfach alles anbieten, findet jeder etwas.“

Klingt logisch.

Und vielleicht ist genau das manchmal das Problem.

Denn jedes zusätzliche Gericht bringt nicht nur eine weitere Möglichkeit zum Verkaufen.

Es bringt meistens auch etwas anderes mit.

  • zusätzliche Zutaten
  • mehr Lagerbestand
  • mehr Vorbereitung
  • mehr mögliche Fehler
  • mehr Artikel im KAssensystem
  • mehr Aufwand beim Einkauf
  • mehr Varianten und Beilagen
  • mehr Ware, die eventuell kaum jemand bestellt

Auf einer Speisekarte sieht ein zusätzliches Gericht nach zwei Zeilen Text aus.

In einer Küche können diese zwei Zeilen ganz schön viel Arbeit bedeuten.

Wir sehen die Speisekarte von einer etwas komischen Seite

Ein Koch schaut auf eine Speisekarte und denkt vielleicht:

„Kann ich das kochen?“

Der Gast denkt:

„Was möchte ich essen?“

Wir bekommen die Karte oft mit einer ganz anderen Aufgabe: Wir müssen sie in ein KAssensystem bekommen.

Und dabei wird eine Speisekarte plötzlich sehr technisch.

  • Warengruppe
  • Artikel
  • Preis
  • Steuersatz
  • Beilage
  • Zusatz
  • Küchendrucker
  • Gangfolge
  • Größe oder Variante
  • Extras und Änderungen

Und irgendwann sieht man ziemlich deutlich, wie kompliziert eine Speisekarte wirklich geworden ist.

Ein Gericht sieht für den Gast einfach aus.

Für Küche und Kasse kann dahinter ein kleiner Baum mit zwanzig Möglichkeiten hängen.

180 Gerichte bedeuten nicht automatisch 180 verschiedene Probleme

Jetzt möchten wir etwas Wichtiges dazusagen:

Eine große Speisekarte muss nicht automatisch schlecht sein.

Wenn viele Gerichte aus denselben Grundzutaten entstehen, kann eine größere Auswahl durchaus funktionieren.

Das ist für uns einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel.

Ein Restaurant arbeitet mit:

  • Hähnchenbrust
  • Reis
  • Pommes
  • Salat
  • Champignons
  • Paprika
  • Zwiebeln
  • zwei Grundsaucen

Daraus lassen sich mehrere Gerichte bauen.

Das kann wirtschaftlich und organisatorisch sehr sinnvoll sein.

Problematisch wird es, wenn für jedes neue Gericht plötzlich auch eine neue Zutat gebraucht wird.

Für Gericht Nummer 47 braucht man eine spezielle Sauce.

Für Nummer 53 einen Käse, den sonst niemand braucht.

Für Nummer 61 eine Fischsorte.

Für Nummer 68 irgendein Gemüse, das nur für dieses eine Gericht im Kühlschrank liegt.

Und dann wird aus einer großen Speisekarte langsam ein großes Lager.

Und das Lager bezahlt leider keine Miete

Das klingt banal.

Aber Ware im Kühlschrank ist Geld.

Ware im Tiefkühler ist Geld.

Flaschen im Regal sind Geld.

Und eine angebrochene Packung irgendeiner Zutat, die erst in sechs Tagen wieder jemand braucht, war irgendwann auch einmal Geld.

Gerade bei neuen Restaurants sehen wir oft einen verständlichen Fehler: Man kauft von allem etwas.

Schließlich könnte ein Gast genau dieses Gericht bestellen.

Das Problem:

Vielleicht bestellt es niemand.

Dann wird aus Einkauf irgendwann Abschrift.

Und wenn das bei zehn oder zwanzig Zutaten gleichzeitig passiert, merkt man es am Monatsende plötzlich ziemlich deutlich.

Der Freitagabend entscheidet mehr als Dienstag um 15 Uhr

Eine Speisekarte sollte unserer Meinung nach nicht danach geplant werden, was eine Küche theoretisch herstellen kann.

Sondern danach, was sie unter Belastung noch sauber herstellen kann.

Dienstag. 15:00 Uhr. Vier Gäste im Restaurant.

Natürlich kann der Koch fast alles machen.

Aber Freitag um 19:30 Uhr?

Alle Tische voll. Telefon klingelt. Lieferbestellungen kommen. Zwei Gäste möchten gleichzeitig bezahlen. In der Küche laufen vielleicht zwanzig Bons auf.

Jetzt zeigt sich, ob die Speisekarte funktioniert – oder ob sie nur auf Papier funktioniert hat.

Eine Frage, die wir ziemlich gerne stellen

Wenn uns jemand eine sehr große Karte zeigt, fragen wir manchmal:

„Welche zehn Gerichte verkaufen Sie am meisten ?“

Bei bestehenden Restaurants kommt die Antwort häufig sehr schnell.

Dann fragen wir:

„Und welche zehn verkaufen Sie fast nie?“

Meistens kommt die Antwort genauso schnell.

Und dann entsteht eine interessante Frage:

Warum stehen sie eigentlich noch auf der Karte?

Manchmal gibt es dafür einen guten Grund: Tradition, Stammkunden, Saison oder ein besonderes Gericht, das zum Konzept gehört.

Alles verständlich.

Manchmal lautet die Antwort aber einfach: „War schon immer drin.“

Das ist dann vielleicht ein guter Moment, einmal darüber nachzudenken.

Wir sind nicht für kleine Speisekarten. Wir sind für sinnvolle Speisekarten.

Das ist uns wichtig.

Wir möchten nicht behaupten: 20 Gerichte gut. 80 Gerichte schlecht.

So einfach ist Gastronomie nicht.

Ein italienisches Restaurant kann problemlos deutlich mehr Positionen anbieten, wenn Pizza und Pasta aus gut organisierten Grundzutaten aufgebaut werden.

Ein Sushi-Restaurant kann viele Varianten aus derselben Mise en Place herstellen.

Auch ein Wirtshaus kann eine größere Karte vernünftig organisieren.

Die entscheidende Frage lautet nicht: Wie viele Gerichte stehen auf der Karte?

Sondern:

Wie viele verschiedene Waren, Arbeitswege und Probleme entstehen dadurch?

Ein einfaches Beispiel: 30 Gerichte sind nicht gleich 30 Gerichte

Stellen wir zwei fiktive Restaurants nebeneinander.

Restaurant A Restaurant B
Gerichte auf der Karte 30 30
Hauptzutaten ca. 18 ca. 55
Grundsaucen 3 11
Beilagen 4 9
Vorbereitung viele gemeinsame Arbeitsschritte viele einzelne Arbeitsschritte
Lager überschaubar deutlich komplexer

Beide Karten haben 30 Gerichte.

Trotzdem können sie organisatorisch zwei völlig unterschiedliche Welten sein.

Die 80/20-Frage

Wir möchten hier keine mathematische Regel daraus machen.

Aber in sehr vielen Betrieben sieht man etwas Ähnliches: Ein relativ kleiner Teil der Karte macht einen großen Teil der Verkäufe.

Deshalb lohnt es sich, regelmäßig auf die echten Zahlen zu schauen.

Welche Gerichte laufen jeden Tag?

Welche nur am Wochenende?

Welche werden fast nie bestellt?

Und welche Gerichte verursachen trotzdem Einkauf, Lagerplatz und Vorbereitung?

Ein Gericht, das selten verkauft wird, ist nicht automatisch schlecht. Aber es sollte einen guten Grund geben, warum es trotzdem auf der Karte bleibt.

Renner, Penner und die heimlichen Lagerfresser

Manche Artikel sieht man sofort.

Der Bestseller läuft ständig.

Der Ladenhüter verkauft sich kaum.

Interessanter sind oft die Artikel dazwischen.

Sie werden gelegentlich bestellt, brauchen aber eine eigene Zutat, eine eigene Sauce oder eine besondere Vorbereitung.

Genau solche Artikel können still und leise teuer werden.

Nicht weil eine Portion zu teuer ist.

Sondern weil ständig etwas dafür im Lager stehen muss.

„Für jeden etwas“ ist noch kein Konzept.

Auch diesen Gedanken verstehen wir.

Niemand möchte einem Gast sagen: „Tut uns leid, so etwas haben wir nicht.“

Aber ein Restaurant muss nicht für jeden Menschen das perfekte Restaurant sein.

Ein gutes Konzept darf auch sagen: Das können wir. Dafür stehen wir.

Der Gast versteht einen Betrieb oft schneller, wenn die Richtung klar ist.

Ein Burger-Restaurant muss nicht nebenbei noch 14 Pasta-Gerichte anbieten.

Eine kleine Trattoria muss nicht gleichzeitig Steakhouse, Cocktailbar und Frühstückscafé sein.

Natürlich kann so etwas funktionieren.

Aber jede zusätzliche Richtung macht den Betrieb meistens komplizierter.

Die Speisekarte aus Sicht des Einkaufs

Beim Einkauf wird aus jeder Karte eine Liste.

Je länger diese Liste wird, desto mehr muss kontrolliert werden.

  • Was ist noch da?
  • Was muss bestellt werden?
  • Was läuft bald ab?
  • Welcher Lieferant bringt was?
  • Welche Mindestmenge muss bestellt werden?
  • Was ist gerade teurer geworden?
  • Was wurde falsch geliefert?
  • Was liegt schon viel zu lange im Lager?

Eine clevere Speisekarte kann den Einkauf deutlich einfacher machen.

Nicht unbedingt durch weniger Gerichte, sondern durch mehr gemeinsame Zutaten.

Die Speisekarte aus Sicht der Küche

In der Küche zählt nicht nur das Rezept.

Es zählt der Ablauf.

Wie viele Pfannen werden gleichzeitig gebraucht?

Wie viele verschiedene Garzeiten gibt es?

Welche Zutaten müssen morgens vorbereitet werden?

Welche Gerichte blockieren in Stoßzeiten einen wichtigen Arbeitsplatz?

Und was passiert, wenn der Mitarbeiter, der genau dieses eine Gericht perfekt kann, heute krank ist?

Solche Fragen stehen auf keiner Speisekarte.

Aber sie entscheiden später darüber, wie ruhig oder chaotisch ein Abend läuft.

Die Speisekarte aus Sicht der Kasse

Hier kommen wir wieder zu unserem eigentlichen Beruf.

Eine saubere Speisekarte lässt sich normalerweise auch sauber in der Kasse abbilden.

Warengruppen sind verständlich. Beilagen sind logisch. Extras sind überschaubar. Die Küche weiß, was auf dem Bon gemeint ist.

Schwieriger wird es, wenn ein Artikel zwanzig Sonderwege hat.

Wenn bei jedem zweiten Gericht gefragt werden muss: „Mit welcher Beilage? Welche Sauce? Welche Größe? Welches Fleisch? Mit oder ohne Käse?“

Das kann notwendig sein.

Aber wenn es überall so aussieht, wird auch das Kassensystem irgendwann kompliziert.

Und eine komplizierte Kasse macht einen hektischen Abend selten einfacher.

Unsere einfache Methode: Behalten, prüfen, streichen?

Wenn eine bestehende Karte zu groß geworden ist, würden wir nicht morgen früh die Hälfte löschen.

Wir würden erst einmal beobachten.

  1. Verkaufszahlen ansehenWelche Artikel werden häufig, gelegentlich und fast nie verkauft?
  2. Zutaten ansehenWelche Gerichte verwenden gemeinsame Zutaten – und welche brauchen Sonderware?
  3. Arbeitsaufwand ansehenWelche Gerichte sind in der Küche schnell und stabil, welche verursachen Stress?
  4. Deckungsbeitrag prüfenEin Bestseller kann schlecht kalkuliert sein. Ein seltener Artikel kann trotzdem interessant sein.
  5. Dann erst entscheidenBehalten, verändern, saisonal anbieten oder wirklich von der Karte nehmen.

Wichtig ist: Nicht aus dem Bauch heraus löschen.

Erst schauen, dann entscheiden.

Wann 100 Artikel völlig in Ordnung sein können

Nach all dem könnte man denken, wir hätten grundsätzlich etwas gegen große Speisekarten.

Haben wir nicht.

Wenn ein Betrieb seine Abläufe kennt, die Zutaten intelligent überschneidet, ausreichend Lagerkapazität hat und die Küche die Karte auch in Stoßzeiten beherrscht, können 100 Positionen funktionieren.

Vor allem bei Konzepten mit vielen Varianten aus derselben Basis ist die reine Artikelanzahl wenig aussagekräftig.

Deshalb würden wir nie sagen: „Mehr als 50 Artikel sind falsch.“

So eine Grenze wäre bequem.

Aber sie wäre auch Unsinn.

Vielleicht ist die bessere Frage ganz einfach

Nicht: „Wie viele Gerichte darf meine Speisekarte haben?“

Sondern:

Hilft jedes Gericht meinem Konzept – oder macht es meinen Betrieb nur komplizierter?

Diese Frage gefällt uns deutlich besser.

Denn sie funktioniert bei einer Karte mit 20 Gerichten genauso wie bei einer Karte mit 120.

Vielleicht müssen Sie nach diesem Artikel kein einziges Gericht streichen

Das wäre völlig in Ordnung.

Vielleicht schauen Sie aber morgen einmal in Ihre Verkaufszahlen und bleiben bei einem Artikel hängen.

Vielleicht fragen Sie sich: „Wann hat das eigentlich zuletzt jemand bestellt?“

Oder: „Warum kaufen wir diese Zutat eigentlich nur für dieses eine Gericht?“

Dann hat dieser Blick von der Seite schon etwas gebracht.

Und wenn Sie gerade erst eröffnen, würden wir Ihnen nur einen Gedanken mitgeben:

Bauen Sie Ihre Speisekarte nicht danach, was theoretisch alles möglich ist. Bauen Sie sie danach, was Ihr Betrieb jeden Tag zuverlässig schaffen kann.

Gastronomie – Ein Blick von der Seite: Warum wir diese Artikelserie schreiben

 

Artikel 1 · Wer auf einer Webseite für Kassensysteme landet, erwartet wahrscheinlich Informationen über Kassensoftware, TSE, Bondrucker oder Handscanner.

Einen langen Artikel über Restaurants erwartet man hier eher nicht.
Und noch weniger erwartet man, dass ausgerechnet ein Hersteller von Kassensoftware über Speisekarten, Kalkulation oder Restaurantkonzepte schreibt.

Ganz ehrlich: Wir hätten das vor einigen Jahren wahrscheinlich selbst nicht erwartet.

Trotzdem beginnen wir heute mit einer neuen Artikelserie:
„Gastronomie – Ein Blick von der Seite.“

Fangen wir mit der Wahrheit an

Wir sind keine Gastronomen.

Wir sind keine Köche, keine Restauranttester und wir besitzen auch keine Restaurantkette.

Wir haben nie einen Dönerladen betrieben. Wir backen keine Pizza.
Und wenn wir versuchen würden, einen Kaiserschmarrn zu machen, würde wahrscheinlich jemand vorsichtshalber schon einmal die Feuerwehr rufen.

Bis hierhin also nichts Besonderes.

Wir sind keine Gastronomen. Vielleicht ist genau das manchmal unser Vorteil.

Was wir aber seit mehr als 25 Jahren machen:
Wir entwickeln Software und KAssensysteme für die Gastronomie.

Wir verkaufen, konfigurieren und installieren Kassensysteme für Restaurants, Imbisse, Cafés, Bars, Bäckereien, Eiscafés, Foodtrucks und viele andere Betriebe.

In diesen 25 Jahren sind tausende Gastronomen durch unser Büro gegangen.
Und genau deshalb durften wir etwas erleben, was man von außen zunächst gar nicht erwartet.

Die Kasse kommt meistens ziemlich zum Schluss

Wenn jemand ein Restaurant eröffnen möchte, kauft er meistens nicht zuerst ein Kassensystem.

Zuerst wird ein Lokal gesucht. Danach wird renoviert.

Wände werden gestrichen. Eine Küche wird geplant. Tische, Stühle, Kühlschränke, ein Grill oder ein Pizzaofen werden gekauft.

Dann kommen Lieferanten, Versicherungen, Personal, Speisekarte, Preise, Genehmigungen und noch ungefähr hundert andere Sachen.

Und irgendwann merkt jemand:

„Wir brauchen ja auch noch eine Kasse.“

Deshalb ist das Kassensystem oft einer der letzten Schritte vor der Eröffnung.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Idee des Restaurants normalerweise schon ziemlich weit.
Der zukünftige Betreiber hat viel Geld investiert, viele Entscheidungen getroffen und oft schon einige schlaflose Nächte hinter sich.

Und genau in dieser Phase lernen wir viele unserer Kunden kennen.

Eigentlich wollten sie nur eine Kasse kaufen

So beginnt fast jedes Gespräch.

Wir sprechen über Software, Bondrucker, Küchendrucker, Tischpläne, Kartenzahlung und TSE.

Aber oft dauert es keine zehn Minuten, bis das KAssensystem plötzlich nicht mehr das wichtigste Thema ist.

Dann liegt eine Speisekarte auf unserem Tisch.

Oder ein Grundriss vom Restaurant.

Manchmal sehen wir Fotos von der Baustelle. Manchmal Zeichnungen.
Und manchmal auch eine kleine Skizze, die schnell auf einem Zettel oder Bierdeckel gemacht wurde.

„Was meinen Sie: Sind 140 Gerichte zu viel?“

„Soll ich auch Frühstück anbieten?“

„Die Konkurrenz verkauft Schnitzel für 13,90 Euro. Muss ich das auch?“

„Brauche ich wirklich vier verschiedene Lieferanten?“

„Meinen Sie, dieses Konzept funktioniert in Deutschland?“

„Was würden Sie an meiner Stelle machen?“

Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Technik.

Es geht um ein Restaurant. Um Geld. Um die Zukunft. Und sehr oft um einen Traum, an dem eine ganze Familie hängt.

Hinter jeder Kasse steckt eine Geschichte

Für uns ist ein Kassensystem nicht einfach nur ein Karton im Lager.

Hinter fast jeder Bestellung steckt ein Mensch.

Manchmal steckt dahinter das Ersparte aus vielen Jahren Arbeit.
Manchmal ein Kredit. Manchmal die Unterstützung der ganzen Familie.

Und manchmal ist das neue Restaurant der Versuch,
in Deutschland ein neues Leben aufzubauen.

Viele unserer Kunden sind nicht in Deutschland geboren.

Sie mussten eine neue Sprache lernen. Neue Gesetze verstehen.
Sich mit Ämtern, Vermietern, Lieferanten und dem Finanzamt beschäftigen.
Und nebenbei sollen sie natürlich auch noch ein gutes Restaurant aufbauen.

Das ist nicht einfach.

Gerade dann nicht, wenn jedes Formular schwer verständlich ist und man bei jedem Brief zuerst denkt:
„Was wollen die jetzt wieder von mir?“

Trotzdem haben diese Menschen den Mut, ein Restaurant, einen Imbiss oder ein Café zu eröffnen.

Davor haben wir ganz ehrlich großen Respekt.

25 Jahre zuhören

Wenn man das über ein Vierteljahrhundert macht, kommt einiges zusammen.

1

Tausende Kassensysteme

Verkauft, eingerichtet und in Restaurants, Cafés, Imbissen und anderen Gastronomiebetrieben installiert.

2

Tausende Gespräche

Nicht nur über Software, sondern über Speisekarten, Preise, Personal, Lieferanten und den täglichen Betrieb.

3

Unzählige Ideen

Manche waren hervorragend. Manche etwas zu groß. Andere haben sich später ganz anders entwickelt als geplant.

4

Viele Sorgen

Finanzierung, Gäste, Personal, Vorschriften und die Frage, ob am Ende wirklich alles funktioniert.

Manche Gespräche dauerten zwanzig Minuten. Andere dauerten drei Stunden.

Wir haben über Pizza, Döner, Schnitzel, Sushi, Bier, Kaffee, Wein, Frühstück, Lieferdienste und Kindermenüs gesprochen.

Über Personalmangel.

Über zu hohe Einkaufspreise.

Über Gäste, die alles möglichst billig haben möchten, aber glEichzeitig frische Zutaten und große Portionen erwarten.

Und natürlich auch über das Finanzamt.

Wahrscheinlich haben wir in dieser Zeit Millionen Gedanken, Wünsche und Überlegungen gehört.

Viele davon hatten mit einer Kasse erst einmal gar nichts zu tun.

Irgendwann erkennt man Muster

Nicht weil wir klüger wären.

Und schon gar nicht, weil wir bessere Gastronomen wären.

Sondern weil wir über viele Jahre sehr viele unterschiedliche Betriebe kennenlernen durften.

Der eine möchte 220 Gerichte anbieten.

Der nächste möchte gleichzeitig Restaurant, Café, Cocktailbar, Eisdiele und Lieferservice sein.

Ein anderer möchte achtzig Sitzplätze mit einem einzigen Koch bedienen.

Und dann kommt jemand mit einer kleinen Speisekarte.

Zwölf oder fünfzehn Gerichte.

Dafür eine klare Idee, gemeinsame Zutaten und Abläufe, die auch in einer vollen Küche noch funktionieren können.

Nach so vielen Jahren bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür.

Manchmal kommt ein Kunde herein, erzählt zehn Minuten von seinem geplanten Betrieb und wir denken:

„Das könnte wirklich gut werden.“

Bei einem anderen Konzept denkt man vielleicht:

„Puh. Hoffentlich geht das gut.“

Natürlich können wir uns irren.

Aber erstaunlich oft hat sich dieser erste Eindruck später bestätigt.

Wir haben Eröffnungen gesehen – und leider auch Schließungen

Wir haben Menschen erlebt, die voller Freude ihr erstes Restaurant eröffnet haben.

Manche kamen einige Jahre später zur zweiten Kasse, weil der Betrieb größer geworden war.

Einige eröffneten sogar ein zweites oder drittes Restaurant.

Solche Geschichten freuen uns natürlich.

Leider gibt es aber auch die andere Seite.

Manche Restaurants haben geschlossen, bevor sie überhaupt  den ersten Gast richtig bedienen konnten.

Andere waren nach einem Monat wieder weg.

Manche haben ein Jahr gekämpft und dann aufgegeben. Nicht immer war das Essen schlecht.

Oft waren es viele kleine Entscheidungen, die am Ende zusammen zu einem großen Problem wurden.

  • Eine viel zu große Speisekarte
  • Zu viele unterschiedliche Zutaten
  • Falsch kalkulierte Verkaufspreise
  • Zu hohe Lagerbestände
  • Unklare Küchenabläufe
  • Zu viele Ideen auf einmal
  • Zu wenig Geld für die Startphase
  • Falsche Erwartungen an den Umsatz

Besonders oft haben wir später einen Satz gehört:

Wenn ich das damals schon gewusst hätte …

Genau dieser Satz ist uns im Kopf geblieben.

Heute schreibt jeder irgendetwas ins Internet

Im Internet findet man mittlerweile tausende Artikel über Gastronomie.

„Die zehn Geheimnisse eines erfolgreichen Restaurants.“

„So verdoppeln Sie Ihren Umsatz.“

„Mit diesen fünf Tricks wird jedes Restaurant erfolgreich.“

Das klingt schön.

Mit dem echten Alltag hat es aber oft wenig zu tun.

Denn ein Restaurant besteht nicht nur aus gutem Essen und schönen Bildern bei Instagram.

Es besteht auch aus Einkauf, Personal, Miete, Strom, Vorbereitung, Reinigung, Lager, Steuern, Reklamationen und vielen kleinen Problemen, die jeden Tag neu entstehen.

Manchmal fällt morgens ein Mitarbeiter aus.

Mittags geht der Kühlschrank kaputt.

Abends möchte ein Gast ein Gericht bestellen, das seit drei Monaten niemand bestellt hat – und natürlich genau dann fehlt eine Zutat.

Gastronomie ist nicht immer schön.

Aber sie kann sehr schön sein, wenn das Konzept zum Menschen, zum Standort und zu den vorhandenen Möglichkeiten passt.

Warum wir diese Artikelserie schreiben

Wir möchten niemandem erklären, wie man kocht.

Das können andere Menschen ganz sicher besser.

Wir möchten auch nicht so tun, als hätten wir für jedes Problem die perfekte Lösung.

Die haben wir nicht.

Wir möchten einfach aufschreiben, was wir in mehr als 25 Jahren gesehen und gehört haben.

Was bei vielen Betrieben funktioniert hat.

Was immer wieder schiefgegangen ist.

Welche Ideen gut klangen, aber in der Praxis kaum umsetzbar waren.

Und welche kleinen Entscheidungen manchmal einen großen Unterschied gemacht haben. Nicht aus Sicht eines Kochs.

Nicht aus Sicht eines Restaurantkritikers.

Sondern aus Sicht eines Unternehmens, das seit über 25 Jahren jeden Tag mit Gastronomen arbeitet.

Eben ein Blick von der Seite.

Was wir hier veröffentlichen möchten

Dieser erste Artikel ist nur der Anfang.

In den nächsten Wochen und Monaten möchten wir hier nach und nach  weitere Beiträge veröffentlichen.

Geplant sind unter anderem Themen wie:

  • Wie man eine sinnvolle Speisekarte aufbaut
  • Warum weniger Gerichte oft mehr Gewinn bringen
  • Typische Fehler vor einer Restaurant-Eröffnung
  • Food Cost und Kalkulation einfach erklärt
  • Getränke richtig auswählen und kalkulieren
  • Wie gemeinsame Zutaten Lagerkosten reduzieren
  • Welche Gerichte in Stoßzeiten Probleme machen
  • Wie Speisekarten im Kassensystem aufgebaut werden
  • Restaurantkonzepte für verschiedene Zielgruppen
  • Praxisbeispiele für Restaurants, Imbisse und Cafés
  • Vorlagen für unterschiedliche Speisekarten
  • CSV-Vorlagen zur Nutzung in BlitzKasse

Wir werden über bayerische Wirtshäuser schreiben.
Über italienische, griechische, türkische und indische Restaurants.

Über Burger, Sushi, Döner, Frühstück, Bäckereien, Eiscafés, Foodtrucks und viele andere Konzepte.

Dabei geht es nicht nur um Gerichte.

Es geht auch um Einkauf, Vorbereitung, Lagerhaltung, Küchenorganisation, Personal, Preise und die Frage:

Kann dieses Konzept im echten Alltag überhaupt funktionieren?

Keine perfekten Lösungen für Fantasie-Restaurants

Wir möchten keine Speisekarten für Restaurants erstellen, die nur auf dem Papier funktionieren.

Jede Empfehlung soll sich in Deutschland wirklich umsetzen lassen.

Mit echten Mitarbeitern.

Mit echten Einkaufspreisen.

Mit einer Küche, die nicht unendlich groß ist.

Und mit Gästen, die manchmal völlig anders bestellen, als ursprünglich gedacht.

Eine gute Idee muss nicht besonders kompliziert sein.

Im Gegenteil.

Oft sind die einfachsten Konzepte langfristig die besten.

Weniger Gerichte.

Weniger Zutaten.

Klare Abläufe.

Und ein Angebot, das der Gast sofort versteht.

Vielleicht hilft gerade die Meinung eines Außenstehenden

Ein Koch sieht zuerst die Küche.

Ein Servicemitarbeiter sieht den Gastraum.

Ein Steuerberater sieht die Zahlen.

Wir sehen jedes Jahr viele unterschiedliche Betriebe und hören sehr viele verschiedene Geschichten.

Vielleicht erkennen wir deshalb manchmal etwas, das im täglichen Stress nicht mehr auffällt.

Vielleicht liegen wir manchmal auch daneben.

Das gehört dazu.

Wir behaupten nicht, dass wir alles wissen.

Aber wir haben in den letzten 25 Jahren sehr viel gesehen.

Vielleicht hilft genau dieser Blick von der Seite.

Falls Sie gerade Ihr eigenes Restaurant planen …

… dann drücken wir Ihnen ehrlich die Daumen.

Denn wir wissen, wie viel Mut dazu gehört.

Ein Restaurant zu eröffnen bedeutet oft viel mehr , als nur gut kochen zu können.

Es bedeutet Verantwortung.

Für die Familie. Für die Mitarbeiter.
Für das Ersparte. Und für die eigene Zukunft.

Vielleicht hilft Ihnen einer unserer nächsten Artikel dabei, einen Fehler weniger zu machen.

Vielleicht sparen Sie dadurch etwas Geld, ein paar Stunden Arbeit oder eine schlaflose Nacht.

Mehr wollen wir mit dieser Serie eigentlich gar nicht erreichen.


Herzlich willkommen bei
„Gastronomie – Ein Blick von der Seite.“

Wie oft erscheinen neue Artikel?

Ehrlich gesagt: Wir wissen es noch nicht.

Wir machen so etwas zum ersten Mal.

Und wir wissen heute auch noch gar nicht, ob jemand unsere Gedanken überhaupt lesen möchte.

Vielleicht interessiert es viele Gastronomen.

Vielleicht lesen es nur ein paar Menschen.

Vielleicht sagt jemand:

„Genau darüber habe ich gerade nachgedacht.“

Und vielleicht denkt ein anderer:

„Was wollen die Kassenleute mir jetzt über Gastronomie erzählen?“

Beides wäre völlig in Ordnung.

Wir möchten es einfach versuchen.

Denn in mehr als 25 Jahren haben wir so viele Gespräche geführt,
so viele Ideen gehört und so viele unterschiedliche Betriebe erlebt,
dass es eigentlich schade wäre, dieses Wissen irgendwann einfach zu vergessen.

Wir sind keine Redaktion.

Und wir sind auch keine professionellen Schriftsteller.

Unsere eigentliche Arbeit bleibt weiterhin die Entwicklung von Kassensoftware, die Einrichtung von KAssensystemen und der tägliche Kontakt mit unseren Kunden.

Deshalb werden wir hier nicht jeden Tag irgendeinen neuen Text veröffentlichen, nur damit im Blog etwas Neues steht.

Jedes Thema wird bei uns zuerst besprochen.

Manchmal sitzt fast die ganze Mannschaft zusammen.

Einer erinnert sich an einen Kunden.

Ein anderer hat genau das Gegenteil erlebt.

Dann wird diskutiert. Manchmal auch etwas länger.

Wir fragen uns:

  • Ist dieses Thema wirklich hilfreich?
  • Haben wir dazu selbst genug gesehen und erlebt?
  • Kann ein Gastronom damit im echten Alltag etwas anfangen?
  • Haben wir überhaupt etwas Neues zu sagen?

Erst danach entsteht ein Artikel.

Das braucht natürlich Zeit.

Unser erster Gedanke war:
Vielleicht schaffen wir bis zu zwei neue ARtikel pro Woche.

Aber Pläne und Realität sind bekanntlich nicht immer gute Freunde.

Vielleicht werden es manchmal zwei Artikel.

Vielleicht nur einer.

Vielleicht brauchen wir für ein schwieriges Thema auch länger.

Und möglicherweise stellen wir irgendwann fest, dass kaum jemand diese Texte lesen möchte.

Auch das werden wir dann sehen.

Wir möchten deshalb nichts Großes versprechen.

Lieber veröffentlichen wir einen ehrlichen und hilfreichen Beitrag als fünf schnell geschriebene Texte, die eigentlich nichts sagen.

Wir sind eben keine Schriftsteller.

Wir sind ein Team, das nach mehr als 25 Jahren Zusammenarbeit mit Gastronomen einiges gesehen, gehört und erlebt hat.

Und dieses Wissen möchten wir nun langsam aufschreiben.

Wie oft? Das wird sich zeigen.

Ob es jemand lesen möchte? Das hoffentlich auch.

Getränkepreise kalkulieren, ohne sich selbst etwas schönzurechnen:  Warum ein einfacher Faktor nur der Anfang sein kann.

Artikel 2 · Gastronomie – Ein Blick von der Seite

Getränkepreise kalkulieren, ohne sich selbst etwas schönzurechnen:  Warum ein einfacher Faktor nur der Anfang sein kann.

Diese Frage hören wir seit vielen Jahren:
„Was muss ich für eine Cola, ein Bier oder einen Kaffee verlangen?“
Früher haben auch wir darauf manchmal zu schnell geantwortet.

Ein Einkaufspreis, ein Kalkulationsfaktor, ein Verkaufspreis – fertig.
Beim erneuten Lesen unseres alten Beitrags mussten wir aber selbst sagen:
So einfach ist es nicht.

Einige Werte passten nicht sauber zusammen. Außerdem klang es so, als gäbe
es für eine ganze Stadt den einen perfekten Getränkepreis. Den gibt es nicht.
Deshalb fangen wir noch einmal von vorne an.

Wir sind Hersteller von Kassensoftware und KAssensystemen. Wir sind keine Steuerberater und auch keine professionelle Gastronomie-Kalkulationsberatung.
Aber wir begleiten seit über 25 Jahren Restaurants, Cafés, Bars und Imbisse.
Und genau diese Frage liegt sehr oft auf unserem Tisch.

Wir möchten deshalb keine Wunderformel versprechen. Wir zeigen lieber eine einfache Rechenweise, mit der ein Betreiber seine eigenen Zahlen prüfen kann.

Warum ein Kalkulationsfaktor allein nicht reicht

Der klassische Gedanke ist schnell erklärt:

Einkaufspreis mal Faktor gleich Verkaufspreis.

Als erste Orientierung kann das funktionieren. Als vollständige KAlkulation reicht es aber nicht.

Zwei Restaurants können dasselbe Getränk zum gleichen Einkaufspreis kaufen  und trotzdem völlig unterschiedliche Verkaufspreise benötigen.

  • unterschiedliche Miete
  • unterschiedliche Personalkosten
  • andere Öffnungszeiten
  • anderer Serviceaufwand
  • unterschiedliche Lage
  • andere Zielgruppe
  • andere Einkaufskonditionen
  • unterschiedlicher Getränkeumsatz

Eine kleine Bar in bester Innenstadtlage hat eine andere Kostenstruktur als ein Familienrestaurant auf dem Land. Ein Café mit Bedienung am Tisch arbeitet anders als ein Selbstbedienungs-Imbiss.

Deshalb ist ein Faktor kein Gesetz. Er ist höchstens ein schneller
Plausibilitäts-Check.

Der häufigste Fehler: Netto und Brutto werden vermischt

Viele falsche Kalkulationen entstehen, weil ein Netto-Einkaufspreis direkt – mit einem Brutto-Verkaufspreis verglichen wird.

Das sieht auf den ersten Blick harmlos aus. Es verändert aber jeden Faktor und jede Prozentzahl.

Bei Getränken im Restaurant gilt grundsätzlich der reguläre Umsatzsteuersatz von 19 Prozent. Deshalb muss der
Brutto-Verkaufspreis zunächst in einen Netto-Umsatz umgerechnet werden.
Besondere Fälle und Ausnahmen sollten mit dem Steuerberater geprüft werden.

Netto-Verkaufspreis
Brutto-Verkaufspreis ÷ 1,19
Wareneinsatzquote
Wareneinsatz netto ÷ Netto-Umsatz × 100
Deckungsbeitrag I
Netto-Umsatz − variable Kosten
Netto-Kalkulationsfaktor
Netto-Umsatz ÷ Netto-Einkaufspreis

Wichtig: Ein hoher Deckungsbeitrag ist noch kein Gewinn.
Davon müssen unter anderem Personal, Miete, Energie, Versicherungen, Software, Reparaturen und viele andere Kosten bezahlt werden.

Ein ehrliches Rechenbeispiel mit einer 0,33-l-Flasche

Wir nehmen bewusst ein einfaches Beispiel. Die Zahlen sind keine allgemeine Preisempfehlung, sondern nur eine Rechenvorlage.

Position Annahme Erklärung
Getränkeeinkauf netto 0,65 € Eigener Einkaufspreis laut Lieferantenrechnung
Variable Nebenkosten 0,15 € Beispielhaft für Eis, Zitrone, kleine Verluste oder Verbrauchsmaterial
Variable Kosten gesamt 0,80 € 0,65 € + 0,15 €
Verkaufspreis brutto 4,50 € Preis, den der Gast auf der Karte sieht
Netto-Umsatz 3,78 € 4,50 € ÷ 1,19
Deckungsbeitrag I 2,98 € 3,78 € − 0,80 €
Wareneinsatzquote 17,2 % 0,65 € ÷ 3,78 € × 100

Die 2,98 Euro sind nicht der Gewinn des Restaurants.
Dieser Betrag leistet nur einen Beitrag dazu, die übrigen Kosten des Betriebes zu bezahlen.

Erst wenn die Summe aller Deckungsbeiträge höher ist als Personal, Raumkosten und alle weiteren betrieblichen Ausgaben, bleibt am Ende ein Ergebnis übrig.

Was bedeuten die wichtigsten Begriffe wirklich?

Wareneinsatz

Der Wareneinsatz ist der Wert der tatsächlich verbrauchten Ware.
Bei einer einzeln verkauften Flasche ist das einfach. Bei offenen Getränken, Kaffee, Cocktails oder Saftschorlen muss die Menge pro Portion berechnet werden.

Pfand, das bei ordnungsgemäßer Rückgabe wieder erstattet wird, ist nicht automatisch Wareneinsatz. Verluste durch fehlende Flaschen oder KÄsten müssen aber irgendwo in der betrieblichen Rechnung auftauchen.

Wareneinsatzquote

Die Wareneinsatzquote zeigt, welcher Anteil des Netto-Umsatzes für die eigentliche Ware benötigt wird.

Eine niedrige Quote sieht gut aus. Sie sagt allein aber noch nicht, ob der Betrieb rentabel ist. Ein Getränk kann eine sehr niedrige Wareneinsatzquote haben und trotzdem zu wenig absoluten Deckungsbeitrag bringen.

Kalkulationsfaktor

Der Faktor zeigt, wie oft der Einkaufspreis im Verkaufspreis enthalten ist.
Wichtig ist, dass immer dieselbe Basis verwendet wird.

In unserem Beispiel beträgt der saubere Netto-Faktor:
3,78 € ÷ 0,65 € = 5,82.

Wer dagegen 4,50 € brutto durch 0,65 € netto teilt, erhält 6,92.
Diese Zahl vermischt Brutto und Netto und ist für einen sauberen Vergleich wenig hilfreich!

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag zeigt, was nach Abzug der direkt zurechenbaren variablen Kosten übrig bleibt.

Genau dieser Betrag hilft, die festen Kosten des Restaurants zu tragen.
Deshalb ist der Deckungsbeitrag für die Praxis oft interessanter als eine schön klingende Prozentzahl.

Drei mögliche Verkaufspreise – drei verschiedene Ergebnisse

Nehmen wir weiterhin 0,65 Euro Netto-Einkauf und insgesamt 0,80 Euro
variable Kosten an.

Brutto-Preis Netto-Umsatz Wareneinsatzquote Deckungsbeitrag I
3,90 € 3,28 € 19,8 % 2,48 €
4,50 € 3,78 € 17,2 % 2,98 €
4,90 € 4,12 € 15,8 % 3,32 €

Welche dieser drei Varianten richtig ist, kann niemand nur anhand des
Einkaufspreises entscheiden.

Der Preis von 4,90 Euro kann in einem modernen Innenstadt-Restaurant völlig normal sein. Im kleinen Vereinsheim kann er zu hoch wirken. Gleichzeitig kann ein Preis von 3,90 Euro für einen Betrieb mit hohen Personalkosten wirtschaftlich zu niedrig sein.

Es gibt keinen perfekten Getränkepreis für ganz Nürnberg, Bayern oder Deutschland.

Es gibt nur einen Preis, der zu Ihrem Betrieb, Ihrer Zielgruppe und Ihrer Kostenstruktur passen muss.

So würden wir in der Praxis vorgehen

  1. Den echten Netto-Einkaufspreis nehmen
    Nicht mit alten Preislisten rechnen. Die aktuelle Lieferantenrechnung ist die Grundlage. Rabatte, Boni und Gebindegrößen müssen richtig zugeordnet werden.
  2. Die Portion sauber bestimmen
    Bei Kaffee, Cocktails, offenen Weinen und Schorlen muss bekannt sein, wieviel Ware tatsächlich in einer Portion steckt.
  3. Variable Nebenkosten nicht vergessen
    Eis, Garnitur, Sirup, Strohhalme, Servietten und typische Verluste sind klein. In der Summe können sie aber eine Rolle spielen.
  4. Den gewünschten Netto-Umsatz berechnen
    Erst netto rechnen. Die Umsatzsteuer kommt anschließend auf den Netto-Verkaufspreis.
  5. Mit dem Markt vergleichen
    Die Konkurrenz ist eine Orientierung, aber keine eigene Kalkulation.
    Ein fremder Betrieb kann ganz andere Kosten und Einkaufskonditionen haben.
  6. Nach einigen Wochen kontrollieren
    Welche Getränke werden wirklich verkauft? Wo gibt es Schwund? Welche Artikel stehen nur im Lager? Erst echte Verkaufsdaten zeigen, ob die Planung funktioniert.

Warum „der Nachbar nimmt 4,20 Euro“ keine Kalkulation ist

Viele Preise entstehen so:

Der Nachbar verlangt 4,20 Euro. Dann nehmen wir 4,10 Euro.

Das ist verständlich, aber gefährlich.

Vielleicht hat der Nachbar eine niedrigere Miete. Vielleicht arbeitet die ganze Familie mit. Vielleicht kauft er deutlich günstiger ein. Vielleicht
verdient er mit diesem Preis selbst kaum Geld.

Natürlich muss ein Preis zum Umfeld passen. Aber ein Marktvergleich darf die eigene Rechnung nicht ersetzen.

Getränke mit hoher Prozentmarge sind nicht automatisch die besten Artikel

Ein Espresso kann prozentual eine sehr hohe Rohmarge haben. Trotzdem braucht er Maschine, Reinigung, Personalzeit, Tasse, Wasser und Energie.

Ein Cocktail bringt möglicherweise einen hohen Deckungsbeitrag, benötigt aber viele Zutaten, Vorbereitung und einen Mitarbeiter, der ihn sauber zubereiten kann.

Eine Flasche Wasser ist sehr einfach im Ablauf, kann aber bei falscher Lagerung viel Platz blockieren.

Deshalb sollte ein Getränk nicht nur nach Prozenten beurteilt werden.
Wichtig sind auch:

  • absoluter Deckungsbeitrag
  • Verkaufshäufigkeit
  • Lagerbedarf
  • Zubereitungszeit
  • Schwund und Ausschankverluste
  • passende Kombination mit Speisen

Was ein Kassensystem bei der Kalkulation wirklich leisten kann

Das Kassensystem legt den richtigen Verkaufspreis nicht automatisch fest. Diese Entscheidung bleibt beim Betreiber.

Es kann aber zeigen, ob die Entscheidung später funktioniert.

Sinnvoll sind zum Beispiel Auswertungen über:

  • verkaufte Menge pro Artikel
  • Umsatz pro Warengruppe
  • Verkäufe nach Tageszeit
  • Renner und Penner
  • Stornos und Preisänderungen
  • Vergleich verschiedener Zeiträume

Diese Verkaufszahlen sollten regelmäßig mit Einkauf und Bestand verglichen werden. Erst dann wird aus einer theoretischen KAlkulation eine echte betriebliche Kontrolle.

Ein einfaches Beispiel: Laut Kasse wurden 500 Flaschen verkauft, im Lager fehlen aber 540 Flaschen. Dann liegt das Problem nicht beim Kalkulationsfaktor, sondern wahrscheinlich bei Schwund, Eigenverbrauch, falschen Buchungen oder nicht erfassten Verkäufen.

Unser Blick von der Seite

In vielen Gesprächen merken wir, dass neue Gastronomen zuerst nach dem richtigen Faktor suchen.

Das ist verständlich. Eine einzige Zahl fühlt sich sicher an.

Die Wahrheit ist leider etwas unbequemer:

Ein Faktor kann beim Start helfen. Einen wirtschaftlichen Betrieb ersetzt er nicht.

Eine gute Getränkekalkulation verbindet den Einkaufspreis mit der Umsatzsteuer, den variablen Kosten, dem benötigten Deckungsbeitrag, dem Standort und der Zahlungsbereitschaft der Gäste.

Danach beginnt die eigentliche Arbeit: verkaufen, kontrollieren und bei Bedarf nachjustieren.

Falls Sie gerade Ihre erste Getränkekarte planen …

… rechnen Sie lieber einmal mehr nach als einmal zu wenig.

Kopieren Sie nicht einfach die Preise vom Nachbarn und vertrauen Sie nicht blind auf einen pauschalen Faktor.

Nehmen Sie Ihre eigenen Zahlen. Beginnen Sie mit einer überschaubaren Auswahl. Und kontrollieren Sie nach der Eröffnung, was Ihre Gäste wirklich bestellen.

Vielleicht ist diese Methode nicht spektakulär. Aber sie ist deutlich hilfreicher als eine angeblich perfekte Preisliste für ganz Deutschland.


Das ist unser zweiter Beitrag aus der Reihe „Gastronomie – Ein Blick von der Seite.“

Hinweis, Stand August 2026:
Die Beispiele dienen als einfache Orientierung und ersetzen keine individuelle Steuer- oder Unternehmensberatung. Für Getränke im Restaurant gilt grundsätzlich der reguläre Umsatzsteuersatz von 19 Prozent. Je nach Verkaufsform und Produkt können Besonderheiten bestehen. Bitte prüfen Sie die aktuelle steuerliche Behandlung mit Ihrem Steuerberater.

Kassenbon-Pflicht und mögliche Kassenpflicht ab 2028: Was BlitzKasse-Kunden wissen sollten

Das Wichtigste vorweg

Für BlitzKasse-Kunden besteht aufgrund der aktuellen Berichterstattung kein Anlass,
ein funktionierendes Kassensystem vorschnell auszutauschen. Wir beobachten die
gesetzlichen und technischen Entwicklungen fortlaufend und informieren unsere
Kunden, sobald verbindliche Anforderungen und daraus folgende technische Schritte
feststehen.

Berichte über eine mögliche Registrierkassenpflicht ab 2028 und eine stärkere Nutzung
digitaler Kassenbons sorgen derzeit bei vielen Unternehmen für Fragen: Muss eine
bestehende Kasse ausgetauscht werden? Wird künftig nur noch ein digitaler Beleg erlaubt
sein? Benötigt BlitzKasse neue Funktionen oder zusätzliche Hardware?

In diesem Beitrag unterscheiden wir zwischen der bereits geltenden
Belegausgabepflicht, der heutigen Rechtslage für elektronische
Kassensysteme und den derzeit diskutierten Änderungen für das Jahr 2028.

1. Was gilt bei der Kassenbon-Pflicht bereits heute?

Die sogenannte Kassenbon-Pflicht wird rechtlich als
Belegausgabepflicht bezeichnet. Sie gilt grundsätzlich seit dem
1. Januar 2020, wenn aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle mit einem
elektronischen Aufzeichnungssystem erfasst werden.

Nach § 146a der Abgabenordnung muss der Beleg in unmittelbarem zeitlichem
Zusammenhang mit dem Geschäftsvorgang erstellt und dem Kunden zur Verfügung
gestellt werden. Der Kunde ist grundsätzlich nicht verpflichtet, den Beleg
mitzunehmen.

Schon nach der heutigen Rechtslage kann der Beleg grundsätzlich
auf Papier oder elektronisch bereitgestellt werden. Ein digitaler
Kassenbon ist deshalb keine vollständig neue Erfindung für das Jahr 2028.
Maßgeblich ist, dass die gewählte Belegform die gesetzlichen und technischen
Anforderungen erfüllt.

Belegausgabe bedeutet nicht automatisch Papierausdruck

Ein elektronischer Beleg kann bereits heute zulässig sein. Für die elektronische
Bereitstellung ist nach dem Anwendungserlass zu § 146a AO die Zustimmung des Kunden
erforderlich; diese kann auch konkludent erfolgen. Die konkrete Umsetzung hängt
vom eingesetzten System, der Softwareversion und dem Übermittlungsweg ab.

2. Gibt es bereits eine allgemeine Registrierkassenpflicht?

Zum redaktionellen Stand dieses Beitrags besteht in Deutschland grundsätzlich noch
keine allgemeine Verpflichtung, in jedem Betrieb ausnahmslos eine elektronische
Registrierkasse einzusetzen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann weiterhin eine offene Ladenkasse geführt
werden. Auch dabei gelten jedoch steuerliche Aufzeichnungs-, Nachweis- und
Dokumentationsanforderungen.

Wer ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion verwendet, muss die
dafür geltenden Anforderungen beachten. Dazu gehören insbesondere die vollständige
und geordnete Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle, der Schutz durch eine zertifizierte
technische Sicherheitseinrichtung sowie die Belegausgabe.

Bereich Aktueller Grundsatz Einordnung
Allgemeine Kassenpflicht Derzeit grundsätzlich noch keine allgemeine Pflicht für jeden Betrieb. Künftige Änderungen werden politisch diskutiert.
Elektronisches Kassensystem Bei Verwendung gelten die einschlägigen Anforderungen an Aufzeichnung, TSE und Belegausgabe. Einrichtung und Nutzung müssen zum konkreten Betrieb passen.
Offene Ladenkasse Unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich. Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten bleiben bestehen.
Kassenbeleg Bei elektronischen Aufzeichnungssystemen grundsätzlich bereitzustellen. Papierform und elektronische Form sind bereits heute möglich.

3. Welche Änderungen werden für 2028 diskutiert?

In aktuellen Medien- und Branchenberichten werden vor allem zwei mögliche
Veränderungen beschrieben:

  • eine mögliche Verpflichtung bestimmter Unternehmen zur Nutzung eines
    elektronischen Kassensystems;
  • eine stärkere Ausrichtung auf digitale Kassenbelege, wobei ein Papierbeleg
    auf Wunsch weiterhin vorgesehen sein könnte.

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen politischer Ankündigung,
Gesetzentwurf und endgültig verabschiedetem Gesetz. Erst der abschließende
Gesetzestext sowie mögliche Übergangsregelungen und technische Vorgaben zeigen,
welche Betriebe ab welchem Zeitpunkt konkret betroffen sind.

Noch keine vorschnellen Investitionen

Umsatzgrenzen, Ausnahmen, Starttermine, Übergangsfristen und technische
Voraussetzungen können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern.
Ein funktionierendes Kassensystem sollte daher nicht allein aufgrund einer
Medienüberschrift ausgetauscht werden.

4. Was bedeutet das für BlitzKasse-Kunden?

BlitzKasse-Anwender sollen bei technischen und gesetzlichen Veränderungen
nicht allein gelassen werden. Wir verfolgen Entwicklungen rund um
Kassensysteme, TSE, Belegausgabe, DSFinV-K und weitere kassenspezifische
Anforderungen.

BlitzKasse bleibt für seine Kunden am Ball

  • Wir beobachten gesetzliche und technische Entwicklungen im Kassenbereich.
  • Wir prüfen, welche Änderungen für BlitzKasse-Versionen und Systemumgebungen relevant werden können.
  • Wir informieren unsere Kunden, sobald verbindliche Vorgaben und konkrete technische Anforderungen feststehen.
  • Notwendige Anpassungen können im Rahmen der Produktentwicklung berücksichtigt werden, soweit sie technisch erforderlich, möglich und für die jeweilige Version vorgesehen sind.
  • Unser Support unterstützt bei Fragen zu Version, Einrichtung, TSE, Updates und laufendem Kassenbetrieb.

Unser Ziel ist es, BlitzKasse nicht nur als Kassensoftware bereitzustellen,
sondern Anwender auch langfristig bei technischen Änderungen und neuen
Anforderungen zu begleiten.

Eine pauschale Garantie, dass ein Kassensystem unabhängig von Einrichtung,
Softwarestand, TSE, Hardware und betrieblicher Nutzung automatisch sämtliche
gesetzlichen Pflichten erfüllt, wäre jedoch nicht seriös. Eine geordnete
Kassenführung entsteht durch das Zusammenspiel aus geeigneter Technik,
korrekter Einrichtung, regelmäßiger Pflege, Dokumentation und betrieblichen
Abläufen.

5. Was sollten BlitzKasse-Anwender jetzt tun?

Aufgrund der aktuellen Berichte besteht für die meisten BlitzKasse-Kunden
kein Anlass, sofort neue Hardware oder ein neues Kassensystem zu kaufen.
Sinnvoll sind jedoch regelmäßige technische Kontrollen:

  1. BlitzKasse-Version prüfen: Kontrollieren Sie die installierte Version und beachten Sie Hinweise zu Updates und Support.
  2. Windows aktuell halten: Betriebssystem, Treiber und sicherheitsrelevante Komponenten sollten regelmäßig aktualisiert werden.
  3. TSE-Status kontrollieren: Prüfen Sie Laufzeit, Anbindung und Funktionsfähigkeit der eingesetzten TSE.
  4. Datensicherungen durchführen: Sichern Sie Kassen- und Konfigurationsdaten regelmäßig und prüfen Sie die Wiederherstellbarkeit.
  5. Supportinformationen verfolgen: Beachten Sie Hinweise zu neuen Versionen, technischen Änderungen und gesetzlichen Entwicklungen.
  6. Abläufe dokumentieren: Zuständigkeiten, Abschlüsse, Stornos, Benutzerrechte, Sicherungen und Exporte sollten nachvollziehbar organisiert sein.

6. Papierbon und digitaler Kassenbon

Ein digitaler Kassenbon kann eine zeitgemäße Alternative oder Ergänzung zum
Papierbeleg sein. Denkbar sind beispielsweise QR-Codes, elektronische Dateien
oder andere technisch geeignete Bereitstellungsverfahren.

Neben den steuerlichen Anforderungen müssen je nach Verfahren auch
datenschutzrechtliche und organisatorische Fragen berücksichtigt werden.
Dazu gehören etwa die Art der Übermittlung, der Zugriffsschutz und die Frage,
ob personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Belegart Mögliche Vorteile Wichtige Prüfpunkte
Papierbeleg Direkte Übergabe, vertrauter Ablauf, kein Smartphone erforderlich. Papierverbrauch, Drucker, Verbrauchsmaterial und Lesbarkeit.
Digitaler Beleg Kann Papier reduzieren und digitale Abläufe unterstützen. Technische Bereitstellung, Zustimmung, Datenschutz und Zugriffsschutz.
Kombiniertes Verfahren Auswahl zwischen digitaler Ausgabe und Ausdruck. Bedienablauf, Konfiguration und Verfügbarkeit der Funktionen.

Welche digitalen Belegfunktionen für BlitzKasse verfügbar sind oder künftig
angeboten werden, kann von Produktvariante, Softwareversion, Lizenz,
Einrichtung und technischer Umgebung abhängen. Verbindliche Informationen
werden veröffentlicht, sobald konkrete Funktionen und Anforderungen feststehen.

7. Warum Updates und Wartung wichtig bleiben

Ein Kassensystem besteht heute nicht nur aus einer Verkaufsoberfläche.
Betriebssystem, Datenbank, TSE, Bondrucker, Kundendisplay, Scanner, Waage,
Kartenlesegerät und weitere Komponenten arbeiten als Gesamtsystem zusammen.

Änderungen an gesetzlichen Vorgaben, Schnittstellen, Sicherheitsmechanismen
oder Betriebssystemen können technische Anpassungen erforderlich machen.
Regelmäßige Updates können dazu beitragen, neue Funktionen,
Fehlerkorrekturen und notwendige technische Weiterentwicklungen
bereitzustellen.

Ein Update ersetzt nicht die betriebliche Prüfung

Ob eine Kassenlösung im konkreten Unternehmen ordnungsgemäß eingesetzt wird,
hängt zusätzlich von Konfiguration, TSE, Benutzerrechten, Exporten,
Dokumentation und tatsächlichen Abläufen ab.

8. Gesetzliche Anforderungen und Verantwortung im Betrieb

BlitzKasse kann Unternehmen dabei unterstützen, Geschäftsvorfälle strukturiert
zu erfassen, Belege auszugeben und Daten für betriebliche oder steuerliche
Zwecke bereitzustellen. Die konkrete Einhaltung der einschlägigen Anforderungen
hängt jedoch nicht allein vom Produktnamen oder Kaufdatum ab.

  • eingesetzte Softwareversion,
  • geeignete und korrekt angebundene TSE,
  • richtige Einrichtung des Kassensystems,
  • vollständige und nachvollziehbare Aufzeichnungen,
  • Benutzer- und Berechtigungskonzepte,
  • Tagesabschlüsse und Kontrollen,
  • erforderliche Exporte und Aufbewahrung,
  • Verfahrensdokumentation,
  • regelmäßige Datensicherungen und
  • betriebliche Abläufe.

9. Häufig gestellte Fragen

Muss ich meine BlitzKasse wegen der Pläne für 2028 austauschen?

Nach dem aktuellen Informationsstand lässt sich keine pauschale
Austauschpflicht für bestehende BlitzKasse-Systeme ableiten. Ob technische
Anpassungen erforderlich werden, hängt von den endgültigen Vorschriften,
der Softwareversion, Hardware und TSE ab.

Ist die Registrierkassenpflicht ab 2028 bereits endgültig beschlossen?

Medienberichte und politische Pläne sind nicht automatisch mit einem
endgültig verabschiedeten Gesetz gleichzusetzen. Maßgeblich sind der
abschließende Gesetzestext, Ausnahmen und Übergangsfristen.

Gilt die Kassenbon-Pflicht bereits heute?

Ja. Bei der Erfassung aufzeichnungspflichtiger Geschäftsvorfälle mit einem
elektronischen Aufzeichnungssystem muss grundsätzlich ein Beleg erstellt
und bereitgestellt werden. Dies ist bereits heute auf Papier oder
elektronisch möglich.

Muss der Kunde den Kassenbon mitnehmen?

Der Unternehmer muss den Beleg erstellen und bereitstellen. Eine allgemeine
Pflicht des Kunden, den Bon mitzunehmen, besteht grundsätzlich nicht.

Werden ab 2028 nur noch digitale Kassenbons erlaubt sein?

Nach den derzeitigen Berichten soll die digitale Ausgabe stärker zum
Regelfall werden, während ein Papierbeleg auf Wunsch möglich bleiben könnte.
Die endgültige Regelung bleibt abzuwarten.

Garantiert ein Update automatisch die Einhaltung aller Vorschriften?

Nein. Ein Update kann technische Funktionen oder Anpassungen bereitstellen.
Die ordnungsgemäße Nutzung hängt zusätzlich von Einrichtung, TSE,
Dokumentation, Datenpflege und betrieblichen Abläufen ab.

10. BlitzKasse begleitet Sie auch bei kommenden Änderungen

Gesetze, technische Standards und Betriebssysteme entwickeln sich weiter.
Deshalb endet unsere Arbeit nicht mit der Bereitstellung einer Kassensoftware.
Wir beobachten relevante Entwicklungen, prüfen mögliche technische
Auswirkungen und informieren unsere Anwender, sobald belastbare Anforderungen
vorliegen.

Fragen zu Ihrer BlitzKasse-Installation?

Unser Support unterstützt Sie bei Fragen zu Softwareversion, Einrichtung,
TSE, Updates, Datensicherung und laufendem Kassenbetrieb.

Supportzeiten: Montag bis Freitag, 12:00–18:00 Uhr
Support 1: +49 (0) 911 937 66 82
Support 2: +49 (0) 911 80 1985 72
E-Mail: support@blitzkasse.de

Support öffnen
Supportanfrage senden

Fazit: Informiert bleiben, aber nicht vorschnell handeln

Für BlitzKasse-Kunden bedeutet die aktuelle Diskussion vor allem:
vorhandene Systeme pflegen, Updates beachten, TSE und Datensicherung
regelmäßig prüfen und offizielle Informationen verfolgen.

Sobald verbindliche Vorgaben und daraus folgende technische Anforderungen
feststehen, informieren wir unsere Kunden und erläutern, welche Schritte für
die jeweilige BlitzKasse-Version und Systemumgebung sinnvoll oder erforderlich
sein können.

Unser Grundsatz

BlitzKasse-Anwender sollen bei technischen und gesetzlichen Veränderungen
nicht allein gelassen werden. Wir bleiben für Sie am Ball, informieren
nachvollziehbar und unterstützen bei der praktischen Umsetzung geeigneter
technischer Maßnahmen.

Rechtlicher, steuerlicher und datenschutzrechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder
datenschutzrechtliche Beratung. Fragen zu GoBD, TSE, DSFinV-K,
KassenSichV, Aufbewahrungspflichten, Datenschutz und Buchhaltung sollten
mit einem Steuerberater, Rechtsanwalt, Datenschutzbeauftragten oder einer
zuständigen Fachstelle abgestimmt werden. Die dargestellten politischen
Planungen können sich im weiteren Verfahren ändern. Maßgeblich sind die
jeweils geltenden Gesetze, Verordnungen und offiziellen Anwendungshinweise.

Quellen und weiterführende Hinweise

  • Bundesministerium der Finanzen: FAQ zur Belegausgabepflicht.
    BMF-Information öffnen
  • Gesetze im Internet: § 146a Abgabenordnung.
    § 146a AO öffnen
  • Gesetze im Internet: Kassensicherungsverordnung.
    KassenSichV öffnen
  • Branchen- und Medienberichte zur politischen Diskussion:
    Orderbird, Deskmodder, TOBO POS, ready2order und Lexware.

Redaktioneller Stand: 3. August 2026. Für die rechtliche Einordnung sind
die geltenden gesetzlichen und behördlichen Quellen maßgeblich.

Artikelnamen auf dem Kassenbon verlängern – anpassen

 

Artikelnamen auf dem Kassenbon verlängern: Bonvorlage in BlitzKasse anpassen

Bei längeren Artikelbezeichnungen kann es vorkommen, dass der Produktname auf dem Kassenbon nicht vollständig ausgedruckt wird. Beispiele dafür sind
Bezeichnungen wie „Propangasfüllung 11 kg“ oder „Propangasfüllung 5 kg“.

In BlitzKasse kann die maximale Länge des ausgedruckten Artikelnamens über die entsprechende Bonvorlage angepasst werden. In dieser Anleitung zeigen
wir Ihnen Schritt für Schritt, wo Sie die Einstellung finden und was dabei zu beachten ist.

Warum wird der Artikelname auf dem Kassenbon abgeschnitten?

Die Breite eines Kassenbons ist begrenzt. Deshalb wird in der Bonvorlage
festgelegt, wie viele Zeichen eines Artikelnamens ausgegeben werden.
Ist eine Artikelbezeichnung länger als der eingestellte Wert, wird sie
auf dem Bon entsprechend gekürzt.

Betroffen sein können beispielsweise folgende Artikel:

  • Propangasfüllung 11 kg
  • Propangasfüllung 5 kg
  • Mineralwasser 0,75 Liter
  • Mittagsmenü mit Beilage
  • Artikelbezeichnungen mit Größen- oder Mengenangaben

Wo befindet sich die Bonvorlage?

Die für den Artikeldruck verwendete Vorlagendatei befindet sich
normalerweise im folgenden Verzeichnis:

C:\Users\IhrWindowsBenutzername\Documents\BlitzKasseSettings\Templates

Ersetzen Sie IhrWindowsBenutzername durch den tatsächlichen
Namen des Windows-Benutzerkontos, unter dem BlitzKasse verwendet wird.

Im Ordner Templates öffnen Sie die Datei:

Bon_products_item.tpl

Die Datei kann mit einem einfachen Texteditor geöffnet werden, zum Beispiel
mit dem in Windows enthaltenen Editor.

Artikelnamenlänge in der Bonvorlage anpassen

Suchen Sie in der Datei Bon_products_item.tpl nach einem Platzhalter nach folgendem Schema:

 

PRODUKTITEMNAME_XX

Die Zeichen XX stehen für die maximale Anzahl der Zeichen,
die vom Artikelnamen auf dem Kassenbon ausgegeben werden.

BlitzKasse-BonLayoutaendern-Artikelname-Laenge

Beispiel

PRODUKTITEMNAME_20

Bei dieser Einstellung werden maximal 20 Zeichen des Artikelnamens
ausgegeben. Soll eine längere Artikelbezeichnung gedruckt werden, kann
die Zahl entsprechend erhöht werden.

Beispielsweise:

PRODUKTITEMNAME_25

Dadurch können bis zu 25 Zeichen des Artikelnamens berücksichtigt werden.
Welche Zeichenanzahl geeignet ist, hängt unter anderem von der Bonbreite, der verwendeten Schriftgröße und der weiteren Gestaltung der Bonvorlage ab.

Ist ein automatischer Zeilenumbruch des Artikelnamens möglich?

Ein automatischer Zeilenumbruch innerhalb des Artikelnamens ist über denPlatzhalter PRODUKTITEMNAME_XX derzeit nicht möglich.

Der Artikelname kann daher nur bis zur eingestellten maximalen Zeichenanzahl verlängert werden. Wird ein zu hoher Wert verwendet, können
andere Inhalte des Bons, beispielsweise Menge, Einzelpreis oder Gesamtpreis, verschoben oder nicht mehr korrekt dargestellt werden.

Änderung speichern und mit einem Testbon prüfen

Nach der Anpassung gehen Sie wie folgt vor:

  1. Speichern Sie die Datei Bon_products_item.tpl.
  2. Schließen Sie den Texteditor.
  3. Starten Sie BlitzKasse vollständig neu.
  4. Drucken Sie einen Testbon mit einem längeren Artikelnamen aus.
  5. Kontrollieren Sie die Darstellung von Artikelname, Menge und Preis.

Falls Texte oder Preisangaben auf dem Bon verschoben dargestellt werden, reduzieren Sie die verwendete Zeichenanzahl schrittweise und führen Sie
erneut einen Testdruck durch.

Häufig gestellte Fragen

Welche Datei muss für die Artikelnamenlänge geändert werden?

Die Einstellung befindet sich normalerweise in der Datei
Bon_products_item.tpl im Ordner
BlitzKasseSettings\Templates.

Was bedeutet die Zahl hinter PRODUKTITEMNAME?

Die Zahl bestimmt, wie viele Zeichen des Artikelnamens auf dem Bon ausgegeben werden. Bei PRODUKTITEMNAME_20 werden beispielsweise
maximal 20 Zeichen berücksichtigt.

Kann ein langer Artikelname automatisch in zwei Zeilen gedruckt werden?

Nein. Ein automatischer Zeilenumbruch ist über diesen Platzhalter nicht möglich. Es kann lediglich die maximale Länge des ausgegebenen
Artikelnamens verändert werden.

Muss BlitzKasse nach der Änderung neu gestartet werden?

Ja. Nach dem Speichern der Vorlagendatei sollte BlitzKasse vollständig geschlossen und erneut gestartet werden. Anschließend empfiehlt sich ein
Testdruck.

Zusammenfassung

Die Länge der Artikelnamen auf dem Kassenbon wird in der Datei Bon_products_item.tpl über den Platzhalter PRODUKTITEMNAME_XX festgelegt.

Durch eine höhere Zahl kann die ausgegebene Artikelbezeichnung verlängert werden. Ein automatischer Umbruch des Artikelnamens auf eine zweite Zeile ist an dieser Stelle jedoch nicht möglich.

Erstellen Sie vor der Bearbeitung immer eine Sicherungskopie der ursprünglichen Vorlagendatei und überprüfen Sie das Ergebnis anschließend mit einem Testbon.

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Mehr Effizienz in der Gastronomie und Schnellgastronomie Praxisbeispiele aus echten Betrieben – ohne Theorie

Hinweis des Autors: Dieser Beitrag wurde von Dimitry Bobin von BlitzKasse verfasst. Der Text gibt ausschließlich seine persönliche Meinung und seine praktische Erfahrung aus dem Kassenalltag wieder. Er ersetzt keine steuerliche, rechtliche, arbeitsrechtliche oder datenschutzrechtliche Beratung.

Mehr Effizienz in der Gastronomie und Schnellgastronomie

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Praxisbeispiele aus echten Betrieben – ohne Theorie

Einleitung

Mein Name ist Dimitry Bobin von BlitzKasse.

Seit 2008 arbeiten wir mit Kassensystemen und Automatisierung für Restaurants und Einzelhandel in Deutschland. In dieser Zeit haben wir Tausende Betriebe gesehen – und vor allem, was im Alltag wirklich funktioniert und was nicht.

Ich höre jeden Tag die gleichen Fragen:

„Kann man Umsätze löschen?“

„Kann man Rechnungen nachträglich ändern?“

Die Antwort ist klar: Ein rechtskonformes Kassensystem darf Umsätze nicht einfach verschwinden lassen. Korrekturen müssen nachvollziehbar bleiben. Das Finanzamt schaut genau hin. Früher oder später fällt so etwas auf.

Aber das eigentliche Problem liegt woanders. Nicht bei der Steuer – sondern im Betrieb selbst. Wenn Abläufe chaotisch sind, wenn niemand den Überblick hat und vieles noch per Zettel läuft, dann geht jeden Tag Geld verloren. Nicht einmal, sondern ständig.

Und genau hier kann man den Betrieb besser machen.

Nicht als Theorie, sondern ganz praktisch: weniger Fehler, mehr Kontrolle und am Ende mehr Umsatz.

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen genau das – ohne Theorie. Sondern echte Beispiele aus dem Alltag.

Ich zeige Ihnen, was wirklich funktioniert und was Betrieben im Alltag hilft. Oft sind es einfache Dinge, die nichts kosten, aber viel bringen.

Sie möchten wissen, ob Ihre Kasse solche Kontrolllücken zeigt?Dann lassen Sie Ihre Abläufe kurz prüfen – ohne Druck, ohne Verpflichtung, aber mit einem klaren Blick auf Storno, offene Tische, Benutzerrechte und Tagesabschluss.

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1. Mitarbeiter – der entscheidende Faktor im Geschäft

Ich möchte mit dem wichtigsten Punkt anfangen: den Mitarbeitern. Das ist der Grundstein. Alles andere baut darauf auf.

Ein Restaurant kann eine gute Lage haben, schönes Design und gutes Essen. Wenn aber die falschen Leute im Service stehen, funktioniert es nicht. Ein Mitarbeiter, der nicht zur Aufgabe passt oder nicht sauber eingearbeitet ist, kann Gäste abschrecken. Das spürt man sofort.

Und das Gegenteil sehen wir genauso oft. Energiegeladene und zielorientierte Mitarbeiter ziehen das ganze Geschäft nach oben. Sie sprechen mit den Gästen, empfehlen aktiv etwas, schaffen eine gute Atmosphäre – und genau daraus entsteht Umsatz.

Deshalb ist die wichtigste Aufgabe: die richtigen Leute auswählen, sauber einarbeiten und regelmäßig hinschauen, wie gearbeitet wird.

Ein guter Mitarbeiter bringt jeden Tag Umsatz. Eine unpassende Besetzung oder fehlende Struktur kann jeden Tag Umsatz kosten.

2. Keine Automatisierung bedeutet verlorene Zeit und Geld

Viele Betriebe arbeiten noch wie vor 20 Jahren: mit Zettel, Chaos und ohne klare Abläufe. Das führt im Alltag zu mehr Fehlern, mehr Stress und am Ende zu weniger Umsatz.

Das lässt sich heute einfach besser machen. Mobile Bestellsysteme, CRM und digitale Abläufe sparen Wege und bringen mehr Übersicht in den Betrieb.

In der Praxis sehen wir das immer wieder: Wer seine Abläufe verbessert, arbeitet ruhiger, macht weniger Fehler und verdient mehr – ohne zusätzlichen Aufwand.

3. Mobile Bestellterminals – mehr Umsatz mit weniger Laufwegen

Wenn man ehrlich ist, läuft in vielen Restaurants noch alles wie vor 20 Jahren: Zettel, Stift und endlose Wege zwischen Tisch, Küche und Kasse. Der Kellner läuft viel, und die Gäste warten. Sie warten, um zu bestellen, sie warten, um noch etwas nachzubestellen, und sie warten auf die Rechnung.

Die Lösung ist simpel und hat sich in der Praxis bereits bei hunderten unserer Kunden in der Gastronomie bewährt: mobile Bestellterminals. Der Kellner nimmt die Bestellung direkt am Tisch auf, und innerhalb weniger Sekunden ist alles in der Küche und an der Bar. Kein Hin- und Herlaufen mehr, keine verlorene Zeit – stattdessen bleibt der Kellner dort, wo er Umsatz macht: beim Gast.

Viele Betriebe gehen noch einen Schritt weiter und trennen die Aufgaben im Service. Der Kellner, der gut verkaufen kann, bleibt konstant im Gastraum und kümmert sich um die Gäste. Andere Mitarbeiter übernehmen das Tragen der Speisen und Getränke. So ist immer jemand am Tisch präsent, der aktiv verkauft und nicht nur Bestellungen aufnimmt.

Und genau hier entsteht der eigentliche Effekt. Wenn der Kellner Zeit hat, aufmerksam im Gastraum zu sein, entstehen zusätzliche Bestellungen fast von selbst. Ein kurzer Blick, ein einfaches „Noch ein Bier?“ – und schon wächst der Umsatz, ohne dass der Betrieb mehr Gäste braucht.

In der Praxis bedeutet das: weniger Laufwege, effizientere Abläufe, besserer Personaleinsatz und gleichzeitig mehr Umsatz. Viele Restaurants arbeiten so deutlich strukturierter und profitieren jeden Tag davon.

Wie viele hundert Euro zusätzlichen Gewinn pro Monat bringt es wohl, wenn Ihr Kellner einfach die Zeit hat, diese eine Frage zu stellen: „Noch ein Bier?“

4. Mobile Bestellterminals – warum wir diese Lösung empfehlen

Wir sehen das jeden Tag in der Praxis und halten uns konsequent an folgende Punkte:

Sie sparen Zeit und Personalkosten

Der Kellner nimmt die Bestellung direkt am Tisch auf, und innerhalb weniger Sekunden ist alles in der Küche oder auf dem Küchenmonitor. Kein unnötiges Laufen mehr – dadurch können viele Betriebe ihr Personal langfristig effizienter einsetzen.

Jeder Kellner schafft mehr pro Tag

Wenn Laufwege wegfallen, kann ein Kellner deutlich mehr Tische bedienen, ohne dass die Qualität leidet.

Sie sparen zusätzlich Kosten für Personal

Effizienterer Personaleinsatz kann die laufenden Kosten entlasten – ein Punkt, der oft unterschätzt wird.

Sie steigern den Umsatz pro Kunde

Der Kellner ist mehr im Gastraum und nicht unterwegs. Gäste warten nicht mehr und bestellen häufiger nach – genau hier entsteht zusätzlicher Umsatz.

Sie erhöhen die Kundenzufriedenheit

Schneller Service, weniger Wartezeit und mehr Aufmerksamkeit am Tisch sorgen dafür, dass Gäste gerne wiederkommen.

Ihre Mitarbeiter verdienen mehr

Wenn mehr Gäste bedient werden und mehr bestellt wird, steigt auch das Trinkgeld. Das kann das Team zusätzlich motivieren.

Sie bekommen mehr Kontrolle über den Betrieb

Alle Bestellungen und Änderungen werden im System gespeichert. Das schafft Transparenz und reduziert Fehler sowie nicht nachvollziehbare Vorgänge.

Am Ende sehen wir bei vielen unserer Kunden das gleiche Bild: Die Investition in mobile Bestellterminals kann sich je nach Betrieb schon nach wenigen Monaten rechnen – und der Betrieb läuft spürbar strukturierter und effizienter.

5. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 1 – „Mit Zettel ist es einfacher“

Ein Restaurantinhaber ruft an. Vor kurzem hat er ein mobiles Kassensystem eingeführt, und jetzt beschwert sich seine Kellnerin: „Mit dem Handgerät kann ich nicht arbeiten. Zu kompliziert. Zu langsam. „Geben Sie mir wieder Zettel und Stift.“

Wir prüfen das System. Technisch ist alles in Ordnung. Trotzdem bleibt die Kellnerin unzufrieden. Daraufhin schauen unsere Techniker in die Datenbank – und dort fällt sofort etwas auf: sehr viele Sofort-Stornos, fast immer bei Cola.

Wie war es früher, mit Zettel?

Die Kellnerin brachte eigene 2-Liter-Flaschen mit. Viele Gäste wollten keine Rechnung und bekamen die Cola direkt aus ihrer Flasche. Gebucht wurde nur das Essen, die Cola tauchte im System gar nicht auf. Der Gast zahlte, aber der Umsatz kam nicht dort an, wo er hingehört: in der Kasse. Und niemand hat es sofort gemerkt.

Was hat sich mit der Kasse geändert?

Jetzt muss jede Bestellung direkt am Tisch gebucht werden – auch die Cola. Also wurde sie gebucht und kurz vor dem Bezahlen wieder storniert. Auf der Rechnung fehlt die Cola, aber im System bleibt jede Stornierung gespeichert. Was früher unsichtbar war, ist jetzt sichtbar.

Lösung:

Die Storno-Liste sollte regelmäßig kontrolliert werden. Mitarbeiterrechte müssen klar festgelegt werden, und die Funktion Sofort-Storno sollte nicht für alle freigegeben sein. Klare Regeln sparen Geld.

Wenn jemand sagt: „Mit der Kasse ist es zu schwierig“, ist das für uns immer ein Signal, genauer hinzuschauen. Nicht wegen der Technik, sondern um zu prüfen, ob im Betrieb sauber gearbeitet wird – oder ob Umsatz am regulären Kassenprozess vorbeiläuft.

6. Fotos in der Speisekarte – warum sie den Umsatz erhöhen

In vielen Ländern ist das längst Standard, in Deutschland dagegen noch extrem selten: Fotos in der Speisekarte.

Genau deshalb funktioniert es so gut.

Wenn der Gast nur Text liest, stellt er sich das Gericht vor. Wenn er ein gutes Bild sieht, bekommt er direkt Appetit. Der Unterschied ist einfach: Mit Bild bestellt der Gast schneller und oft mehr.

Ich beobachte das immer wieder bei meiner Familie und Freunden. Wir gehen ins Restaurant, schauen uns die Speisekarte mit Fotos an – und am Ende bestellen wir deutlich mehr, als wir eigentlich essen wollten. Oft verlassen wir das Restaurant, nachdem wir 20–30 % mehr ausgegeben haben als geplant und nehmen den Rest sogar noch mit nach Hause. Genau deshalb bin ich überzeugt, dass gute Fotos Gäste zum Bestellen inspirieren und den Umsatz spürbar steigern können.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird oft unterschätzt. Fotos schaffen Klarheit. Der Gast weiß, was ihn erwartet, und wird seltener enttäuscht. Das wirkt sich direkt auf Zufriedenheit und Wiederbesuche aus.

Die Kosten dafür sind überschaubar. Eine gute Fotosession wird einmal gemacht und arbeitet danach jeden Tag für Sie.

Wichtig ist nur: Die Bilder müssen realistisch sein. Gute Qualität, gutes Licht, keine Übertreibung. Wenn das Foto nicht zum echten Gericht passt, verliert man Vertrauen.

In Deutschland wird das noch wenig genutzt. Und genau darin liegt die Chance, sich abzuheben.

Die entscheidende Frage ist: Wenn der Gast ein Gericht sieht und es stärker will – wie viele zusätzliche Bestellungen bringt Ihnen das im Monat?

Die Einführung von Fotos in Speisekarten ist eine einfache und effektive Methode, um Umsatz, Durchschnittscheck und Kundenzufriedenheit zu steigern.

7. Kartenzahlung – kein Extra mehr, sondern Standard

Es ist erstaunlich, aber selbst heute sehen wir in Nürnberg noch viele kleine Restaurants und Imbisse, die keine Kartenzahlung anbieten.

Arbeiten Sie auch noch nach dem Prinzip „Nur Bares ist Wahres“? Dann verlieren Sie ganz konkret Umsatz.

Die Realität hat sich längst geändert. Immer mehr Menschen haben kaum noch Bargeld dabei. Heute erwarten sehr viele Gäste ganz selbstverständlich, dass sie mit Karte oder dem Handy bezahlen können. Ist das nicht möglich, gehen viele einfach weiter.

Das merken wir jeden Tag in der Praxis.

Kunden wollen selbst entscheiden, wie sie bezahlen – ob bar, mit Karte oder mit Handy. Wenn eine Möglichkeit fehlt, gehen sie oft einfach weiter.

Mit Kartenzahlung ist der Kunde nicht mehr durch sein Bargeld limitiert, Viele unserer Kunden berichten, dass Gäste mit Kartenzahlung entspannter bestellen und der Durchschnittsbon häufig steigt.

Gleichzeitig wird der Bezahlprozess schneller und einfacher, und Sie reduzieren typische Probleme rund um Bargeld.

Am Ende ist es kein technisches Thema, sondern ein ganz einfaches Ergebnis:

Wer Kartenzahlung anbietet, macht es dem Kunden leichter – und verdient mehr.

Und ganz ehrlich: Das ergibt in der Praxis keinen Sinn, an den Gebühren für Kartenzahlung sparen zu wollen und dabei gleichzeitig einen deutlich größeren Teil des eigenen Umsatzes zu verlieren.

8. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 2 – Der offene Tisch

Ein Kollege hat mir vor kurzem einen Fall erzählt, der perfekt in meine Sammlung von „Kontrolllücken im Service“ passt.

Ein Buffet-Restaurant. Viel Laufkundschaft, hoher Durchsatz, viel Barzahlung. Der Ablauf war immer gleich: Ein Kellner bucht ein Buffet, der Gast zahlt bar – aber es wird keine Rechnung gedruckt. Der Tisch bleibt im System einfach offen. Kurz danach setzt sich der nächste Gast an genau diesen Tisch, bestellt wieder Buffet, zahlt bar – und wieder passiert dasselbe. Keine Rechnung, kein Abschluss.

Im System sieht es so aus, als wäre noch nichts passiert. In Wirklichkeit wurde der Tisch mehrfach kassiert. Am Ende des Tages wird nur ein Teil der Umsätze korrekt abgeschlossen. Ein Teil des Umsatzes wird nicht sauber abgeschlossen und kommt nicht dort an, wo er hingehört.

Solche Fälle entstehen vor allem dort, wo niemand regelmäßig hinschaut. Ein Tisch, der über Stunden offen bleibt, ist kein Zufall. Das ist ein klares Warnsignal.

Die Lösung ist technisch einfach, aber in der Praxis wird sie oft ignoriert. Jede Zahlung muss sofort abgeschlossen werden, inklusive Bon-Druck. Offene Tische müssen aktiv überwacht werden. Sobald ein Tisch ungewöhnlich lange offen ist, sollte man genauer hinschauen. Zusätzlich hilft ein einfacher Vergleich: viele Gäste, aber wenig Umsatz – das passt selten zusammen.

Wichtig ist aber nicht die Technik, sondern das Team. Wenn es keine klaren Regeln gibt, wenn niemand Verantwortung übernimmt und Zahlen nie besprochen werden, entsteht automatisch Raum für solche Lücken.

Deshalb braucht es klare Abläufe, regelmäßige Kontrolle und offene Kommunikation im Team. Jeder muss wissen, wie gebucht, storniert und abgeschlossen wird. Umsatz und offene Tische dürfen kein „unsichtbares Thema“ sein.

Ein starkes Team reduziert Risiko. Unklare Abläufe erhöhen dieses Risiko. Und wichtig zu verstehen: Vertrauen braucht klare Führung.

9. Atmosphäre entscheidet – oft an kleinen Details

Ein kleiner Fall aus der Praxis.

Wir waren bei einem Kunden in einer wirklich schönen Shisha-Bar. Alles auf hohem Niveau: stilvolles Design, hochwertige Möbel, schönes Geschirr. Man merkt sofort – hier wurde investiert.

Ich bestelle einen Tee. Der Tee kommt in einem schönen Glas. Aber… Mit einem einfachen Teebeutel. In diesem Moment entsteht ein Bruch.

Der Laden wirkt hochwertig, aber dieses Detail passt nicht dazu. Und genau solche Kleinigkeiten entscheiden, wie der Gast den gesamten Besuch wahrnimmt.

Der Unterschied wäre minimal gewesen: eine kleine Teekanne, ein bisschen Inszenierung – und schon fühlt sich das Ganze stimmig an.

Das Problem ist nicht der Tee. Das Problem ist der komplette Widerspruch zwischen dem hochwertigen Design und einem billig wirkenden Service.

In der Praxis sehen wir das immer wieder: Große Investitionen sind da, aber kleine Details werden übersehen. Und genau diese Details entscheiden, ob der Gast denkt: „Wow, das war richtig stark – da komme ich wieder“ oder einfach nur „passt…“ und nie mehr zurückkommt.

Atmosphäre entsteht nicht durch große Ideen. Sondern durch viele kleine, richtig gemachte Dinge.

10. Kassenbon – kleine Fläche, große Wirkung

Viele sehen den Kassenbon nur als Pflicht. Muss halt sein. In der Praxis ist das aber eine kleine, unterschätzte Möglichkeit, beim Kunden im Kopf zu bleiben.

Ein Kunde von uns hat angefangen, seine Bons bewusst zu gestalten. Keine Standardtexte, sondern kleine, einfache Botschaften, die im Kopf bleiben. Humor, ein Satz, der hängen bleibt.

Und plötzlich passiert etwas Interessantes: Die Kunden schauen den Bon an. Lesen ihn. Lächeln. Das ist ein Moment, den viele Betriebe verschenken.

Der Kunde hat gerade bezahlt, ist emotional noch im Erlebnis – und genau in diesem Moment geben Sie ihm noch etwas mit. Nicht Werbung im klassischen Sinn, sondern ein Gefühl.

So etwas kostet nichts. Aber es bleibt im Kopf. Und genau solche Kleinigkeiten entscheiden oft, ob ein Laden einfach „okay“ ist – oder ob man sich daran erinnert.

11. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 3 – Der Zettel-Trick

Das ist ein Klassiker. Fast jede Woche hören wir das von neuen Kunden.

Der Kellner nimmt die Bestellung mit einem Zettel auf. Er geht in die Küche. Das Essen wird zubereitet. Der Gast zahlt bar. Aber die Bestellung wird nie in der Kasse erfasst. Das Geld wird aufgeteilt – zwischen Kellner und Koch.

Im System existiert dieser Umsatz nicht. Für den Inhaber auch nicht.

Warum passiert das?

Weil der erste Schritt nicht digital ist. Solange Bestellungen nur auf Papier stehen, können sie im Alltag verschwinden.

Was nicht im System erfasst wird, fehlt in der offiziellen Dokumentation.

Lösung

Keine Schreibzettel mehr verwenden.

Bestellungen direkt über mobile Terminals aufnehmen.

Küche und Kasse müssen miteinander verbunden sein.

Wenn jede Bestellung sofort im System landet, gibt es keinen Raum mehr für „vergessene“ Umsätze. Papier schafft Lücken. Digitale Prozesse schließen sie.

12. Der Geburtstagsgast kommt nie allein

Diese Idee haben wir bei einem Restaurant gesehen. Das Restaurant arbeitet mit einem CRM-System und speichert dort auch die Geburtstage der Gäste.

Kurz vor dem Geburtstag bekommt der Kunde automatisch eine Nachricht: eine kleine Gratulation und eine Einladung – zum Beispiel mit einem kostenlosen Hauptgericht und einem Getränk.

Ein Punkt ist wichtig: Zum Geburtstag kommt fast niemand allein. Die meisten bringen Familie, Freunde oder Kollegen mit. Aus einem Gast wird schnell ein Tisch mit mehreren Personen. Und genau da entsteht Umsatz.

Das Geschenk kostet das Restaurant nur wenig. Die Begleitpersonen bestellen ganz normal: Getränke, Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts. Oft sogar mehr als bei einem normalen Besuch.

Am Ende verliert das Restaurant kein Geld. Im Gegenteil: Die Gruppe deckt die Kosten für das Geschenk – und bringt zusätzlichen Umsatz.

Und noch etwas passiert: Der Gast verbindet das Restaurant mit einem schönen Moment.

So wird aus einer einfachen Geburtstagsnachricht ein Werkzeug für mehr Umsatz, mehr Stammkunden und mehr volle Tische.

Wichtig: Geburtstagsaktionen und automatische Nachrichten dürfen nur datenschutzkonform erfolgen. Dafür brauchen Betriebe eine passende Rechtsgrundlage, transparente Datenschutzhinweise und bei elektronischer Werbung in der Regel eine vorherige Einwilligung des Gastes.

13. Finanzamt-Fälle aus der Praxis. Fall 1 – Der Müll zeigt die Wahrheit

Manche versuchen, am Finanzamt vorbei zu arbeiten. In der Praxis sieht das oft aus wie Verstecken mit einem Kind: Das Kind hält sich die Augen zu und denkt, es wird nicht gesehen. Der Erwachsene steht daneben, sieht alles – und tut nur so, als würde er suchen.

Bei Prüfungen werden viele Daten und Plausibilitäten betrachtet. Unstimmigkeiten fallen deshalb oft später, aber dann sehr deutlich auf.

In Deutschland gibt es rund 3 Millionen Betriebe. Jedes Jahr werden Hunderttausende Betriebe eröffnet und genauso viele schließen wieder. Das Finanzamt beobachtet das seit Jahrzehnten. Zu denken, dass solche Unstimmigkeiten dauerhaft unsichtbar bleiben, ist gefährlich.

Fall aus der Praxis

Eine kleine Pizzeria mit viel Laufkundschaft. Ein Großteil der Bestellungen wird nicht gebucht.

Der Prüfer kommt und schaut nicht nur in die Kasse. Er schaut auch in den Müll. Verpackungen, Belege, Reste – alles wird ausgewertet. Und schnell wird klar: Es wurde deutlich mehr verkauft, als in der Kasse steht.

Dann kommt die Schätzung. Danach folgen hohe Nachzahlungen.

Fazit

Realität und Kasse müssen übereinstimmen. Verschwenden Sie keine Energie auf solche Spielchen. Denken Sie nicht darüber nach, wie man etwas versteckt. Denken Sie darüber nach, wie der Betrieb besser läuft.

Mehr Effizienz. Mehr zufriedene Kunden. Mehr Gäste, die wiederkommen.

Dort entsteht Geld.

14. Kellnerruf-System – wie jeden Tag Umsatz verloren geht

 

Ich merke das immer wieder bei mir selbst. Ich sitze im Restaurant, bin fertig mit Essen und möchte eigentlich noch etwas bestellen – ein Getränk, vielleicht ein Dessert. Aber genau in diesem Moment ist kein Kellner in der Nähe. Ich warte kurz, schaue mich um – und nach einiger Zeit denke ich einfach: „Egal.“ Die Nachbestellung findet nicht statt.Das ist kein Einzelfall, das passiert ständig. Und jedes Mal verliert das Restaurant an mir ein paar Euro. Wenn man das auf den Betrieb überträgt, wird es interessant: Wie viele Gäste sitzen täglich bei Ihnen, die eigentlich noch etwas bestellen würden – es aber nicht tun, weil gerade kein Kellner da ist?In einem Restaurant haben wir eine einfache Lösung gesehen: ein Kellnerruf-System direkt am Tisch. Der Gast drückt einen Knopf, der Kellner bekommt ein Signal und kommt.Keine große Investition. Aber genau in dem Moment, in dem der Gast bereit ist zu bestellen, geht der Umsatz nicht verloren.

15. Kassenlade mit Münzbrett

Das ist so ein Detail, das viele unterschätzen, obwohl es jeden Tag Zeit spart.

Wir sehen oft einfache Kassenladen, in denen Münzen ungeordnet liegen. Der Mitarbeiter muss lange zählen, suchen, macht Fehler – und am Ende dauert jede Abrechnung unnötig lange.

Dabei gibt es eine einfache Lösung, die sich in der Praxis längst bewährt hat: eine Kassenlade mit Münzbrett.

Die Münzen werden automatisch in Fächer sortiert, die jeweils fünf Stück aufnehmen. Nach kurzer Zeit entsteht Ordnung von selbst, ohne dass jemand aktiv sortieren muss. Gleichzeitig lässt sich der aktuelle Kassenbestand in wenigen Sekunden ablesen.

Das klingt banal, aber genau solche Kleinigkeiten machen im Alltag den Unterschied: weniger Zeit beim Zählen, weniger Fehler und weniger Stress am Ende des Tages.

Und genau so sparen Sie jeden Tag Zeit.

16. Bilder statt Text – kleine Änderung, große Wirkung

Eine einfache Sache, die wir bei vielen Kunden sehen: Die Kassen sind mit Text beschriftet. Auf den Buttons stehen Begriffe, die der Mitarbeiter jedes Mal lesen muss. Das klingt banal, kostet aber im Alltag Zeit und führt regelmäßig zu Fehlern.Sobald man Bilder oder Icons verwendet, ändert sich das Verhalten sofort. Der Mitarbeiter muss nicht mehr nachdenken oder suchen – er erkennt das richtige Feld auf einen Blick und klickt schneller. Das merkt man besonders in Stoßzeiten, wenn jede Sekunde zählt.Das heißt im Alltag: schnellere Abläufe, weniger Fehler und deutlich kürzere Einarbeitungszeit für neue Mitarbeiter. Das System wird intuitiver, und selbst unerfahrene Kräfte kommen schneller zurecht.Es ist keine große Umstellung und kostet praktisch nichts. Aber genau solche kleinen Anpassungen sorgen dafür, dass der Betrieb im Alltag ruhiger, schneller und effizienter läuft.

17. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 4 – Das Datum in der Zukunft

Ein Kunde ruft an. Beim Einschalten der Kasse erscheint eine Fehlermeldung:

„Das Datum stimmt nicht mit dem System überein.“

Unsere Techniker prüfen die Einstellungen und sehen sofort das Problem: Das Jahr wurde manuell geändert. Das Datum liegt in der Zukunft.

Warum?

Offenbar wurde das Datum verstellt und es wurden Rechnungen mit falscher Datumszuordnung gebucht. Dadurch können Umsätze im heutigen Tagesabschluss fehlen oder falsch zugeordnet werden.

Lösung

In modernen Kassensystemen ist der Schutz bereits integriert. Datum und Uhrzeit lassen sich nicht unbemerkt verändern. Es braucht keine komplizierten Maßnahmen. Was es braucht, ist eine klare Entscheidung: Solche Vorgänge sollten dokumentiert, intern geprüft und arbeitsrechtlich sauber bewertet werden.

Technik kann schützen. Aber der Chef entscheidet, wer im Team bleibt.

18. Der Gutschein, der neue Gäste bringt

Eine kleine Geschichte aus dem Alltag. Mein Cousin arbeitet in einer Fabrik. Vor kurzem bekam er von seinem Arbeitgeber eine Prämie – aber nicht in Geld, sondern als Restaurantgutschein.

Die Fabrik arbeitet mit einem Restaurant in der Nähe zusammen und verteilt solche Gutscheine regelmäßig an ihre Mitarbeiter.

Für die Mitarbeiter ist das eine nette Belohnung. Für das Restaurant bedeutet es neue Gäste, die sonst vielleicht nie dort gegessen hätten.

Und es passiert fast immer das Gleiche:

Der Gutschein deckt meist nur ein Hauptgericht ab. Die Gäste bestellen zusätzlich Getränke, Desserts oder weitere Speisen.

So wird aus einem einfachen Gutschein ein voller Tisch – und zusätzlicher Umsatz für das Restaurant.

19. Der kleine Gutschein

Ein Gastronom hat einmal eine interessante Beobachtung mit uns geteilt.

Er arbeitete mit Restaurantgutscheinen in verschiedenen Beträgen – 10 €, 20 € und 50 €.

Nach einiger Zeit stellte er etwas Überraschendes fest: Die kleinen Gutscheine wurden deutlich seltener eingelöst als die großen.

Viele Kunden legten einen 10-Euro-Gutschein einfach zur Seite, vergaßen ihn oder hielten ihn für zu unbedeutend, um extra deswegen ins Restaurant zu gehen.

Für das Restaurant bedeutete das: Ein Teil dieser kleinen Gutscheine wurde zwar verkauft – aber nie eingelöst.

Nicht eingelöste Gutscheine können wirtschaftlich einen Effekt haben. Trotzdem müssen Gutscheine sauber dokumentiert und buchhalterisch korrekt behandelt werden.

20. Finanzamt-Fälle aus der Praxis. Fall 2 – Die Servietten

Ein Restaurant. Von außen alles ordentlich. Sauber, ruhig, keine Auffälligkeiten. Ein Teil der Umsätze wird nicht gebucht, aber „vorsichtig“. Der Inhaber denkt, das fällt nicht auf.

Dann kommt die Prüfung. Es wird nicht nur die Kasse geprüft, sondern auch die Einkaufsunterlagen über viele Monate hinweg.

Dann kommt eine einfache Frage:

„Sie hatten in den letzten Monaten ungefähr diese Anzahl an Gästen. Gleichzeitig haben Sie deutlich mehr Servietten eingekauft. Nach meiner Berechnung müssten sich bei Ihnen im Lager noch etwa 2.000 Servietten befinden. Können Sie mir diese zeigen?“

Und genau hier kommt das große Problem. Die Zahlen passen nicht zusammen. Und wenn sie nicht passen, wird gerechnet. Dann kommt die Schätzung. Danach folgen Nachzahlungen, Zuschläge und Strafen.

Fazit

Realität und Kasse müssen übereinstimmen. Hören Sie auf, Energie in solche Spielchen mit dem Finanzamt zu stecken. Denken Sie nicht darüber nach, wie man etwas versteckt. Denken Sie darüber nach, wie der Betrieb besser läuft.

Mehr Effizienz. Mehr zufriedene Kunden. Mehr Gäste, die wiederkommen. Dort entsteht Geld.

Und noch etwas: Der Versuch, das Finanzamt zu täuschen, ist die teuerste Fehlerquelle, die wir bei unseren Kunden sehen.

21. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 5 – „Ich vertraue meinen Leuten“

Eine Imbissbude. Großer Kundenstrom. Viel Bargeld. Am Abend bringen die Mitarbeiter das Geld. Der Inhaber zählt grob. Er glaubt ihnen. Er kontrolliert keine Tagesabschlüsse. Er führt kein Kassenbuch. Der Steuerberater merkt zunächst nichts. Jahrelang läuft es so.

Dann kommt die Betriebsprüfung. Das Finanzamt vergleicht Wareneinsatz, Umsätze, Rohgewinn. Es wird nachgerechnet. Ergebnis: hohe Nachzahlung. Mehrwertsteuer. Einkommensteuer. Zuschläge. Strafen. Zehntausende Euro.

Das Problem? Das Geld wurde nie offiziell verbucht. Ein Teil davon wurde offenbar nicht ordnungsgemäß verbucht. Der Inhaber hat es im Alltag nicht erkannt.

Aber für das Finanzamt ist das egal. Wer keine Kontrolle hat, trägt die Verantwortung.

Der Fehler war nicht nur das Vertrauen. Der Fehler war fehlende Struktur. Keine klare Rechtevergabe. Keine Kontrolle der Kasse. Kein sauberes Kassenbuch. Kein regelmäßiger Abgleich von Geld und System.

Gegenüber dem Finanzamt trägt grundsätzlich der Inhaber die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Kassenführung. Deshalb sollte jeder Betrieb einfache Kontrollmechanismen einführen.

Lösung

Tägliche Kontrolle der Kassenabschlüsse.

Klare Rechte im System.

Regelmäßige Prüfung der Storno-Listen.

Sauberes Kassenbuch.

Kein Geld ohne Buchung.

Vertrauen ist gut. Kontrolle ist Pflicht. Wer Bargeldgeschäft führt und nicht kontrolliert, trägt am Ende ein erhebliches Risiko.

Kurzer Praxis-Check für Ihren BetriebWenn Sie viele Stornos, offene Tische oder gemeinsame Passwörter nutzen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Kassenrechte und Tagesabläufe.

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22. Datensicherung – wie man nicht auf einmal alles verliert

Das ist kein Tipp, wie Sie mehr Umsatz machen, sondern wie Sie verhindern, dass Sie auf einen Schlag sehr viel Geld verlieren. Viele Unternehmer arbeiten jahrelang mit ihrer Kasse und denken nicht über Backups nach, solange alles funktioniert. Das Problem entsteht immer erst dann, wenn etwas schiefgeht: Die Festplatte fällt aus, die Kasse wird gestohlen oder ein Virus beschädigt die Daten. In diesem Moment ist die gesamte Datenbank plötzlich weg.

Und genau dann kommt oft das Finanzamt und verlangt die Daten. Wenn Sie diese nicht vorlegen können, verlieren Sie die Kontrolle über die Situation. Es folgen Schätzungen, Nachzahlungen und im schlimmsten Fall empfindliche Strafen.

Die Lösung ist einfach und in der Praxis längst bewährt: regelmäßige Datensicherung auf einen externen Speicherort. Am besten automatisiert, damit Sie sich im Alltag nicht darum kümmern müssen. Viele unserer Kunden nutzen genau das – die Kasse erstellt täglich selbst eine Sicherung, die außerhalb des Geräts gespeichert wird. Sollte etwas passieren, können die Daten jederzeit wiederhergestellt werden.

Damit verdienen Sie kein zusätzliches Geld. Aber Sie schützen Ihren Betrieb. Ein einziger Vorfall kann sonst mehrere Jahre Arbeit zerstören.

23. Effizienz durch richtige Aufgabenverteilung im Team

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Nicht jeder Mitarbeiter muss alles können.

In der Praxis sehen wir bei einigen Kunden eine einfache, aber sehr effektive Organisation. Im Gastraum arbeiten ein oder zwei starke Kellner – die, die gerne kommunizieren, Energie haben und verkaufen können. Sie sind ständig im Kontakt mit den Gästen und arbeiten mit mobilen Terminals direkt am Tisch.

Die anderen Mitarbeiter übernehmen das, was keine Kommunikation erfordert: Essen bringen, Tische abräumen, vorbereiten. Oft sind das Mitarbeiter, deren Stärken eher in vorbereitenden oder unterstützenden Aufgaben liegen.

Das Ergebnis ist deutlich spürbar. Der „Verkäufer“ bleibt im Saal, sieht die Gäste, reagiert schnell und stellt einfache Fragen wie: „Noch ein Bier?“ oder „Darf es noch etwas sein?“ Und genau daraus entsteht zusätzlicher Umsatz.

In vielen Restaurants ist es genau andersherum: Der Kellner läuft irgendwo zwischen Küche und Kasse herum, und der Gast muss aktiv nach ihm suchen, wenn er noch etwas bestellen will. In diesem Moment gehen Bestellungen verloren.

Wenn Sie die Rollen im Team klar aufteilen, holen Sie mehr aus den gleichen Mitarbeitern heraus – ohne zusätzliche Kosten, aber mit spürbar mehr Umsatz und besserem Service.

24. Der kleine Magnet, der Zeit spart

Die Restaurants stellen manchmal auf ein Kassensystem mit Magnetschlüsseln für Mitarbeiter um.

Vorher mussten sich die Kellner jedes Mal mit einem Passwort an der Kasse anmelden. Das dauerte zwar nur ein paar Sekunden, passierte aber unzählige Male am Tag.

Nach der Umstellung wurde es deutlich einfacher: Der Kellner hält einfach seinen Magnetschlüssel kurz an das Kassensystem – und ist sofort angemeldet.

Die kleinen Schlüssel hängen meist direkt am Schlüsselbund oder Gürtel. Keine Passworteingabe, kein Tippen auf dem Bildschirm. Eine kleine Änderung im Alltag – aber über den ganzen Arbeitstag hinweg spart sie erstaunlich viel Zeit.

25. Ein gemeinsames Passwort – ein teurer Fehler

Das ist ein Klassiker, den wir sehr oft sehen: Alle Mitarbeiter arbeiten mit dem gleichen Passwort.

Solange alles gut läuft, fällt das nicht auf. Das Problem entsteht erst dann, wenn etwas passiert – eine falsche Buchung, viele Stornos oder fehlendes Geld. Dann kommt die Frage: Wer war das?

Und genau hier ist das Problem: Wenn alle das gleiche Passwort nutzen, lässt sich nichts mehr nachvollziehen. Jede Aktion im System ist anonym. In der Praxis bedeutet das: keine Kontrolle, keine Klarheit und im Zweifel trägt immer der Inhaber das Risiko.

Die Lösung ist einfach und sollte Standard sein: Jeder Mitarbeiter bekommt sein eigenes Passwort oder seinen eigenen Zugang. So ist jede Handlung im System eindeutig zuordenbar. Das kostet nichts, verhindert aber genau die Situationen, in denen man Geld verliert und nicht mehr nachvollziehen kann, warum.

26. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 6 – Die „Zwischenrechnung“

Auch das ist ein klassischer Trick. Die Kellner nehmen die Bestellungen ganz normal auf. Das Essen wird serviert, der Gast zahlt. Aber statt „Rechnung“ drücken sie „Zwischenrechnung“. Damit bleibt der Tisch im System offen. Die Buchung wird nicht endgültig abgeschlossen. Danach werden die bestellten Artikel vom Warenkorb gelöscht.

Das Geld des Gastes wird trotzdem kassiert. Im System kommt der Umsatz aber nicht sauber an.

Lösung

Entscheidend ist eine klare Kontrolle der Mitarbeiterrechte im System. Nicht jeder Mitarbeiter sollte alle Funktionen benutzen dürfen.

Besonders wichtig sind zwei Punkte: Recht zur Zwischenbon und zum Sofort-Storno. Diese Funktionen sollte nur ausgewählten Mitarbeitern erlaubt sein. Der Inhaber sollte außerdem regelmäßig alle Sofort-Stornos im System kontrollieren. Viele oder ungewöhnliche Stornos sind immer ein Warnsignal.

Zusätzlich gibt es heute technische Unterstützung:

Ein Storno-Meldesystem kann den Inhaber über Sofort-Stornierungen informieren und je nach Konfiguration eine Freigabe verlangen, bevor das Storno durchgeführt wird.

Wichtig: nur nach datenschutzrechtlicher Prüfung, mit klaren Rollenrechten und Mitarbeiterinformation.

So bleibt die Kontrolle immer beim Inhaber – auch wenn er nicht im Restaurant ist.

27. Multimedia-Kundendisplay – zusätzliche Verkäufe im richtigen Moment

Viele Betriebe nutzen das Kundendisplay nur dafür, den Preis anzuzeigen. In der Praxis steckt hier deutlich mehr Potenzial. Genau in dem Moment, in dem der Kunde bezahlt, schaut er automatisch auf dieses Display – und hat für ein paar Sekunden seine volle Aufmerksamkeit genau dort.

Einige unserer Kunden nutzen eine elegante Lösung: eine Multimedia-Kundenanzeige mit Werbefunktion. Neben den Verkaufsinformationen werden dort automatisch Bilder, Aktionen oder kurze Videos angezeigt – neue Produkte, Empfehlungen oder einfache Hinweise auf Angebote. Nicht aufdringlich, sondern genau im richtigen Moment.

Der Effekt ist einfach. Der Kunde sieht etwas, merkt es sich und bestellt beim nächsten Besuch gezielt mehr oder fragt direkt danach. Oft entstehen so zusätzliche Verkäufe, ohne dass aktiv „verkauft“ werden muss.

Das System läuft im Hintergrund und macht im Alltag keine extra Arbeit. Aber es nutzt einen Moment, den viele Betriebe komplett verschenken. Solche Displays können in der Praxis spontane Zusatzkäufe begünstigen. Schon wenige zusätzliche Verkäufe am Tag können sich am Monatsende bemerkbar machen – mit geringem zusätzlichem Aufwand im Betrieb.

28. Sichtbarkeit vor dem Eingang – unterschätzter Umsatzfaktor

Viele Restaurants investieren viel in Einrichtung, Essen und Service. Was dabei oft vergessen wird: Was passiert draußen vor dem Laden? Die einfache Frage ist: Sieht man Sie überhaupt?Eine Lösung, die wir bei einigen Kunden gesehen haben, sind Boden- und Wandprojektionen direkt vor dem Eingang. Ein Projektor zeigt Logo, Angebote oder einfache Botschaften sichtbar auf dem Boden oder an der Wand.Das funktioniert deshalb so gut, weil es Aufmerksamkeit erzeugt. Menschen laufen vorbei, sehen Licht und Bewegung – und schauen automatisch hin. Gerade am Abend fällt das besonders stark auf und hebt das Geschäft klar von der Umgebung ab.Im Gegensatz zu klassischen Schildern wirkt das lebendig und flexibel. Inhalte können jederzeit geändert werden: heute ein Angebot, morgen etwas anderes.Der technische Aufwand kann überschaubar sein, der Effekt ist oft schnell sichtbar. Mehr Aufmerksamkeit kann mehr Laufkundschaft bringen.Am Ende ist es sehr einfach: Wenn man Sie nicht sieht, kommt auch niemand rein.

Hinweis: Vor Umsetzung Genehmigungen, Mietvertrag, Hausordnung und lokale Vorgaben prüfen.

29. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 7 – Der letzte Arbeitstag

Ein spannender Fall aus unserem Kundenservice.

Ein Kunde bringt uns seine Kasse. Auf dem Bildschirm: keine Daten mehr. Artikel weg. Warengruppen weg. Bons weg. Alles gelöscht.

Unsere Techniker prüfen das System. Die Ursache wird schnell klar. Ein Mitarbeiter hatte an seinem letzten Arbeitstag alle Daten entfernt. Artikel, Warengruppen, Bons – alles.

Zum Glück erstellt unsere Kassensoftware automatisch Sicherheitsbackups. Die Kollegen konnten alle Daten wiederherstellen. Der Betrieb lief kurze Zeit später wieder normal.

Lösung

Automatische Backups im System aktiv lassen.

Backups regelmäßig extern speichern – außerhalb des Kassensystems.

Administratorrechte zum Back-Office nur wenigen Personen geben.

Daten sind das Gedächtnis des Betriebs. Wer sie verliert, verliert die Kontrolle.

30. Individueller Tischplan – mehr Übersicht, weniger Chaos

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, aber direkt die Geschwindigkeit im Betrieb beeinflusst, ist der Tischplan in der Kasse.

Sobald der Tischplan exakt dem realen Layout entspricht, wird alles deutlich einfacher. Man sieht sofort, welcher Tisch wo ist, was offen ist und was passiert. Die neue Mitarbeiter orientieren sich schneller, laufen weniger und arbeiten sauberer.

Das hat nichts mit „schön aussehen“ zu tun. Das ist Struktur, die im Alltag Zeit spart und Fehler reduziert.

31. Finanzamt-Fälle aus der Praxis. Fall 3 – Die zweite Kasse

Eine Pizzeria arbeitet parallel mit zwei mobilen Kassen. Eine offizielle Kasse – und eine zweite, über die Umsätze gar nicht erfasst werden. Eine Zeit lang denkt der Inhaber, er hat ein cleveres System gefunden. Es funktioniert ja. Für ihn läuft alles ruhig – er glaubt, niemand merkt etwas.

Dann geht die offizielle Kasse kaputt. Ohne lange nachzudenken nimmt er die zweite Kasse und nutzt sie ab sofort als offizielle Kasse.

In diesem Moment kommt die Prüfung.

Der Prüfer fragt:

– Was ist das für eine Kasse?

– Meine Kasse.

– Letzte Woche hatten Sie noch ein anderes Gerät. Woher haben Sie diese?

– Ich habe eine neue gekauft. Die alte ist kaputt.

– Interessant. Haben Sie die Rechnung?

Und genau hier kommt das große Problem.

Ein paar Tage später steht der Inhaber bei uns im Büro. Er ist bereit, jeden Preis zu zahlen, wenn wir ihm eine Rechnung rückwirkend ausstellen. Natürlich machen wir so etwas nicht.

Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß ich nicht. Ich habe von diesem Betrieb danach nichts mehr gehört.

Fazit

Solche Ideen funktionieren immer nur eine Zeit lang. Irgendwann kommt der Punkt, an dem alles erklärt werden muss. Und genau dann wird es teuer. Wer so arbeitet, verliert am Ende mehr, als er jemals gewinnen kann.

Der einfache Weg ist der sichere Weg: sauber und effizient arbeiten.

32. Mehrere Bondrucker – weniger Chaos, mehr Geschwindigkeit

Eine typische Situation: Ein Restaurant arbeitet mit nur einem Bondrucker.

Alle Bestellungen laufen an eine Stelle, in der Küche entsteht Chaos, Mitarbeiter müssen erst herausfinden, wer was zubereitet. Das kostet Zeit und führt zu Fehlern.

Die Lösung ist einfach: mehrere Bondrucker.

Ein Drucker für die Küche, einer für die Bar, bei Bedarf weitere für einzelne Bereiche. Das System verteilt die Bestellungen automatisch, und jeder Mitarbeiter sieht nur die Positionen, die für ihn relevant sind.

Das Ergebnis: weniger Abstimmung, weniger Fehler und deutlich schnellere Abläufe. Das ist eine kleine Veränderung, die im Alltag sofort spürbar ist.

33. Kassensystem im Leasing – sinnvoll statt große Einmalzahlung

Nicht jeder möchte sofort eine größere Summe in ein neues Kassensystem investieren. Deshalb entscheiden sich viele Betriebe für Leasing.

Der Vorteil ist nicht nur die monatliche Rate. Je nach Vertragsgestaltung kann Leasing auch steuerliche und bilanzielle Vorteile bieten. Welche das in Ihrem Fall sind, besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.

Und noch etwas ist wichtig: Die Kasse arbeitet ab dem ersten Tag für Sie. Sie spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für mehr Übersicht im Betrieb.

In vielen Betrieben zahlt sich das schnell aus. Die gewonnene Zeit, weniger Fehler und effizientere Abläufe helfen dabei, die monatlichen Leasingkosten aus dem laufenden Geschäft zu erwirtschaften.

In vielen Leasingmodellen gehört das System Ihnen am Ende.

34. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 8 – Die „verschwindenden Bestellungen“

Ein Kunde ruft an und sagt: „Unsere Kasse spielt verrückt. Bestellungen verschwinden einfach.“

Unsere Techniker schauen sich das genauer an – und finden schnell die Ursache. Ein Kellner hat Bestellungen immer wieder auf einen selten genutzten Tisch umgebucht. Dort blieben sie erst einmal im System. Nach ein paar Stunden wurden diese Bestellungen dann einfach gelöscht.

Für den Inhaber sah alles normal aus. In Wirklichkeit ist ein Teil des Umsatzes still und leise verschwunden.

Der Trick ist simpel – und genau deshalb gefährlich. Er funktioniert nur, wenn niemand hinschaut.

Lösung:

Die Funktion „Tisch umbuchen“ für normale Mitarbeiter einschränken oder komplett deaktivieren.

Sofort-Storno nicht für alle freigeben.

Storno-Listen regelmäßig prüfen und auffällige Buchungen kontrollieren.

Am Ende geht es nicht um Technik, sondern um Kontrolle. Viele solcher Tricks sind nur möglich, wenn Systeme ohne klare Regeln genutzt werden. Klare Rechte im System machen Manipulation deutlich schwieriger.

35. Atmosphäre entsteht durch Details

In jedem Geschäft entscheiden Details. Ich habe eine Schokoladenboutique gesehen, klassisch eingerichtet und sehr hochwertig. Und darin ein modernes Kassensystem – aber so integriert, dass es perfekt zum Stil passt. Die Kasse fällt nicht auf. Sie stört nicht. Sie gehört einfach dazu.

Die Kasse ist übrigens nicht von uns. Aber ich fand die Umsetzung so gut, dass ich die Inhaberin direkt gebeten habe, mir ein Video davon zu machen.

Viele unterschätzen solche Dinge. Aber Kunden merken sofort, ob alles zusammenpasst oder nicht. Wenn etwas aus dem Gesamtbild herausfällt, wirkt der ganze Laden weniger hochwertig.

Und wenn alles stimmig ist, entsteht Vertrauen. Qualität wird spürbar. Und genau daraus entsteht der Wunsch, wiederzukommen.

Es sind oft kleine Details. Aber sie entscheiden über den Gesamteindruck.

36. Küchenmonitor (KDS) – Übersicht statt Chaos

Ein Problem, das wir in vielen Betrieben sehen: Bestellungen laufen über Papierbons, gehen verloren, werden falsch gelesen oder liegen irgendwo herum. Das wird besonders kritisch in größeren Restaurants, wo viele Bestellungen parallel laufen und der Koch mehrere Tickets gleichzeitig im Blick behalten muss.

Genau hier hilft ein Küchenmonitor-System. Alle Bestellungen werden zentral auf einem Bildschirm angezeigt – sowohl in der Küche als auch an der Theke. Jeder sieht sofort, was offen ist, was gerade zubereitet wird und was schon fertig ist.

Der Vorteil ist einfach: Sie sehen alles auf einen Blick. Man sieht nicht nur die Bestellung, sondern auch, wie lange der Gast bereits wartet und wie lange die Zubereitung dauert. Dadurch lassen sich Engpässe schnell erkennen und Abläufe gezielt verbessern.

Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, sodass das System ohne große Einarbeitung funktioniert. Gleichzeitig kann es an den jeweiligen Betrieb angepasst werden – egal ob Imbiss, Restaurant oder Café.

Am Ende sorgt ein Küchenmonitor vor allem für eines: weniger Chaos, mehr Kontrolle und deutlich strukturiertere Abläufe.

37. Multimedia-Terminals am Tisch – mehr spontane Bestellungen

 

Eine einfache Idee, die für Imbisse nützlich ist: kleine Multimedia-Terminals direkt auf den Tischen.

Der Effekt ist klar. Während der Gast isst, sieht er Bilder, Angebote oder Empfehlungen – ohne Druck, einfach als Erinnerung. Genau in diesem Moment entstehen spontane Entscheidungen: noch ein Getränk, ein Dessert oder eine Kleinigkeit zusätzlich.

In der Praxis führt das regelmäßig zu zusätzlichen Bestellungen, einfach weil der Kunde es sieht. Und am Ende summieren sich genau diese kleinen Entscheidungen zu zusätzlichem Umsatz.

38. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 9. Der Gutschein ohne Rechnung

Gutscheine können für ein Geschäft auch ein Risiko sein, wenn ihr Verkauf nicht sauber kontrolliert wird.

Unser Kunde bekommt eine E-Mail von einem Kunden. Er hat einen Gutschein gekauft und braucht jetzt eine Kopie der Rechnung.

Der Inhaber schaut in die Kasse. Es gibt ein Foto vom Gutschein. Aber keine Buchung. Keine Rechnung. Keinen Umsatz.

Der Gutschein wurde zwar ausgestellt, aber nie in der Kasse verbucht. Der Kunde hat bezahlt. Das Geld ist jedoch nie im System angekommen. Es ist nicht im regulären Kassenprozess angekommen.

Lösung

Gutscheine immer über die Kasse verkaufen.

Gutscheine professionell drucken lassen (z. B. in einer Druckerei) und durchnummerieren, damit jeder ausgegebene Gutschein nachvollziehbar ist.

Mitarbeiter dürfen Gutscheine nur aus dem offiziellen Gutscheinblock ausgeben.

Anzahl der verkauften Gutscheine regelmäßig mit dem tatsächlichen Geldeingang abgleichen.

Gutscheine sind im Grunde Bargeld im Voraus. Wer sie nicht kontrolliert, verliert schnell den Überblick – und manchmal auch das Geld.

39. Mietkassen – flexibel testen statt sofort investieren

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, wie sich Ihr Geschäft entwickelt, gibt es eine einfache Lösung: Miete.

Gerade am Anfang oder bei neuen Konzepten nimmt das enorm Druck raus. Mit einer Mietkasse müssen Sie sich nicht sofort festlegen und haben keine Sorgen mit Garantie, Updates oder Technik – alles ist bereits abgedeckt. Der Support läuft im Hintergrund, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen.

Ein weiterer Vorteil: Alle Mietraten sind ganz normale Betriebsausgaben.

In der Praxis nutzen viele Betriebe das gezielt. Zum Beispiel für die Terrassensaison zusätzliche Handhelds mieten oder ein Selbstbedienungsterminal für ein paar Monate testen. So sehen Sie direkt im Alltag, ob es wirklich Entlastung bringt und ob sich die Investition lohnt.

Das ist kein „Kostenpunkt“, sondern ein Test unter realen Bedingungen – mit überschaubarem Risiko und ohne große Vorabentscheidung.

40. Finanzamt-Fälle aus der Praxis. Fall 4 – Das Shampoo

Ein kleineres Hotel in Nürnberg. Auf den ersten Blick lief alles normal. Ruhiger Betrieb, keine Auffälligkeiten.

Dann kam die Prüfung. Wie immer wurde nicht nur die Kasse angeschaut, sondern auch die Einkaufsunterlagen über einen längeren Zeitraum.

Und genau dort ist der Inhaber aufgefallen. Es ging um die kleinen Einweg-Packungen – Duschgel und Shampoo. Die eingekaufte Menge passte einfach nicht zur Anzahl der gemeldeten Gäste. Es war deutlich mehr verbraucht, als es laut Zahlen hätte sein dürfen.

Ab diesem Punkt war klar: Die Zahlen stimmen nicht. Wie es weiterging, kann man sich vorstellen. Das Hotel gibt es heute nicht mehr.

Fazit

Ich wiederhole es immer wieder: Der Versuch, das Finanzamt zu täuschen, ist die teuerste Fehlentscheidung, die wir bei unseren Kunden sehen.

Das funktioniert nur so lange, wie das Finanzamt nicht genau hinschaut. Aber irgendwann kommt dieser Moment.

Der richtige Weg ist ein anderer: Effizienz im Betrieb, klare Abläufe, gute Ideen im Marketing und vor allem zufriedene Gäste, die wiederkommen. Dort entsteht Geld.

41. Kleine Details bleiben im Kopf

Wer seine Kunden beeindrucken möchte, braucht keine großen Investitionen – oft reichen kleine, ungewöhnliche Ideen.

Wir sehen es immer wieder: Eine einfache Kleinigkeit, ein besonderes Detail – und genau das bleibt dem Kunden im Gedächtnis.

Es geht nicht darum, alles neu zu erfinden. Es reicht, etwas anders zu machen als die Konkurrenz. Stellen Sie sich einfach die Frage:Was bleibt bei meinem Kunden im Kopf?

42. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 10 – “Die Bestellung ohne Saldo”

Ein Restaurant arbeitet mit mobilen Kassenterminals.

Der Kellner nimmt die Bestellung des Gastes ganz normal am Terminal auf und zeigt die bestellten Artikel dem Koch, damit das Essen vorbereitet werden kann. Der entscheidende Schritt fehlt jedoch: Der Kellner drückt nicht die Taste „Saldo“.

Danach storniert er die komplette Bestellung im System.

Das Essen wird trotzdem serviert und der Gast bezahlt ganz normal. Im Kassensystem existiert diese Bestellung jedoch nicht mehr. Das Geld wird anschließend zwischen Kellner und Koch aufgeteilt.

Für den Inhaber sieht im System alles korrekt aus. In Wirklichkeit fehlt jedoch ein Teil des Umsatzes.

Lösung

Die wichtigste Maßnahme ist eine klare Kontrolle der Mitarbeiterrechte im Kassensystem. Die Funktion Sofort-Storno sollte für manche Mitarbeiter deaktiviert werden.

Zusätzlich sollte der Inhaber regelmäßig die Storno-Listen prüfen und bei auffälligen Buchungen immer den Stornogrund kontrollieren.

Viele solcher Tricks funktionieren nur dann, wenn Bestellungen problemlos gelöscht werden können. Klare Rechte im System und regelmäßige Kontrolle machen solche Manipulationen deutlich schwieriger.

43. EC-Zahlungen – unnötige Gebühren vermeiden

Viele wissen: Für jede EC-Zahlung fallen Gebühren beim Zahlungsanbieter an. Was oft vergessen wird: Auch die Bank berechnet Gebühren für eingehende Buchungen.

Das Problem entsteht vor allem bei vielen kleinen Zahlungen. Je mehr einzelne Transaktionen auf dem Konto eingehen, desto mehr summieren sich die Kosten im Hintergrund.

Die Lösung ist einfach: sogenanntes Cash-Pooling.

Dabei werden nicht alle Zahlungen einzeln verbucht, sondern gesammelt. Sie erhalten dann zum Beispiel einmal täglich oder einmal pro Woche eine Gesamtauszahlung statt vieler kleiner Beträge. Für die Bank ist es dann nur eine Buchung statt vieler einzelner.

Nach meinen Berechnungen für mein eigenes Firmenkonto könnten sich die gesamten Gebühren durch Cash-Pooling um etwa 30–50 % reduzieren. Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, hängt jedoch von Ihrer Bank und Ihrem Zahlungsanbieter Vertrag ab.

Das ist ein Detail, das viele übersehen. Aber genau solche Dinge machen am Ende einen Unterschied im Ergebnis.

44. Selbstbedienungsterminal – weniger Personal, mehr Umsatz

In vielen Imbissen sieht man jeden Tag das gleiche Bild: lange Warteschlangen und gestresste Mitarbeiter.

Ein Selbstbedienungsterminal kann genau hier helfen. Der Kunde bestellt selbst – schnell, ohne Warten und ohne Druck. Und für Sie wird der Arbeitsalltag oft deutlich entspannter.

Vorteile im Alltag:

Das Terminal kann rund um die Uhr eingesetzt werden.

Es entlastet Ihr Personal – besonders zu Stoßzeiten.

Es arbeitet auch dann zuverlässig, wenn viel Betrieb ist.

Es verkürzt Warteschlangen und beschleunigt den Bestellablauf.

 

Es spart Platz im Kassenbereich.Ein Punkt wird oft unterschätzt: Viele Betriebe berichten, dass Kunden am Terminal häufiger noch ein Getränk, eine Beilage oder ein Dessert dazubestellen. Ohne Zeitdruck und ohne wartende Gäste im Rücken bestellen viele entspannter.Deshalb setzen große Restaurantketten seit Jahren auf Selbstbedienungsterminals. Heute profitieren davon auch viele kleinere Betriebe.Das Ergebnis im Alltag: weniger Wartezeit, weniger Stress für das Team und ein effizienterer Ablauf.

45. Werbung auf dem Kassenbon – warum nicht gemeinsam?

Eine einfache Idee aus der Praxis: Nutzen Sie den Kassenbon nicht nur für sich, sondern gemeinsam mit Nachbarn.

Viele Betriebe drucken heute nur ihr Logo oder einen Standardsatz. Dabei hat jeder Kunde den Bon in der Hand – das ist maximale Aufmerksamkeit. Warum also nicht mit benachbarten Geschäften zusammenarbeiten?

Zum Beispiel:

Der Dönerladen wirbt für den Friseur nebenan.

Der Friseur für das Café gegenüber.

Das Café für den Kiosk um die Ecke.

So entsteht ein kleines Netzwerk, in dem sich alle gegenseitig Kunden schicken.

Für Sie kostet das fast nichts. Aber die Wirkung kann spürbar sein – neue Kunden, die sonst nie auf Sie aufmerksam geworden wären.

Kleine Idee. Großer Hebel.

46. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 11 – Wenn alle Administrator sind

Ein Restaurant arbeitet mit einem Netzwerk-Kassensystem und mehreren Bestellterminals. Der Inhaber ruft an: „Artikel verschwinden ständig von den Tischen. Die Bestellung wird aufgenommen, aber auf der Rechnung fehlen plötzlich Positionen.“

Unsere Programmierer prüfen das System. Dabei stellt sich schnell heraus: Alle Mitarbeiter arbeiten auf allen Geräten mit dem gleichen Administrator-Passwort. Jeder hat also volle Rechte. In den Auswertungen sehen wir noch etwas Auffälliges: 40 % aller Artikel wurden storniert, bevor die Rechnung gedruckt wurde.

Wer genau das gemacht hat, lässt sich nicht mehr feststellen. Wenn alle mit dem gleichen Passwort arbeiten, gibt es keine Nachvollziehbarkeit.

Lösung

Der Inhaber hat das System neu organisiert:

Jeder Mitarbeiter bekam sein eigenes Passwort.

Administratorrechte wurden entfernt.

Sofort-Storno wurde für normale Mitarbeiter deaktiviert.

Danach trat das Problem nicht mehr auf. Ein Kassensystem kann viel aufzeichnen. Aber nur, wenn klar ist, wer was gemacht hat.

47. Ein unklarer Fokus schreckt Kunden ab

Wir sehen oft Speisekarten, auf denen alles gleichzeitig angeboten wird: Tsatsiki, Sushi und Schaschlik.

Das Problem: Der Kunde versteht nicht, wofür das Restaurant steht. Ein klares Konzept verkauft. Ein gemischtes Konzept verwirrt.

Wenn der Gast nicht sofort versteht, was Ihre Stärke ist, bleibt nichts im Kopf – und er kommt nicht wieder.

48. Handheld mit Bondrucker – weniger Laufwege, schneller Service

Wenn Ihre Kunden im Restaurant häufig eine Papierrechnung brauchen, lohnt sich ein Detail, das im Alltag viel Zeit spart: Bestellterminals mit integriertem Bondrucker.

Der Kellner nimmt die Bestellung direkt am Tisch auf und kann die Rechnung sofort ausdrucken – ohne zurück zur Kasse zu laufen. Gerade zu Stoßzeiten macht das einen spürbaren Unterschied. Weniger Wege, weniger Wartezeit für den Gast und ein deutlich flüssigerer Ablauf im Service.

Klingt nach einer Kleinigkeit, aber genau solche Details entscheiden im Alltag über Geschwindigkeit und Effizienz.

49. Digitale Preisliste per QR-Code – immer aktuell ohne Aufwand

Eine digitale Preisliste per QR-Code ist eine einfache Möglichkeit, Papier zu sparen und gleichzeitig flexibler zu arbeiten. Der Gast scannt den QR-Code und sieht direkt die aktuelle Speisekarte auf seinem Handy – ohne Warten und ohne Nachfragen.

Besonders praktisch ist die Aktualisierung. Bei unseren Kassensystemen ändern Sie Preise oder Artikel direkt in der Kasse. Mit wenigen Klicks kann die neue Preisliste anschließend online aktualisiert werden.

Der technische Aufwand ist dabei gering. In den meisten Fällen sind keine Programmierkenntnisse oder eigene Webseiten notwendig.

Das Ergebnis: Ihre Speisekarte bleibt leicht aktuell zu halten, Sie sparen Zeit im Alltag und vermeiden typische Fehler durch veraltete Preise.

50. Finanzamt-Fälle aus der Praxis. Fall 5 – Das Netzwerk

Ein Fall von einem Partner. Mehrere Geräte im Einsatz. Ein Teil offiziell, ein Teil nicht.

Bei der Prüfung geht der Prüfer einen Schritt weiter. Er schaut sich nicht nur die Kasse an, sondern auch den Router. Und zusätzlich die Drucker-Logs. Er kann genau nachvollziehen, welches Gerät wann und auf welchen Drucker gedruckt hat.

Und dann kommt die nächste Aufforderung:

„Zeigen Sie bitte alle diese Geräte.“

Und genau da wird es unangenehm.

Fazit

Wie ich schon gesagt habe: Das Finanzamt kennt die Tricks von Millionen Betrieben. Auch die „neuen“ Ideen haben sie in der Praxis schon oft gesehen.

Es lohnt sich nicht, damit zu spielen.

Der richtige Weg ist einfach: ein System, klare Abläufe und alles sauber im Griff.

51. Notdienst-Vertrag – wenn Technik nicht warten kann

Technik läuft meist stabil. Aber wenn etwas schiefgeht, passiert es manchmal genau dann, wenn der Laden voll ist – am Abend, am Wochenende oder an Feiertagen.

Die Frage ist dann nicht, ob es ein Problem gibt, sondern wie schnell sich jemand darum kümmert.

Eine einfache Lösung, die viele unserer Kunden nutzen, ist ein Notdienst-Vertrag. Damit erreichen Sie unsere Techniker auch außerhalb unserer regulären Arbeitszeiten – an sieben Tagen in der Woche.

Sie müssen nicht bis zum nächsten Werktag warten. Je nach Art des Problems und der Verfügbarkeit kümmern wir uns so schnell wie möglich darum.

Der Aufwand dafür ist überschaubar. Im Ernstfall bedeutet das oft: weniger Ausfallzeit, weniger Stress und deutlich mehr Sicherheit im Betrieb.

52. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 12 – Die Umbuchung auf einen anderen Tisch

Das haben wir von unserem Kunden gehört.

Sein Kellner nimmt kleine Bestellungen auf – zum Beispiel Getränke oder ein Dessert. Der Gast bezahlt bar. Eine Rechnung wird jedoch nicht gedruckt. Stattdessen werden die Artikel später auf einen anderen Tisch mit einer großeren Bestellung umgebucht. Oft auf einen Tisch mit Stammkunden, zum Beispiel Firmen oder größere Gruppen.

Für das Restaurant stimmt der Umsatz am Ende sogar. Das Geld kommt in die Kasse. Aber für die Gäste am anderen Tisch stimmt die Rechnung nicht mehr. Sie zahlen plötzlich Positionen, die sie gar nicht bestellt haben.

Der Schaden entsteht nicht beim Umsatz – sondern bei der Kundenzufriedenheit.

Lösung

Die Funktion „Tisch umbuchen“ sollte nicht für alle Mitarbeiter aktiviert werden. Nur autorisierte Personen sollten diese Funktion nutzen dürfen.

Wenn Umbuchungen frei möglich sind, entstehen schnell Manipulationen – und am Ende verliert das Restaurant das Wichtigste: das Vertrauen der Gäste.

53. QR-Code für Google-Bewertungen auf dem Bon

Eine einfache Idee, die viele unterschätzen: Drucken Sie einen QR-Code für Google-Bewertungen direkt auf den Kassenbon.

Der Kunde hat den Bon in der Hand und kann mit einem Scan sofort eine Bewertung abgeben. Ohne Suche, ohne Aufwand. Genau in diesem Moment ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass der Kunde reagiert.

Das kostet nichts, bringt aber kontinuierlich neue Bewertungen – und damit mehr Vertrauen für neue Kunden.

54. DATEV-Schnittstelle – weniger Aufwand mit dem Steuerberater

Viele Betriebe arbeiten noch so: Der Z-Abschluss wird ausgedruckt oder als Datei gespeichert und anschließend manuell an den Steuerberater weitergegeben. Das kostet Zeit und ist oft mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

Mit einer DATEV-Schnittstelle wird dieser Ablauf deutlich einfacher. Sie übertragen Ihre Kassendaten mit wenigen Klicks direkt online an Ihren Steuerberater.

Je nach Arbeitsweise Ihres Steuerberaters und Ihrer internen Abläufe kann das den Aufwand auf beiden Seiten reduzieren.

Gleichzeitig sinkt das Risiko von Übertragungsfehlern, weil die Daten digital und strukturiert übergeben werden.

55. Extra mobiles Bestellterminal – flexibel in Stoßzeiten

Ein einfacher Trick für Imbisse: Nutzen Sie ein zusätzliches mobiles Bestellterminal auf dem Smartphone. In Stoßzeiten können Sie parallel arbeiten – ein Mitarbeiter kassiert an der Hauptkasse, während ein weiterer Mitarbeiter die Bestellungen direkt über das Handy aufnimmt. So können Sie Kunden draußen oder in der Warteschlange bedienen, ohne dass sich alles an einem Punkt staut.

Das Ergebnis: weniger Wartezeit, mehr Durchsatz und mehr Umsatz in den wichtigsten Stunden.

56. Robuste Bestellterminals – weniger Ausfälle im Alltag

Ein Problem, das wir immer wieder sehen: Bestellterminals fallen runter. Im Stress, in der Bewegung, im Alltag. Und jedes Mal bedeutet das: Schaden, Ausfall, Kosten. Deshalb lohnt es sich, direkt auf robuste Geräte zu setzen.

Bestellterminals mit Stoßschutz sind genau für diesen Einsatz gemacht. Sie sind leicht, handlich und gleichzeitig widerstandsfähig. Das Gehäuse schützt vor Stößen, Staub und auch vor Wasser.

In der Praxis macht das einen großen Unterschied. Weniger Defekte, weniger Ausfallzeiten und deutlich weniger Stress im Betrieb.

Das ist kein Extra. Das ist ein Werkzeug für den Alltag in der Gastronomie.

57. Pager-System – mehr Zeit beim Gast, weniger Wege

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Der Kellner sollte möglichst im Gastraum bleiben und nicht ständig zwischen Küche und Tischen hin und her laufen. Das Problem ist klar: Woher weiß der Kellner, dass die Bestellung fertig ist?

Eine einfache Lösung ist ein Pager-System. Die Küche signalisiert per Knopfdruck, dass ein Gericht abholbereit ist. Der Kellner bekommt eine diskrete Benachrichtigung, zum Beispiel über Vibration, und kann gezielt reagieren.

Das Ergebnis ist sofort spürbar: weniger unnötige Wege, schnellerer Service und mehr Zeit beim Gast. Und genau diese Zeit im Gastraum führt am Ende zu mehr Bestellungen und besserem Service.

58. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 13 – Der eigene Salat

Ein Kollege aus unserem Team hat mit einem Mitarbeiter aus einem kleinen Imbiss gesprochen. Dabei hat er ganz offen erzählt, wie er arbeitet, wenn er alleine im Laden ist.

Er bringt eigenes Gemüse mit, bereitet daraus Salate zu und verkauft sie an die Kunden. Eine Buchung in der Kasse gibt es nicht. Eine Rechnung gibt es nicht. Der Kunde zahlt bar – und das Geld landet nicht im regulären Kassenprozess.

Für den Inhaber ist im System alles sauber. Die Verkäufe haben offiziell nie stattgefunden.

Lösung

Videoüberwachung kann nur in bestimmten Fällen helfen und muss rechtlich sauber umgesetzt werden. Sie dient nicht der dauerhaften Mitarbeiterkontrolle, sondern darf nur zweckgebunden und verhältnismäßig eingesetzt werden.

Viele Probleme entstehen dort, wo niemand hinschaut. Wenn Prozesse sichtbar und klar geregelt sind, entstehen viele Probleme gar nicht erst.

Hinweis: das muss aber rechtlich sauber umgesetzt werden: offen, zweckgebunden, verhältnismäßig und mit klaren Hinweisen für Mitarbeiter und Kunden. Eine dauerhafte Leistungs- oder Verhaltenskontrolle der Mitarbeiter ist nicht zulässig. Im Zweifel sollte die Umsetzung vorher rechtlich geprüft werden.

59. TSE nicht vergessen – sonst wird es teuer

Es klingt erstaunlich, aber bis heute vergessen einige Geschäftsinhaber ein grundlegendes Thema: die TSE und die Anmeldung beim Finanzamt.

Das Problem zeigt sich erst bei einer Prüfung. Und in diesem Moment wird es teuer. Wichtig zu verstehen: Die Verantwortung liegt immer beim Inhaber. Nicht beim Mitarbeiter. Nicht beim Anbieter. Nicht beim Steuerberater.

Deshalb sollte man das Thema von Anfang an sauber lösen: TSE korrekt einsetzen, Zugriff einschränken und die Anmeldung beim Finanzamt nicht vergessen.

Das ist kein Detail. Das ist Pflicht.

60. Telegram-Bot für Stornos – Kontrolle in Echtzeit

Ein häufiger Punkt in vielen Betrieben: Sofort-Stornos werden gemacht, und der Inhaber erfährt es erst später oder gar nicht.

Genau dafür haben wir eine einfache Lösung: ein Storno-Meldesystem. Sobald ein Sofort-Storno ausgeführt wird, kann der Inhaber eine Nachricht erhalten. So kann er schneller reagieren und Stornos bei Bedarf prüfen oder freigeben.

Das verändert den Umgang mit Stornos komplett. Das Team weiß, dass Stornos nachvollziehbar sind, und der Inhaber behält die Kontrolle.

Keine nachträgliche Kontrolle, kein Rätselraten. Sondern klare Transparenz im laufenden Betrieb.

Hinweis: Diese Funktion dient der Kassensicherheit. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter deshalb vorab über ihren Einsatz.

61. Mehrsprachiges Interface auf Handhelds – weniger Fehler, schnellere Arbeit

Ein Punkt, der im Alltag oft unterschätzt wird: Sprache. Nicht jeder Mitarbeiter spricht perfekt Deutsch. Deshalb bieten wir auf unseren mobilen Bestellterminals ein mehrsprachiges Interface an. Die Software ist nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch, Türkisch, Russisch und Griechisch verfügbar.

Der Vorteil ist einfach: Jeder Mitarbeiter kann in der Sprache arbeiten, die für ihn am verständlichsten ist. Das macht die Bedienung schneller und sicherer. Die Sprache lässt sich direkt auf dem Gerät umstellen – je nach Bedarf. Und wenn weitere Sprachen benötigt werden, können wir diese ebenfalls integrieren.

Das Ergebnis: weniger Fehler, schnellere Abläufe und ein entspannterer Arbeitsalltag für das Team.

62. Kundenruf-Display – weniger Chaos, mehr Übersicht

Ein einfaches, aber sehr effektives System für Imbisse: ein Kundenruf-Display.

Darauf sehen Ihre Kunden direkt, welche Bestellungen noch in Vorbereitung sind und welche bereits fertig zur Abholung bereitstehen. Der große Vorteil: Die Gäste müssen nicht mehr ständig vorne stehen und warten. Gerade bei viel Betrieb sorgt das für deutlich mehr Ruhe und Struktur. Jeder kann seinen Bestellstatus auch aus der Entfernung sehen.

Nebenbei lässt sich das Display auch für Werbung nutzen – zum Beispiel für Angebote, Aktionen oder Empfehlungen.

Am Ende bedeutet das: weniger Chaos im Verkaufsbereich, zufriedene Kunden und extra spontane Bestellungen.

63. Automatisierung entscheidet – nicht die Küche

Ich war auf einer Business-Konferenz in Berlin. Gutes Hotel, alles organisiert. In der Pause gehe ich ins Restaurant und bestelle einen einfachen Salat. Ich warte. 10 Minuten. 15 Minuten. 20 Minuten. Die Pause ist fast vorbei.

Ich frage nach:

– Wo bleibt meine Bestellung?

– Wir bereiten sie vor.

– Ein Salat dauert keine 20 Minuten.

– Wir haben heute nur zwei Köche.

Und genau hier liegt das Problem. Event mit hunderten Gästen – und das hat einfach keiner vorher geplant. Wie viele Gäste kommen? Wann ist Stoßzeit? Wie viele Bestellungen entstehen gleichzeitig?

Das kann man heute alles vorher sehen und einplanen.

Die Lösung ist einfach. Man kann solche Dinge heute sogar mit einfachen Tools wie ChatGPT durchgehen: Gästezahl, Stoßzeiten, Personalbedarf – in wenigen Minuten hat man einen klaren Plan.

Am Ende ist es kein Küchenproblem. Es ist ein Planungsproblem.

Und genau das entscheidet: Läuft der Betrieb sauber – oder wartet der Gast 20 Minuten auf einen Salat.

64. Praxisfall aus dem Kassenalltag. Fall 14 – Bestellungen „aus dem Nichts“

Ein Kunde meldet sich mit einem ungewöhnlichen Problem. Seine Kasse sei angeblich „verrückt geworden“. Auf den Tischen erscheinen Bestellungen, die laut Personal gar nicht aufgenommen wurden.

Unsere Techniker prüfen das System und finden schnell die Ursache.

Am Abend hatten die Mitarbeiter die Hauptkasse einfach ausgeschaltet und nur mit den mobilen Bestellterminals weitergearbeitet. Die Bestellungen wurden zwar aufgenommen, aber nicht sofort im System erfasst. Erst am nächsten Tag, nachdem die Hauptkasse wieder eingeschaltet wurde, wurden die Bestellungen nachträglich eingebucht.

Für den Inhaber sah es so aus, als würden plötzlich alte oder falsche Bestellungen im System erscheinen. In Wirklichkeit wurden sie nur verspätet in das System übernommen.

Lösung

Die Hauptkasse darf nicht von Mitarbeitern ausgeschaltet werden.

Nur autorisierte Personen sollten Zugriff auf die Systemsteuerung haben.

Grundsätzlich gilt: Wenn sich eine Kasse „seltsam“ verhält, sollte immer geprüft werden, ob es ein Softwareproblem, ein Verbindungsproblem oder ein Bedienproblem ist. Auffällige Vorgänge sollten deshalb immer genau überprüft werden.

65. API-Schnittstelle – wenn Standard nicht reicht

Ein weiterer Vorteil moderner Kassensysteme: die API. Das bedeutet ganz einfach: Die Kasse kann mit anderen Systemen verbunden und über eigene Skripte erweitert werden. Wenn Sie spezielle Abläufe haben, kann man die Kasse anpassen.

Mit etwas Programmiererfahrung können externe Entwickler über die API eigene Lösungen bauen, Daten austauschen oder bestimmte Prozesse automatisieren.

Kurz gesagt: Die Kasse ist nicht nur ein fertiges System, sondern kann bei Bedarf sehr flexibel an den eigenen Betrieb angepasst werden.

66. Tischreservierung im Kassensystem – weniger Chaos bei Reservierungen

Ein Punkt, der in vielen Betrieben unterschätzt wird: Reservierungen. Oft laufen sie über Telefon und Zettel. Am Ende weiß keiner genau, welcher Tisch wann frei ist. Es kommt zu Doppelbuchungen oder Gäste stehen da und müssen warten.

Mit einer integrierten Tischreservierung in der Kasse haben Sie alles an einem Ort. Sie sehen direkt im Tischplan, welcher Tisch zu welcher Zeit reserviert ist.

Wenn das Ganze zusätzlich mit dem Google Kalender verbunden ist, haben Sie die Reservierungen auch von überall im Blick. Änderungen werden zentral gepflegt und sind sofort sichtbar.

Das spart Zeit, vermeidet Fehler und sorgt dafür, dass Reservierungen sauber eingehalten werden.

67. Partnerprogramm – empfehlen und profitieren

Viele unserer Kunden kennen andere Unternehmer aus der gleichen Branche: Freunde, Kollegen oder Geschäftspartner. Genau daraus entsteht eine einfache Möglichkeit für beide Seiten: unser Partnerprogramm.

Wenn Sie uns weiterempfehlen und daraus ein Auftrag entsteht, erhalten Sie eine Provision. Ohne zusätzlichen Aufwand – einfach durch eine Empfehlung.

Wir bauen dieses Netzwerk aktiv aus, weil gute Empfehlungen für alle Beteiligten funktionieren: Der neue Kunde bekommt eine bewährte Lösung, und Sie profitieren davon.

Falls Sie uns öffentlich weiterempfehlen und dafür eine Provision erhalten, sollte dies entsprechend transparent gemacht werden.

Wenn Sie Interesse haben, sprechen Sie einfach mit unserem Vertrieb. Wir erklären Ihnen gerne die konkreten Konditionen.

68. Klare Ziele im Team – ein Punkt, den viele unterschätzen

Ein Punkt, den wir in vielen kleinen Betrieben in Deutschland sehen: Die Mitarbeiter kennen die Ziele des Unternehmens nicht. Sie kommen zur Arbeit, machen ihre Aufgaben – aber wissen nicht, wohin sich der Betrieb eigentlich entwickeln soll. Das Problem daran: Jeder arbeitet für sich.

Sobald die Ziele klar kommuniziert sind, verändert sich das sofort. Mitarbeiter verstehen, warum sie etwas tun. Sie denken mit, bringen eigene Ideen ein und unterstützen sich gegenseitig. In der Praxis sieht man das deutlich: Der eine hat eine Idee für Marketing, der andere erkennt ein Problem im Ablauf, ein dritter schlägt Verbesserungen im Produkt vor. Plötzlich arbeitet nicht mehr nur der Inhaber am Unternehmen – sondern das ganze Team.

Deshalb sollte man diesen Punkt nicht unterschätzen: Klare Ziele und deren Kommunikation an jeden einzelnen Mitarbeiter.

Das kostet nichts. Aber es verändert den ganzen Betrieb.


Abschluss

Wenn Sie bis hier gelesen haben, dann wissen Sie:

Es sind oft nicht die großen Investitionen, die den Unterschied machen. Sondern viele kleine Dinge im Alltag.

Genau darauf kommt es an: Abläufe verbessern, Fehler reduzieren und den Überblick behalten.

Fangen Sie einfach an. Ein Punkt nach dem anderen.

Und wenn Sie Unterstützung brauchen – melden Sie sich.

Kontakt

Dimitry Bobin

BlitzKasse – Seit 2008 für Gastronomie und Handel da

Ausstellungsraum: Bauvereinstr. 39a, 90489 Nürnberg

Tel.: +49 911 9376680

TikTok: tiktok.com/@kassennuernberg

Youtube : youtube.com/@kassen-nuernberg

Hinweis:

Dieses Dokument ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Die genannten Beispiele dienen der praktischen Orientierung. Steuerliche, arbeitsrechtliche und datenschutzrechtliche Fragen sollten im Einzelfall mit Steuerberater, Rechtsanwalt oder Datenschutzbeauftragtem abgestimmt werden.

 

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