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52 lustige Fragen aus dem Kassen-Support | Blitz!Kasse

52 Fragen aus dem Kassen-Support, bei denen selbst die Kasse kurz nachdenken musste Kann man eine Kasse ohne Strom einschalten? Ist Bluetooth eigentlich Internet? Und warum verlangt das...

1. Stromversorgung – eine häufig unterschätzte Technologie1. „Die Kasse geht nicht an. Muss die eigentlich in der Steckdose sein?“Es wäre zumindest empfehlenswert.Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen einen erstaunlich deutlichen Zusammenhang zwischen „Stecker steckt in der Steckdose“ und „Kasse funktioniert“.2. „Wo ist bei der Kasse die ON-Taste?“Am Gerät.

52 Fragen aus dem Kassen-Support, bei denen selbst die Kasse kurz nachdenken musste

Kann man eine Kasse ohne Strom einschalten? Ist Bluetooth eigentlich Internet? Und warum verlangt das Kartenterminal eine PIN, obwohl der Kunde doch ein guter Mensch ist?

Wer lange genug Kassensysteme verkauft, installiert und betreut, sammelt irgendwann Geschichten, die in keinem Handbuch stehen.

Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit Kassensoftware, Computern, Bondruckern, TSE, Kartenterminals, Netzwerken und allem, was irgendwie daran angeschlossen werden kann.

Und natürlich klingelt auch bei uns regelmäßig das Telefon.

Viele Fragen unserer Kunden sind vollkommen normal. Manche sind technisch anspruchsvoll. Andere sorgen dafür, dass ein Mitarbeiter der technischen Unterstützung für ein paar Sekunden schweigend auf seinen Bildschirm schaut.

Und irgendwann haben wir angefangen, einige dieser Fragen zu sammeln.

Natürlich ohne Namen, Firmen oder Telefonnummern. Einige Formulierungen wurden etwas verkürzt oder sinngemäß wiedergegeben.

Nicht, weil wir uns über unsere Kunden lustig machen wollen.

Na gut. Vielleicht ein kleines bisschen.

Aber vor allem deshalb, weil jeder Mensch, der schon einmal im technischen Support gearbeitet hat, weiß:

Solche Geschichten kann man sich kaum ausdenken. Die schreibt meistens das echte Leben.

1. Stromversorgung – eine häufig unterschätzte Technologie

1. „Die Kasse geht nicht an. Muss die eigentlich in der Steckdose sein?“

Es wäre zumindest empfehlenswert.

Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen einen erstaunlich deutlichen Zusammenhang zwischen „Stecker steckt in der Steckdose“ und „Kasse funktioniert“.

2. „Wo ist bei der Kasse die ON-Taste?“

Am Gerät.

Meistens dort, wo der Hersteller beschlossen hat, sie möglichst unauffällig vor der Menschheit zu verstecken.

3. „Warum ist der Bildschirm schwarz, wenn ich nichts mache?“

Möglicherweise genau deshalb.

Viele Geräte verfügen über einen Energiesparmodus. Die gute Nachricht: Der Bildschirm ist wahrscheinlich nicht kaputt. Die schlechte Nachricht: Man muss ihn eventuell berühren.

4. „Kann man die Kasse auch ohne Strom einschalten?“

Ja.

In Gedanken.

Für den praktischen Betrieb empfehlen wir weiterhin elektrischen Strom.

5. „Die Kasse ist von alleine ausgegangen. Ist das ein Virus?“

Nicht unbedingt. Denkbar wären auch:

  • Stromausfall,
  • ein lockeres Netzkabel,
  • ein defektes Netzteil,
  • ein Windows-Update,
  • der Energiesparmodus,
  • oder jemand hat die Kasse selbst ausgeschaltet.

Die letzte Möglichkeit wird bei einer Fehlersuche erstaunlich häufig erst sehr spät berücksichtigt.

6. „Kann ich die Kasse neu starten, ohne dass sie dabei ausgeht?“

Leider nein.

Das Konzept eines Neustarts besitzt einen kleinen technischen Nachteil:

Das Gerät startet neu.

7. „Warum verlangt die Kasse ein Passwort? Das ist doch meine Kasse.“

Genau deshalb.

Auch bei der eigenen Wohnung lautet das Sicherheitskonzept normalerweise nicht:

„Ist meine Wohnung. Deshalb brauche ich keine Haustür.“

8. „Kann man das Passwort für immer entfernen?“

Technisch ist vieles möglich.

Interessanterweise folgt auf diese Frage einige Monate später manchmal:

„Wie konnte denn jemand in meine Kasse kommen?“

9. „Die Kasse zeigt eine Fehlermeldung. Ist das schlimm?“

Das hängt davon ab, was dort steht.

Bei:

„Papier leer“

besteht normalerweise kein Grund, Windows neu zu installieren.

10. „Kann ich weiterarbeiten, obwohl alles eingefroren ist?“

Natürlich.

Zum Beispiel im Lager.

Mit der eingefrorenen Anwendung eher nicht.

2. WLAN, Netzwerk und andere unsichtbare Kräfte

Internet hat für viele Menschen eine bemerkenswerte Eigenschaft:

Es ist einfach irgendwo da.

Das funktioniert wunderbar – bis eine Kasse angeschlossen werden soll.

11. „Die Kasse sagt: Kein Netzwerk. Aber auf meinem Handy habe ich WLAN.“

Das freut uns für das Handy.

Jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass auch die Kasse dieses WLAN kennt.

12. „Kann die Kasse ohne Internet arbeiten, aber trotzdem alles ins Internet übertragen?“

Das wäre äußerst praktisch.

Leider haben Daten weiterhin die unangenehme Eigenschaft, für eine Übertragung irgendeine Form von Verbindung zu benötigen.

13. „Internet ist da. Das Kabel ist aber nicht angeschlossen. Warum funktioniert es nicht?“

Internet irgendwo im Gebäude und Internet auf einem bestimmten Gerät sind zwei verschiedene Dinge.

Internet verteilt sich leider nicht wie der Geruch von Kaffee automatisch durch den Raum.

14. „Kann ich Internet vom Handy an die Kasse weitergeben?“

Hier kommt tatsächlich einmal eine gute Nachricht:

Ja.

Über einen mobilen Hotspot kann das – abhängig vom Gerät und der Konfiguration – durchaus funktionieren.

15. „Ist Bluetooth eigentlich auch Internet?“

Nein.

Bluetooth ist Bluetooth. WLAN ist WLAN.

Aber beides ist unsichtbar.

Daher können wir die Verwechslungsgefahr zumindest verstehen.

16. „Wo kann ich ein LAN-Kabel oder einen WLAN-Stick kaufen?“

Im Computerladen.

Im Elektronikmarkt.

Oder im Internet.

Manchmal sind technische Probleme erfreulich einfach zu lösen.

17. „Kann ich die Kasse mit dem WLAN vom Nachbarn verbinden?“

Technisch möglicherweise.

Wir würden allerdings empfehlen, vorher den Nachbarn zu fragen.

Für ein geschäftlich genutztes Kassensystem ist ein eigenes und kontrolliertes Netzwerk ohnehin die wesentlich bessere Idee.

18. „Auf dem Bildschirm steht eine IP-Adresse. Ist das meine Ammyy-ID?“

Nein.

Aber wir verstehen die Theorie.

Es sind schließlich beides Zahlen.

19. „Wird das Internet schneller, wenn ich alle Fenster schließe?“

Wenn Browserfenster gemeint sind:

Vielleicht.

Wenn die Fenster des Restaurants gemeint sind:

Eher nicht.

20. „Wenn ich nachts den Router ausschalte, sind morgens meine Daten weg?“

Normalerweise nicht.

Aber eine Sache ist dann tatsächlich weg:

das Internet.

Und am nächsten Morgen beginnt das Gespräch möglicherweise wieder bei Frage Nummer 11.

3. Kartenterminals und die geheimnisvolle Reise des Geldes

Für den Kunden sieht eine Kartenzahlung einfach aus:

Karte dranhalten. Piep. Fertig.

Zwischen diesem Piepton und dem eigenen Bankkonto befinden sich allerdings noch Banken, Zahlungsdienstleister, Netzwerke und Transaktionssysteme.

Und damit beginnt das nächste Abenteuer.

21. „Der Kunde hat die Karte drangehalten. Warum ist das Geld nicht sofort auf meinem Konto?“

Weil zwischen dem Piepton am Terminal und der Gutschrift auf dem Konto noch einige technische und bankseitige Prozesse stattfinden.

Das Kartenterminal spuckt leider keine Geldscheine aus.

Wir haben nachgesehen.

22. „Kann man mit einem Foto von der Bankkarte bezahlen?“

Nein.

Ein Foto eines 50-Euro-Scheins funktioniert als Bargeld übrigens ebenfalls eher schlecht.

23. „Der Kunde sagt: Ich habe überwiesen. Kann ich das als bezahlt buchen?“

Der Satz:

„Ich habe überwiesen.“

ist noch keine technische Zahlungsbestätigung.

Bei Zahlungen sollte klar sein, welche Zahlungsart tatsächlich verwendet wurde und ob die Zahlung tatsächlich erfolgt ist.

24. „Kann man Bargeld über das Kartenterminal bezahlen?“

Man kann einen Geldschein auf das Terminal legen.

Elektronischer wird die Zahlung dadurch allerdings nicht.

25. „Warum verlangt das Terminal eine PIN? Der Kunde ist doch ein guter Mensch.“

Einer unserer Favoriten.

Vielleicht führen Banken irgendwann eine neue Sicherheitsmethode ein:

Vertrauensprüfung aufgrund persönlicher Sympathie.

Bis dahin kann das Terminal weiterhin eine PIN verlangen.

26. „Kann ich eine Kartenzahlung stornieren, wenn der Kunde schon weg ist?“

Je nach Zahlungsdienstleister, Terminal und Status der Transaktion können Storno oder Rückerstattung möglich sein.

Man sollte jedoch sehr genau wissen:

  • welche Zahlung,
  • welcher Betrag,
  • welcher Kunde,
  • und warum die Zahlung zurückgesetzt werden soll.

Bei Geld wird aus Comedy relativ schnell Buchhaltung.

27. „Kommt das Geld bei einer Rückzahlung automatisch sofort wieder beim Kunden an?“

Nicht zwingend sofort.

Die Verarbeitung hängt unter anderem vom Zahlungsdienstleister und der Bank ab.

Geld gehört außerdem zu den Dingen, die sich erstaunlich selten freiwillig beeilen.

28. „Kann der Kunde morgen bezahlen, aber ich mache den Beleg schon heute?“

Ab diesem Punkt verlassen wir langsam den Bereich Comedy.

Geschäftsvorgänge sollten so erfasst werden, wie sie tatsächlich stattfinden.

29. „Das Kartenterminal piept. Ist es böse?“

Normalerweise nicht.

Nach der sechsten falsch eingesteckten Karte möchten wir eine gewisse emotionale Reaktion des Geräts allerdings nicht vollständig ausschließen.

30. „Wenn ich die Karte zweimal dranhalte, wird dann zweimal abgebucht?“

Nicht einfach nur deshalb.

Für eine zweite Belastung ist normalerweise auch eine zweite Zahlungstransaktion notwendig.

Das Terminal denkt nicht selbstständig:

„Ah, die Karte ist wieder da. Nehmen wir einfach nochmal 38,50 Euro.“

4. Bondrucker – ein Gerät mit eigentlich nur einer Aufgabe

Ein Bondrucker hat einen beneidenswert einfachen Beruf:

Er soll Bons drucken.

Trotzdem gehören Drucker regelmäßig zu den spannendsten Geräten im technischen Support.

31. „Der Bon kommt nicht raus. Kann es sein, dass er alle ist?“

Der Bon selbst eher nicht.

Die Papierrolle vielleicht.

32. „Wie herum kommt die Papierrolle rein?“

Eine der ewigen Fragen.

Bei Thermopapier gibt es eine beschichtete Seite. Liegt die falsche Seite am Druckkopf, erscheint auf dem Papier häufig:

nichts.

Das ist gleichzeitig Fehlerdiagnose und Lernprozess.

33. „Kann man einen Bon drucken, wenn man gar keinen Drucker hat?“

Einen digitalen Beleg kann man selbstverständlich erstellen.

Wenn etwas tatsächlich auf Papier gedruckt werden soll, verbessert ein vorhandener Drucker die Erfolgsaussichten allerdings erheblich.

34. „Der Kunde hat den Bon nicht genommen. Kann ich die Buchung deshalb löschen?“

Nein.

Ob ein Kunde den Papierbeleg mitnimmt, entscheidet nicht darüber, ob ein Verkauf stattgefunden hat.

Sonst wäre Buchhaltung ausgesprochen einfach:

Kunde lässt Bon liegen. Umsatz verschwunden.

Das Finanzamt dürfte dieses Verfahren weniger überzeugend finden.

35. „Kann man einen Bon nachträglich auf gestern datieren?“

Bei dieser Frage wird die Stimme unseres Supports normalerweise etwas ernster.

Eine Kasse ist keine Zeitmaschine.

36. „Kann man die Mehrwertsteuer aus dem Bon entfernen, ohne dass das Finanzamt es merkt?“

Nein.

Wir bieten auch kein Zusatzmodul mit dem Namen

„Finanzamt bitte wegschauen“

an.

37. „Der Bon ist zu lang. Kann man ihn kürzer machen, aber trotzdem alles drauflassen?“

Das Bonlayout lässt sich natürlich bis zu einem gewissen Grad optimieren.

Informationen benötigen allerdings Platz.

Auch eine 80-m²-Wohnung lässt sich schwer auf 25 m² verkleinern, ohne dass irgendwo etwas fehlt.

38. „Kann ich einen Bon drucken, obwohl überhaupt nichts verkauft wurde?“

Es gibt Testdrucke, Kopien und unterschiedliche Belegarten.

Eine erfundene Verkaufstransaktion ist allerdings etwas völlig anderes.

Und spätestens hier wird unser lustiger Blogartikel wieder ziemlich ernst.

39. „Während des Verkaufs ist das Papier ausgegangen. Zählt der Verkauf trotzdem?“

Ja.

Eine gespeicherte Kassentransaktion verschwindet nicht automatisch aus der Datenbank, nur weil dem Bondrucker das Papier ausgegangen ist.

Die letzten Zentimeter Thermopapier entscheiden nicht über die Existenz eines Geschäftsvorgangs.

40. „Kann ich einen Papierbon per E-Mail verschicken?“

Das Papier selbst lässt sich nur schwer durch das Internet schieben.

Einen digitalen Beleg dagegen schon.

Genau deshalb gibt es digitale Bonlösungen.

5. Artikelverwaltung – wenn die Kasse Gedanken lesen soll

Eine moderne Kassensoftware kann sehr viel:

  • Artikel verwalten,
  • Preise berechnen,
  • Warengruppen organisieren,
  • Rabatte anwenden,
  • Umsätze auswerten.

Was sie weiterhin nur eingeschränkt kann:

Gedanken lesen.

41. „Ich habe einen Artikel gelöscht. Wie bekomme ich ihn zurück, wenn ich keine Datensicherung habe?“

Genau für solche Momente wurde die Datensicherung erfunden.

Leider gehört ein Backup zu den Erfindungen, deren Bedeutung viele Menschen erst dann erkennen, wenn sie es gebraucht hätten.

42. „Kann ich einen Artikel mit einem negativen Preis verkaufen?“

Mathematisch ist das durchaus interessant.

Bei minus 10 Euro bezahlt dann allerdings nicht der Kunde Sie.

Sie bezahlen den Kunden.

Ein ungewöhnliches Geschäftsmodell.

43. „Warum kann ich den Artikel nicht verkaufen? Der Preis ist 0 Euro.“

Manche Kassensysteme vertreten tatsächlich die erstaunlich konservative Auffassung, dass ein verkaufter Artikel einen Preis besitzen sollte.

44. „Kann ich etwas verkaufen, das gar nicht in der Artikelliste steht?“

Ja.

Dafür gibt es eine ausgesprochen wirkungsvolle Methode:

Den Artikel vorher anlegen.

Diese revolutionäre Funktion nennt sich Artikelverwaltung.

45. „Warum verändert das Produktfoto nicht den Geschmack?“

Wir arbeiten noch an der technischen Schnittstelle zwischen JPEG-Dateien und menschlichen Geschmacksrezeptoren.

Der Entwicklungsstand ist derzeit überschaubar.

46. „Kann die Kasse automatisch erkennen, welchen Artikel ich verkaufen möchte?“

Kamerasysteme und künstliche Intelligenz entwickeln sich tatsächlich in diese Richtung.

In vielen Betrieben funktioniert allerdings weiterhin eine überraschend effiziente Technologie:

Auf die richtige Artikeltaste drücken.

47. „Ich habe den Artikelnamen geändert. Wissen die Kunden noch, wie er vorher hieß?“

Die Kassensoftware kann Daten speichern.

Für das Gedächtnis Ihrer Kunden können wir leider keinen technischen Support anbieten.

48. „Kann ich einen Artikel vor dem Finanzamt verstecken, aber trotzdem verkaufen?“

Nein.

Das ist weder Zweck noch Aufgabe einer ordnungsgemäßen Kassensoftware.

Und falls jemand tatsächlich so etwas vorhaben sollte, wäre die Hotline des Kassenherstellers vermutlich ohnehin ein ziemlich ungewöhnlicher Ort, um danach zu fragen.

49. „Wenn ich alle Artikel lösche, läuft die Kasse dann schneller?“

Möglicherweise.

Auch der Verkauf dürfte danach ausgesprochen schnell beendet sein.

Es gibt schließlich nichts mehr zu verkaufen.

6. Der Endgegner: TSE

Wer in Deutschland ein elektronisches Kassensystem betreibt, begegnet früher oder später drei Buchstaben:

TSE.

Und spätestens dann beginnt die nächste Runde.

50. „Warum ist das alles so teuer?“

Ein Klassiker.

Diese Frage hören wir bei:

  • Kassensoftware,
  • Hardware,
  • Bondruckern,
  • Kartenterminals,
  • TSE,
  • Einrichtung,
  • Reparaturen,
  • Ersatzteilen,
  • Technikereinsätzen,
  • und gelegentlich sogar bei einem Netzwerkkabel.

Besonders schön klingt die Frage unmittelbar nach:

„Können Sie beim Preis noch etwas machen?“

51. „Wozu brauche ich überhaupt diese TSE?“

Die Technische Sicherheitseinrichtung, kurz TSE, dient dazu, die Aufzeichnungen eines Kassensystems technisch abzusichern.

Vereinfacht gesagt sollen Kassenvorgänge nachvollziehbar und gegen nachträgliche Manipulation geschützt dokumentiert werden.

Die TSE wurde also nicht vom Kassenhersteller erfunden, damit ein freier USB-Anschluss endlich belegt ist.

52. „Kann ich die TSE nach dem Start der Kasse wieder herausziehen?“

Physisch?

Natürlich.

Ein USB-Gerät kann man herausziehen.

Die wesentlich interessantere Frage lautet:

Warum sollte man das tun?

Das erinnert ein wenig an:

„Das Auto läuft jetzt. Kann ich den Motor wieder ausbauen?“

An diesem Punkt macht ein erfahrener Supportmitarbeiter meistens eine kurze Pause.

Schaut vielleicht einmal aus dem Fenster.

Und sagt anschließend möglichst ruhig:

„Nein. Lassen Sie die TSE bitte dort, wo sie ist.“

Sind das wirklich echte Fragen?

Ja – beziehungsweise sinngemäß.

Viele dieser Situationen stammen aus unserer langjährigen Arbeit mit Kassensystemen, technischer Unterstützung und Kundenbetreuung. Manche Formulierungen wurden für diesen Beitrag gekürzt oder etwas zugespitzt.

Aber man sollte dabei eines nicht vergessen:

Was für einen Techniker selbstverständlich ist, muss für einen Gastronomen, Händler, Friseur oder Existenzgründer noch lange nicht selbstverständlich sein.

Ein Koch würde vermutlich ebenfalls lachen, wenn einer unserer Techniker ihn fragt:

„Kann ich das Steak schneller braten, wenn ich den Herd zweimal einschalte?“

Ein Elektriker dürfte bei manchen unserer Fragen zur Hauselektrik wahrscheinlich ebenfalls kurz schweigen.

Jeder hat eben sein eigenes Fachgebiet.

Der wahrscheinlich bekannteste Satz im technischen Support

Nach vielen Jahren gibt es allerdings einen Satz, den praktisch jeder Techniker kennt:

„Ich habe nichts gemacht.“

Kurze Pause.

Dann folgt:

„Also … außer dass ich vorher da irgendwas gedrückt habe.“

Deshalb beginnt eine professionelle Fehlersuche oft nicht mit komplizierter Programmierung.

Sondern mit sehr einfachen Fragen:

  • Ist das Gerät eingeschaltet?
  • Steckt das Kabel?
  • Ist Papier im Drucker?
  • Besteht eine Netzwerkverbindung?
  • Was steht genau in der Fehlermeldung?
  • Was wurde unmittelbar davor gemacht?

Erstaunlich oft findet sich die Lösung genau dort.

Technik darf kompliziert sein. Die Bedienung sollte es nicht sein.

Genau deshalb versuchen wir bei Blitz!Kasse, Kassensysteme so aufzubauen, dass der tägliche Betrieb möglichst einfach bleibt.

Ein Gastronom sollte sich um seine Gäste kümmern.

Ein Händler um seine Kunden.

Ein Friseur um seine Termine.

Und niemand sollte Netzwerkadministrator werden müssen, nur weil er morgens seine Kasse einschalten möchte.

Falls trotzdem einmal etwas nicht funktioniert, helfen erstaunlich oft ein paar einfache Regeln:

  • Nicht sofort alles löschen.
  • Nicht als Erstes Windows neu installieren.
  • Nicht gleichzeitig alle Kabel herausziehen.
  • Erst einmal lesen, was auf dem Bildschirm steht.

Denn manchmal lautet die Lösung tatsächlich nur:

„Bitte Papier einlegen.“

Fortsetzung folgt

Wir würden an dieser Stelle gerne schreiben:

„Das waren die ungewöhnlichsten Fragen, die wir je gehört haben.“

Aber das wäre vermutlich gelogen.

Denn irgendwo klingelt wahrscheinlich gerade schon wieder ein Telefon.

Und vielleicht lautet die nächste Frage:

„Wenn ich den Bondrucker ausschalte, spart er dann auch Papier?“

Wir führen die Liste weiter.

Blitz!Kasse® – Kassensysteme für Gastronomie, Handel und Dienstleistung.

Hinweis: Dieser Beitrag ist humoristisch gemeint. Die beschriebenen Situationen wurden anonymisiert, zusammengefasst und teilweise sprachlich zugespitzt. Niemand soll damit bloßgestellt werden. Selbstverständlich beantworten wir auch Fragen, deren Antwort für einen Techniker möglicherweise selbstverständlich erscheint.

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